Michael Schumacher: Nach Ski-Unfall in Lebensgefahr

Rennfahrer-Legende Michael Schumacher kämpft in einer Klinik in den französischen Alpen nach einem Skiunfall weiter um sein Leben

Der Zustand von Michael Schumacher, 44, ist nach seinem Skiunfall am Sonntag (29. Dezember) in den französischen Alpen weiter "kritisch", bestätigte sein Management am Sonntagabend. Das Krankenhaus hat für Montagvormittag eine Pressekonferenz angesetzt, bei der weitere Informationen über den Gesundheitszustand des ehemaligen Formel-1-Fahrers gegeben werden sollen.

Der siebenmalige Weltmeister war laut einem Bericht des französischen Fernsehsenders "BFMTV" am Sonntagvormittag beim Skifahren mit seinem 14-jährigen Sohn abseits der Pisten im Skigebiet Méribel gestürzt. Dabei sei er mit dem Kopf gegen einen Felsen geschlagen. Zunächst hieß es, sein Helm habe eine schwerwiegende Verletzung verhindert. Auch die Tatsache, dass er beim Eintreffen der Rettungskräfte nur sieben Minuten nach dem Unglück bei Bewusstsein war, stützte diese These.

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Vorsorglich wurde er mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus in Albertville-Moûtiers geflogen, wo man feststellte, dass seine Verletzung schwerer war als angenommen. Um eine umfassendere Behandlung zu ermöglichen, flog man ihn in die Universitätsklinik Grenoble. Das dort erstellte MRT zeigte eine schwere Hirnblutung auf. Im Laufe des Nachmittags ließ man den Neuro-Chirurgen Gérard Saillant aus Paris einfliegen, der den zweifachen Familienvater operierte.

Saillant ist Fachmann auf dem Gebiet der Sportmedizin und kennt Schumacher bereits seit seinem schweren Formel-1-Unfall im Jahr 1999, nach dem der 44-Jährige bei ihm in Behandlung war. In einem früheren Interview hatte Michael Schumacher gesagt, dem Mediziner "zu 100 Prozent" zu vertrauen.

Gegen Abend liefen die ersten Meldungen ein, nach denen sich der Gesundheitszustand des Sportstars verschlechtert habe. Gegen 22.30 Uhr berichtete "bild.de", dass Schumis Management den Zustand als "kritisch"" beschrieb. Schumacher erlitt demnach "ein Kopftrauma mit Koma, das umgehend eine neurochirurgische Behandlung erforderte."

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Während seine Frau Corinna, 44, die beiden Kinder des Ex-Rennstars sowie seine engen Vertrauten Jean Todt und Ross Brawn am Bett von Michael Schumacher wachen, twittern viele Stars Worte der Unterstützung: "Meine Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei Michael Schumacher ... Michael hat mehr als jeder andere die Kraft, das hier durchzustehen", meinte Formel-1-Star Jenson Button. Tennisspielerin Sabine Lisicki twitterte ebenfalls Gute-Besserungswünsche, die sie mit dem Hashtag "daumendrücken" versah und auch ihre Kollegin Angelique Kerber ist "in Gedanken bei Michael Schumacher".

Update:

In einer Pressekonferenz am Montag (30. Dezember) haben die Ärzte von Michael Schumacher erklärt, dass dessen Zustand nach wie vor als kritisch einzuschätzen sei. Der Sportler befinde sich nach seinem schweren Schädel-Hirn-Trauma derzeit in der "Wiederbelebungsphase". Wie das Team, das Schumacher betreut, ausführte, sei bei dem 44-Jährigen sofort eine Operation eingeleitet worden, nachdem er in die Klinik von Grenoble eingeliefert wurde. Neben Blutergüssen wurden dabei außerdem "diffuse bilaterale Verletzungen" festgestellt, also Blutungen, die gleichzeitig an mehreren Stellen des Gehirns aufgetreten sind. Die Blutergüsse seien behandelt worden, über die Folgen der Verletzungen können man im Augenblick nichts sagen, erklärte Professor Jean Francois Payen, Chef der Änasthesie.

Die Ärzte waren sich einig, dass sich der Unfall gestern Vormittag bei hoher Geschwindigkeit ereignet haben muss. Hätte er keinen Helm getragen, hätte Schumacher den Sturz mit Sicherheit nicht überlebt. Als die Rettungskräfte eintrafen, sei der Ex-Formel-1-Pilot zwar "bei Bewusstsein" gewesen, habe aber keine Fragen beantworten können, sondern habe "fahrig" reagiert.

Für Prognosen, wie es nach seinem Skiunfall mit Michael Schumacher weitergeht, sei es noch viel zu früh, solche Verletzungen hätten immer einen individuellen Verlauf - die Situation sei "kritisch", der zweifache Vater liege in einem künstlichen Koma.

Der Chirurg Gérard Saillant war bei der Pressekonferenz ebenfalls zugegen, betonte aber, er sei als Freund der Familie da. Weiter erklärte er: "Wir sind alle sehr besorgt über seinen augenblicklichen Zustand. Alles, was gesagt werden kann, wurde heute bereits gesagt. Man arbeitet Minute um Minute, um ihn zu retten."

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