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Michael Schumacher Geschwindigkeit war angemessen

Michael Schumacher
© Reuters
Die ermittelnde Staatsanwaltschaft hat bei einer Pressekonferenz die Auswertung der Helmkamera-Aufnahmen bekannt gegeben. Sie bestätigen, dass Michael Schumacher nicht zu schnell unterwegs gewesen ist

Die französische Staatsanwaltschaft, die im Skiunfall von Michael Schumacher ermittelt, hat am Mittwoch (8. Januar) die Ergebnisse der Auswertungen von Schumachers Helmkamera bekannt gegeben. Die Erkenntnisse decken sich weitgehend mit den Vorabberichten des französischen Fernsehsenders "BFMTV", nach denen Schumacher zum Zeitpunkt seines Unfalls "langsam zwischen zwei markierten Pisten" im Skigebiet von Méribel unterwegs gewesen sei. Staatsanwalt Patrick Quincy bestätigte dies auch nach mehrmaligem Nachfragen der zahlreich anwesenden Journalisten: "Wir haben keine Hinweise auf eine übertriebene Geschwindigkeit."

Die Ermittlungen im Fall Schumacher werden sich nach Angaben Quinzys eventuell noch über mehrere Wochen hinziehen. Fristen für Ergebnisse habe man keine festgelegt. Das zweiminütige Video der Helmkamera werde im Laufe der kommenden Tage noch "Bild für Bild" ausgewertet werden.

Entgegen einiger Berichte in den vergangenen Tagen sei die Piste im Skigebiet außerdem ordnungsgemäß gekennzeichnet gewesen. Wie unter anderem "Bild" berichtet hatte, gab es diesbezügliche Bedenken von französischen Anwälten. Auch Schumis Ausrüstung soll in einem tadellosen Zustand gewesen sein. Nicht bestätigt wurde entgegen verschiedener Spekulationen außerdem, dass Michael Schumacher die Piste verließ, weil er einer anderen Person hatte zur Hilfe kommen wollen. Fest stünde jedoch, dass Schumacher "aus freien Stücken entschieden [hat], die Piste zu verlassen.

Gestern wandte sich Schumachers Frau Corinna, 44, das erste Mal seit dem Unglück an die Öffentlichkeit und appellierte an die Medienvertreter vor Ort, sich zurückzuziehen: "Es ist mir wichtig, dass Sie die Ärzte und das Krankenhaus entlasten, damit diese in Ruhe arbeiten können - vertrauen Sie bitte deren Statements und verlassen Sie die Klinik. Bitte lassen Sie auch unsere Familie in Ruhe." Auch der Staatsanwalt hatte zu Beginn der Pressekonferenz erneut um Rücksichtnahme gebeten.

Die Veranstaltung hatte ganz bewusst nicht in Grenoble, wo Schumacher im Krankenhaus liegt, stattgefunden. Als Veranstaltungsort wurde stattdessen das rund 80 Kilometer entfernte Albertville gewählt.

Michael Schumacher war am 29. Dezember beim Skilaufen in Méribel gestürzt und erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

avo / CoverMedia

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