Michael Jackson Notärztin belastet Leibarzt

Im Prozess um den Tod von Michael Jackson haben nun die Notärztin und Klinikpersonal ausgesagt. Der Angeklagte Dr. Conrad Murray wurde schwer belastet

Zu Beginn der zweiten Prozesswoche haben nun Mitarbeiter des Krankenhauses ausgesagt, in das Michael Jackson eingeliefert worden war. Dabei haben sie Jacksons Hausarzt Conrad Murray beschuldigt, ihnen Informationen vorenthalten zu haben.

Notärztin Richelle Cooper sagte am Montag (3. Oktober) im Zeugenstand aus, der wegen fahrlässiger Tötung angeklagte Dr. Murray habe ihr verschwiegen, dass Jackson Beruhigungsmittel zu sich genommen hatte. Von der Verabreichung des Narkosemittels Propofol habe er ihr nichts gesagt, so Cooper. Dieses hatte jedoch im Körper des King of Pop eine schwere Vergiftung ausgelöst.

Cooper hatte den Sänger am 25. Juni 2009 für tot erklärt, nachdem Sanitäter vergeblich versucht hatten, ihn wiederzubeleben. Bei der Ankunft im Krankenhaus sei Jackson bereits "klinisch tot gewesen", so Cooper. Dort versuchte Herzspezialistin Thao Nguyen weiter vergeblich, Jackson wieder ans Leben zu bringen. Auch sie bemängelte die mangelnde Information von Dr. Murray. "Er sagte, dass er keinen Bezug zur Zeit habe und dass er keine Uhr hatte", so die Ärztin. Auch ihr gegenüber habe Murray das Mittel Propofol nicht erwähnt.

Zuvor hatten bereits Jacksons Leibwächter und seine Köchin berichtet, Murray habe nicht sofort den Notwagen gerufen, als er seinen leblosen Patienten aufgefunden hatte. Ein weiterer Zeuge sagte aus, Murray habe Jackson mit billigen Apparaturen behandelt.

Dr. Murrays Verteidiger konnte den Krankenhausmitarbeitern zumindest entlocken, dass, auch wenn sie von Propofol in Jacksons Blut gewusst hätten, eine Wiederbelebung auch dann schwer gewesen wäre. Doch insgesamt sieht es für den früheren Jackson Leibarzt nicht rosig aus.

smb

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