Michael Schumacher: Jagd auf das Phantom

Nachdem die Krankenakte von Michael Schumacher gestohlen wurde, beginnt nun die Jagd nach dem Dieb. Gala.de verrät, wer Zugriff auf die pikanten Infos hätte haben können

Kurz nachdem Michael Schumacher aus dem Koma erwacht ist und in eine Reha-Einrichtung verlegt wurde, ist seine Krankenakte aufgetaucht - bisher Unbekannte bieten nun Details zum Gesundheitszustand des ehemaligen Formel-1-Rennfahrers zum Kauf an. Mindestens 50.000 Euro verlange das Krankenakten-Phantom, berichtet "bild.de". Doch wer steckt dahinter? Gala.de hat sich auf Spurensuche begeben...

Laut der Mitteilung, die Schumis Managerin Sabine Kehm herausgegeben hat, ist nicht einmal klar, ob die Unterlagen wirklich echt sind. Doch falls sie es wären, stellt sich zuallererst die Frage: Wer hätte eigentlich Zugriff darauf und könnte sie in Umlauf bringen?

Julian Büscher + Sarah Lombardi

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Julian Büscher und Sarah Lombardi
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©Gala

Am nächsten liegt wohl das Klinikpersonal der Universitätsklinik in Grenoble, beziehungsweise der Rehabilitationseinrichtung in der Schweiz, in der sich Schumi nun befindet. Um den Patienten richtig zu versorgen, müssen Ärzte, Schwestern und anderes Pflegepersonal auf die Unterlagen zurückgreifen können. Wie "bild.de" herausfand, waren die pikanten Daten etwa eine Woche lang allen Angestellten der Klinik in Grenoble zugänglich, erst dann sperrte die Krankenhausleitung aufgrund des hohen Medieninteresses den Zugang und gab ihn nur für ausgesuchtes Personal frei, das direkt mit dem Fall Schumi betraut war. Diese Mitarbeiter werden derzeit laut "bild.de" von der Polizei befragt.

Tragische Schicksalsschläge

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Doch sie sind nicht das einzige mögliche Leck: Michael Schumacher wurde während seiner Zeit in der Klinik streng von der Außenwelt abgeschirmt, die Liste seiner Besucher war klein und bestand eigentlich nur aus Familienmitgliedern und engen Freunden. Hier den Dieb zu suchen, führt voraussichtlich nicht weit. Aber: Immer wieder gab es Eindringlinge in der Klinik, die den Gesundheitszustand von Schumacher mit fiesen Tricks auszuspionieren versuchten. Wie unter anderem "spiegel.de" berichtete, hatte sich kurz nach dem Ski-Unfall der 45-jährigen Sportlegende ein Journalist als Priester verkleidet ins Krankenhaus eingeschleust. Der Mann war allerdings schnell aufgefallen und wurde der Klinik verwiesen.

"Bild.de" stellt eine ganz andere These auf: Angeblich sollen Hacker ihre Finger im Spiel gehabt haben. Die Krankenakten in der Universitätsklinik von Grenoble werden digital geführt. Das System ist zwar wegen der sensiblen Daten, die dort gespeichert werden, sehr gut abgesichert - Computerspezialisten, die solche Sicherheitsstufen knacken können, gibt es vermutlich trotzdem zur Genüge. Wie "bild.de" berichtet, lässt die Klinik in Grenoble jetzt ihr System auf Angriffe von außen checken.

Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Möglichkeit, wie Schumis Krankenakte in die falschen Hände geraten konnte. Für die Verlegung Schumachers sind Teile der digitalen Daten ausgedruckt worden - ein übliches Prozedere, wenn Patienten von einer Einrichtung in die nächste verlegt werden; die Krankenakte "reist" mit. Möglich, dass diese Dokumente durch ein paar neugierige Hände zuviel gewandert sind...

Bei den vielen Wenns ist eins Fakt: Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in verschiedene Richtungen. Und wir bleiben dran!

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