Michael Schumacher: Weiterhin im Koma

Ex-Rennfahrer Michael Schumacher soll es nach seinem schweren Ski-Unfall besser gehen. Eine positive Prognose wagen die Ärzte dennoch nicht

Michael Schumacher, 44, zeigt nach seinem schweren Ski-Unfall leichte Anzeichen einer Verbesserung. Er muss aber noch im künstlichen Koma bleiben.

Die Ärzte des Ex-Formel-1-Piloten gaben am Dienstagvormittag (31. Dezember) eine Stellungnahme zum Zustand ihres Patienten ab. Dabei erklärten sie, den Deutschen nach Absprache mit seiner Familie in der Nacht zu Dienstag noch einmal operiert zu haben, um einen weiteren Bluterguss im Kopf zu entfernen. Außerdem sei bei dem Eingriff, der gegen 22 Uhr durchgeführt wurde, eine Vorrichtung am Schädel des 44-Jährigen angebracht worden, um den Schädeldruck weiter zu senken. Die Operation sei erfolgreich verlaufen, ein Kontroll-CT am Morgen nach dem Eingriff habe eine leichte Verbesserung angezeigt.

Allerdings wurde bei der Computertomographie auch sichtbar, dass im Gehirn des ehemaligen Rennfahrers weitere Verletzungen vorliegen, die überwacht werden müssen. Deshalb müsse der Sportler nach wie vor im künstlichen Koma bleiben. Wegen des weiterhin kritischen Zustands Schumachers schließen die Ärzte eine Verlegung nach Deutschland vorerst aus.

Dennoch: Professeur Emmanuel Gay, Chef der Neuro-Chirurgie des Uniklikiums in Grenoble, und Jean-Francois Payen, Leiter der Anästhesie, erklärten, es gebe Zeichen, "die uns aktuell erwarten lassen, dass die Situation besser ist" als am Tag zuvor. Man müsse aber "Stunde für Stunde" vorgehen. Sie könnten auch noch nicht davon sprechen, dass der siebenmalige Weltmeister außer Lebensgefahr wäre.

Michael Schumacher war am Sonntagvormittag im französischen Skigebiet Méribel beim Skifahren gestürzt, mit dem Kopf gegen einen Felsen geschlagen und hatte sich dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zugezogen.

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