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Michael Schumacher Krankenakte geklaut - Diebe wollen 50.000 Euro


Eine Woche nachdem Michael Schumacher aus dem Koma erwachte, wurde die Krankenakte des Formel-1-Weltmeisters gestohlen. Die Polizei ermittelt

Wer will sich am Schicksal von Michael Schumacher bereichern? Wie seine Managerin Sabine Kehm mitteilte, ist die Krankenakte des Formel-1-Weltmeisters gestohlen worden. Bereits seit einigen Tagen würden die sensiblen Dokumente außerdem einigen deutschen, englischen und französischen Medien zum Kauf angeboten. "Wir können nicht beurteilen, ob die Unterlagen echt sind. Fakt ist jedoch: Die Unterlagen sind gestohlen. Der Diebstahl wurde angezeigt. Ermittlungsbehörden sind eingeschaltet", heißt es in einer Mitteilung Kehms.

Die "Bild"-Zeitung berichtet, dass der Verkäufer mindestens 60.000 Schweizer Franken (umgerechnet zirka 50.000 Euro) für Schumachers Krankenakte verlangt und deren Echtheit mit angeblichen Details zu chirurgischen Eingriffen belegen will.

Sabine Kehm zeigt sich erschüttert über den Vorfall: "Da kann man doch nur entsetzt und angewidert sein! Ich kann nur dringend davon abraten, diese Unterlagen zu kaufen oder zu veröffentlichen. Wir werden selbstverständlich mit allen verfügbaren Mitteln dagegen vorgehen", sagte sie dem Boulevardblatt.

Auch in ihrem Statement droht sie mit einer Strafanzeige falls die "höchst vertraulichen" Daten aus den Dokumenten veröffentlicht würden. "Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der Ankauf solcher Unterlagen/Daten sowie deren Veröffentlichungen verboten sind."

Unklar ist bisher, wie der unbekannte Dieb an Michael Schumachers Krankenakte gelangen konnte. Laut der französischen Zeitung "Le Dauphiné libéré" bestätigte die Staatsanwaltschaft in Grenoble, dass das Grenobler Krankenhaus bereits am vergangenen Donnerstag (19. Juni) Anzeige wegen "Diebstahls und Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht" eingereicht hatte. Auch Schumachers Familie habe durch ihre Anwälte rechtliche Schritte eingeleitet.

Seit seinem Skiunfall am 29. Dezember lag Michael Schumacher in der Universitätsklinik in Grenoble. Nachdem er aus dem Koma erwachte, wurde der 45-Jährige vor einer Woche in eine Rehaklinik nach Lausanne verlegt.

iwe Gala


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