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Michael Jackson Er spricht noch einmal

Beweismittel im Prozess gegen Dr. Conrad Murray: Auf einem Tonband spricht Michael Jackson unter Drogen von seiner gestohlenen Kindheit

Immer und immer wieder haben sich seine Fans gefragt: Wie nur konnte er mit solch einem Erfolgsdruck aufwachsen? Nun, zwei Jahre nach dem Tod des "King of Pop", wurde im Prozess gegen Jacksons ehemaligen Leibarzt Dr. Conrad Murray ein brisantes Tonband vorgeführt. Deutlich erkennbar: Der 50-Jährige steht unter Drogeneinfluss, redet wirr – und bedauert seine fehlende Kindheit.

Entstanden ist die Aufnahme am Morgen des 10. Mai 2009, nur wenige Wochen vor Jacksons Tod. Conrad Murray nahm die Unterhaltung mit seinem iPhone auf, hörte einen schwachen, schläfrigen und stammelnden Mann. Schwer gezeichnet vom Propofol-Missbrauch sprach der weltberühmte Musiker über seine Gefühle und Pläne für die anstehende "This Is It"-Tour. "Wir müssen phänomenal sein. Wenn die Leute die Show verlassen, möchte ich, dass sie sagen: 'Etwas Vergleichbares habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Er ist der beste Entertainer der Welt", murmelt er darauf.

Mit der Show wollte der 50-jährige Michael Jackson damals Comeback und Abschied zugleich feiern. 50 Shows von Juli 2009 bis März 2010 sollten ihn ein letztes Mal in den Pop-Olymp befördern. Er wolle die Tour seinen Kindern widmen, stammelt Jackson auf dem Band. "Ich liebe sie so sehr, weil ich selbst nie eine Kindheit hatte", erklärt der King of Pop. "Heal the World", "We Are the World", "Will You Be There" und "The Lost Children" seien Songs, die er aus tiefstem Schmerz heraus geschrieben habe. Ein Schmerz, der ihn die Kinder verstehen ließe. Immer wieder sagt er: "Es tut so weh".

Nach einer langen Pause fragt Murray "Bist du okay?". Verstört antwortet Michael Jackson mit Verzögerung: "Ich bin eingeschlafen". Warum Conrad Murray das Gespräch aufzeichnete, ist nicht bekannt.

kst

gala.de


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