Michael J. Fox Millionen-Klage gegen Forschungs-Labor


Michael J. Fox kämpft seit Jahren für Fortschritte in der Parkinson-Forschung. Jetzt hat er ein Labor wegen Nachlässigkeit verklagt

1991 wurde bei Schauspieler Michael J. Fox, 53, die Nervenkrankheit Parkinson diagnostiziert, die sich in Zitteranfällen, Muskel-Erstarrungen und schwachen, ungenauen Bewegungen ausdrückt. Seither setzt er sich leidenschaftlich für die Forschung auf diesem Gebiet ein. Um Menschen mit derselben Diagnose zu helfen, rief Fox im Jahr 2000 eine eigene Stiftung ins Leben. Gemeinsam mit der reichte der "Zurück in die Zukunft"-Darsteller jetzt eine Klage gegen das "Coriell Institute for Medical Research" in New Jersey ein. Der Hollywood-Star beschuldigt das Labor, 25.000 Stichproben falsch behandelt zu haben, was die Parkinson-Forschung um Jahre zurückwerfe.

Die Anklage wegen Pflichtverletzung und Nachlässigkeit wirft dem Institut vor, die Stichproben nicht richtig gelagert zu haben. Ein Mitarbeiter habe die Tür der Gefrierkammer aufgelassen, was das Auftauen der Proben zur Folge hatte. Dadurch wurden sie unbrauchbar für weitere Forschungszwecke. In der Klage heißt es, dass ein Schaden von rund 3,5 Millionen US-Dollar entstanden sei. Ein herber Rückschlag für die Forschung und Michaels persönlichen Kampf.

Der Schauspieler berichtete erst kürzlich in einem Interview, dass die Nervenkrankheit sein Leben nicht zerstört, sondern bereichert habe. "Wenn ich nicht an Parkinson erkrankt wäre, wäre mein Leben immer gleich geblieben. Es bestünde nur aus Schauspielen, Reisen und ich wäre die meiste Zeit weg von zu Hause. Meine Krankheit hat mich dazu gebracht, Zeit mit meiner Familie zu verbringen, an meiner Stiftung zu arbeiten und dadurch ist mein Leben viel erfüllter. Sie hat meinen Alltag auf positive Weise verändert", so Fox, der seit über 25 Jahren mit seiner Frau Tracy Pollan, 54, verheiratet ist. Gemeinsam hat das Schauspieler-Paar vier Kinder.

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