Michelle Hunziker: Ihr Glück ist in Gefahr

Michelle Hunziker muss sich wegen Verleumdung vor Gericht verantworten. Sie könnte sogar verurteilt werden

Sie hat das, wovon viele Frauen träumen: einen smarten und erfolgreichen Ehemann an ihrer Seite, eine glückliche Patchwork-Familie mit drei Töchtern und eine TV-Karriere, bei der sich alles in Gold verwandelt, was sie anpackt. Für Michelle Hunziker, 39, hätte es bisher kaum besser laufen können. Doch nun ziehen dunkle Wolken am Horizont auf – ein heikles Kapitel aus der Vergangenheit könnte sogar eine Gefängnisstrafe mit sich bringen.

Familienglück: Michelle Hunziker mit ihrem Ehemann, dem Trussardi-Erben Tomaso, und den gemeinsamen Kindern Sole, 2, und Celeste, 1

Was ist passiert?

2010 hatte Hunziker in der italienischen Satire-Show "Striscia la notizia" zu einem verbalen Keulenschlag gegen ihren einstigen Wegbegleiter und Ex-Agenten Rodolfo Mirri ausgeholt: "Er sagte zu mir: 'Wenn du weiter arbeiten willst, musst du mit mir ins Bett gehen.' Er hat mich erpresst – es war ein Albtraum. Ich war als Model tätig und erst 17." Ernst oder Satire? Ganz Italien rätselt bis heute über Hunzikers Beweggründe.

"Kein wahres Wort"

Knapp sechs Jahre später hat die Staatsanwaltschaft beim Gericht in Rimini jetzt ein Strafmaß gegen Hunziker gefordert, das es in sich hat: sechs Monate Gefängnis und 1,5 Millionen Euro Schadensersatz wegen Verleumdung. Neben Hunziker wurden auch weitere Mitarbeiter der Satiresendung vor den Kadi zitiert. Max Laudadio, der damals das Interview mit Hunziker führte, drohen sogar ein Jahr und vier Monate Gefängnis. Eine immense Genugtuung für Mirri. Der aufgebrachte Ex-Agent: "An ihren Anschuldigungen von damals gegen mich ist kein wahres Wort dran", sagt der heute 64-Jährige zu GALA. "Gleich nach der Ausstrahlung der Satiresendung bin ich zum Anwalt gegangen, doch es hat fünf Jahre bis zum ersten Verhandlungstag vor Gericht gebraucht. Mein professioneller Ruf wurde in den Schlamm gezogen."

Michelle droht eine Gefängnisstrafe

Dr. Jürgen Reiß von der Kanzlei Reiss Rechtsanwälte Avvocati schätzt die Lage für GALA ein: "Ehrendelikte wie Verleumdung werden in Italien hart bestraft. Bei medialer Verbreitung wie beispielsweise über das Fernsehen ist Gefängnis von bis zu sechs Jahren möglich." Der Experte für deutsch-italienisches Recht sagt: "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Richter Michelle Hunziker zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Forderung von 1,5 Millionen Euro ist möglich, aber auch eher unwahrscheinlich."

Familie Hunziker-Trussardi

Die schönsten Fotos ihrer Familie

Im Südtiroler St. Kassian verbringt Familie Hunziker einen spaßigen Urlaub im Schnee. Michelle schnappt sich eine ihrer Töchter für eine wilde Schlittenfahrt.
29. Dezember 2018   "Wenn die zukünftige 'Schwiegermutter' sich ins Foto drängt", postet Michelle Hunziker scherzend. Aurora Ramazzottis Freund Goffredo Cerza scheint in der Familie herzlich willkommen zu sein.
25. Dezember 2018  Süße Weihnachten wünschen Michelle und mit ihr die ganze Hunziker-Trussardi-Ramazotti-Familie ihren vielen Instagram-Fans, und einen enooooorm großen Kuss schickt sie außerdem. Buon Natale!
Happy Birthday, Aurora! Die älteste Tochter von Michelle Hunziker feiert ihren 22. Geburtstag. Zu diesem Anlass gratuliert Michelle ihr mit einem gemeinsamen Instagram-Bild und stellt fest, wie schnell die letzten Jahre doch verflogen seien. Die Moderatorin erinnert sich, dass ihre Tochter nicht am ausgezählten Termin auf die Welt kam, sondern ganz schön auf sich warten ließ. Dabei habe Michelle es gar nicht abwarten können, ihrem kleinen Mädchen einen ersten Kuss zu geben. Eine ganze Woche musste die werdende Mutter damals länger warten. "Und dann hast du mit deinen herzförmigen Lippen das Licht der Welt erblickt", schreibt Michelle. In diesem Moment habe sich alles verändert.  

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Ein Urteil in erster Instanz wird für den 22. Juli erwartet. Rechtskräftig ist es jedoch erst, wenn es zwei weitere Instanzen bestätigen – vielleicht ein Vorteil für Hunziker. Genau wie die Tatsache, dass es ewig bis zum ersten Prozess gedauert hat: In einem Jahr wird der Straftatbestand verjährt sein.

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