Michelle Hunziker: Darüber streitet sie mit Tomaso

Im GALA-Interview spricht Michelle Hunziker offen wie nie über ihren Kontrollzwang, die Reaktionen des Umfelds darauf – und sie verrät, dass ihr Mann die Familienplanung anders sieht als sie selbst

Die stets lächelnde, immer fröhliche, immer starke Michelle Hunziker – plötzlich so wütend? Eine Schwäche, ein Schatten auf dem perfekten Image? Viele wunderten sich, denn die Auseinandersetzung mit Ehemann Tomaso Trussardi vor rund zwei Wochen war quasi öffentlich. Die beiden stritten in Mailand 40 Minuten im parkenden Auto . Ganze neue Szenen einer Ehe. GALA traf Powerfrau Michelle Hunziker nun in München zum Interview und fragte nach, wie es um ihre Familie, zu der aktuell die beiden kleinen Töchter Sole und Celeste gehören, steht.

Michelle Hunziker will an diesem Tag noch zurück nach Italien, aber bei Unwetter reisen, na ja… „Ich habe sowieso Angst vor dem Fliegen“, gibt sie zu und lässt in diesem kleinen Moment schon durchblicken, dass sie eben doch nicht immer nur stark ist. Eine Seite an ihr, die sonst wohl nur die Familie mitbekommt.

Miley Cyrus

Ihr skandalöses Liebesleben

Miley Cyrus
Miley Cyrus hat seit dem Erfolg mit "Wrecking Ball" das Image der wilden Göre und das pflegt sie offenbar.
©Gala

Michelle Hunziker, 38, und Tomaso Trussardi, 32, haben zwei gemeinsame Kinder: Töchterchen Sole kam im Oktober 2013 auf die Welt, im März 2015 die kleine Celeste. Hunzikers erste Tochter Aurora stammt aus der Ehe mit Popstar Eros Ramazzotti.

Nach außen hin wirken Sie immer makellos und perfekt…

Ich? Perfekt? (lacht laut) Ach nein, überhaupt nicht. Deshalb kursieren ja gerade diese Paparazzi-Fotos von mir und Tomaso in den Medien. Ich bin oft überhaupt nicht perfekt.

Wann denn zum Beispiel?

Wenn ich morgens aufstehe. Da geht es mir wie allen Frauen. Aber ich pflege mich gerne. Es tut mir einfach gut, mich in Ruhe auf den Tag vorzubereiten, mich schön zu machen. Das ist eine Art und Weise, sich zu lieben.

Welche Eigenschaft mögen Sie an sich selbst nicht so gerne?

Ich bin ein Kontrollfreak. Meine älteste Tochter Aurora hat mich noch nie beschwipst gesehen. Sie sagt immer, dass sie Geld dafür bezahlen würde, mich einmal betrunken zu erleben. Das wird aber wahrscheinlich nie passieren. Ich liebe Wein zum Abendessen, aber sobald ich das Gefühl habe, mein Kopf dreht sich, höre ich auf. Mein Kontrollzwang ist für die Menschen, die mit mir zusammenleben, nicht einfach, weil ich möchte, dass sie mir immer alles sagen. Das mache ich meinerseits so, und das erwarte ich von den anderen. Aber ich habe inzwischen gelernt, auch mal loszulassen.

Sind Sie als dreifache Mama inzwischen generell etwas gelassener geworden?

Es ist immer wieder aufregend! Celeste ist wieder ganz anders als die anderen, mit einer anderen Seele und einem anderen Charakter. Für mich gibt es nichts Schöneres. Jeder Tag ist eine Überraschung. Eigentlich müsste man immer ein Baby an der Seite haben, um dieses unglaubliche Gefühl zu haben. Es ist wunderbar, den Kindern dabei zuzuschauen, wie sie groß werden.

Wie ist das Familienleben mitzwei kleinen Töchtern?

Es ist ein bisschen chaotischer geworden im Haus. Aber im positiven Sinne. Mit jedem Kind ändert sich das Leben sehr. Alles muss sich ihm anpassen, auch die anderen Kinder. Unser Hund hat übrigens schon bei der Geburt von Sole ziemlich gelitten. (lacht)

Ist Kind Nummer vier schon in Planung?

Ich würde jetzt erst mal gerne eine Babypause einlegen und die zwei kleinen Töchter genießen. Wenn ich noch ein Kind bekomme, dann erst in zwei Jahren, also wenn Celeste zwei Jahre alt ist. Aber ich muss aufpassen…

Wieso?

Tomaso würde am liebsten sofort noch ein Baby haben. Er will ganz viele Kinder und versucht mich ständig zu überzeugen, dass wir gleich wieder eins bekommen.

Ihr Mann wünscht sich nun bestimmt einen Jungen, oder?

Das Geschlecht ist ihm ganz egal. Hauptsache viele Kinder.

Nur drei Monate nach der Geburt von Celeste sind Sie schon wieder in Top-Form. Wie haben Sie das gemacht?

Erst mal vielen Dank für das Kompliment! Diese Schwangerschaft bin ich viel entspannter angegangen. Ich habe fast 18 Kilogramm zugenommen, weil ich Lust hatte, mich gehen zu lassen. Als ich damals mit Sole schwanger war, hatte ich einen sehr strengen Gynäkologen, der mich ständig auf die Waage gestellt und mir gesagt hat, dass ich zu dick geworden sei. Das war stressig, und das wollte ich nicht noch einmal erleben. Die ersten 14 Kilo bin ich nun innerhalb von nur zwei Wochen losgeworden. Das liegt sicher daran, dass ich zwei kleine Kinder habe, um die ich mich kümmern muss. Ich habe wenig geschlafen und außerdem gestillt, das zehrt am Körper.

Wie sieht es mit Sport aus?

Ich habe erst kürzlich wieder angefangen zu trainieren. Man soll ja 40 Tage warten. Wenn die Kinder schlafen und ich nicht zu k. o. bin, mache ich Pilates. Dafür muss ich nicht extra ins Fitnessstudio fahren. Ich trainiere zu Hause auf der Terrasse.

Fällt es Ihnen heute schwerer als mit 20, die Figur zu halten?

Je älter du wirst, desto mehr musst du tun, um gesund und fit zu bleiben. Es ist eine Herausforderung. Für mich ist Sport allerdings nicht nur Sport, sondern eine Lebensphilosophie. Es geht darum, sich wohl und voller Energie zu fühlen. Deswegen will ich, solange ich kann und darf, ganz viel Sport machen .

Achten Sie strikt auf Ihre Ernährung?

Momentan sehr genau. Zweieinhalb Kilo zu viel sind noch drauf, und die möchte ich loswerden.

Machen Sie eine bestimmte Diät?

Mir ist es wichtig, alles und gesund zu essen. Das sage ich auch immer meiner ältesten Tochter: Wenn du dünner werden willst, dann iss einfach weniger von allem. Ich verzichte nicht gerne. Außerdem bin ich viel zu dynamisch, um ohne Kohlehydrate leben zu können. Ich brauche meine Ration: Eine Portion Pasta oder Risotto am Tag muss sein. Dann verzichte ich lieber auf Pizza und Brot. Und Alkohol sollte man natürlich auch nicht trinken, wenn man ein paar Kilos loswerden will.

Kochen Sie selbst?

Ich koche gerne für die Familie.

Und was ist das Michelle-Hunziker-Spezialgericht, nach dem sich alle verzehren?

Risotto alla Milanese, auf deutsch Safran-Risotto. Das mache ich am liebsten und das mögen alle unglaublich gerne.

Auf welches süße Lebensmittel können Sie nicht verzichten?

Ich liebe Sahne-Eis! Bei uns in Italien gibt es Eisläden, in denen man gleich ein ganzes Kilo hausgemachte Eiscreme kaufen kann. Als ich mit Sole schwanger war, hatte ich so sehr Lust auf Eis, da habe ich manchmal sogar auf das Mittagessen verzichtet, um mir abends ein halbes Kilo Eis zu holen. Aber ich mag auch Käse, am liebsten original Schweizer Emmentaler, mit verschiedenen Marmeladen oder als Nachtisch. Ich bin eben ein Genussmensch. Man muss nur in Maßen genießen.

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