Michael J. Fox: "Sein Wille ist stark"

Michael J. Fox hat in einem Interview offen über seine Parkinson-Krankheit gesprochen. GALA hörte sich um, wie es ihm wirklich geht

Es ist immer noch da, dieses spitzbübische Strahlen, das Michael J. Fox in den Achtzigerjahren mit "Zurück in die Zukunft" zum Weltstar machte. Dabei ist der gebürtige Kanadier mittlerweile 55 Jahre alt – und lebt seit einem Vierteljahrhundert mit der Parkinson-Krankheit.

Damit hat er große Probleme

"Bei mir wurde Parkinson vor 25 Jahren diagnostiziert. Damals sollte ich nur noch zehn Jahre weiterarbeiten", erklärte Fox kürzlich im Interview mit dem US-Magazin "Haute Living". "Ich sollte jetzt eigentlich längst unter einer starken Behinderung leiden. Doch davon bin ich weit entfernt." Was ihm im Alltag mit der unheilbaren Nervenkrankheit am meisten Probleme bereite, sei, das Gleichgewicht zu halten, berichtet er weiter. "Es ist schwierig. Ich falle hin und realisiere, dass ich keine 25 mehr bin." An ein Ende seiner Leinwandkarriere denke er jedoch noch lange nicht: "Ich kann jeden spielen, so lange diese Person auch Parkinson hat."

Fox gibt sich optimistisch

Bei Parkinson sterben dopaminproduzierende Nervenzellen im Mittelhirn ab, was zu Muskelstarre, verlangsamten Bewegungen und Muskelzittern führen kann. Michael J. Fox gibt sich optimistisch und kämpferisch. Zumindest in der Öffentlichkeit lässt er sich heute nicht mehr anmerken, wie ihn die Diagnose belastet. Das war einmal ganz anders.

Er musste lernen, mit der Krankheit zu leben

Damals, 1991, sei er "komplett durchgedreht", hatte er einmal gestanden, habe die Krankheit nicht akzeptiert, stattdessen obsessiv getrunken. Mithilfe von Psychiatern und Medikamenten lernte er, mit der Krankheit zu leben.

Aber wie geht es dem Schauspieler und vierfachen Familienvater wirklich?

Wie GALA aus dem engen Umfeld der Familie hörte, wohnt eine Krankenpflegerin bei Fox, da er die meisten Dinge im Alltag nicht mehr allein meistern kann. Er braucht Hilfe bei der persönlichen Hygiene, in der Dusche, beim Zähneputzen, beim Anziehen. In Restaurants geht der Schauspieler nur noch sehr selten, da er sich schwer tut, Messer und Gabel zu halten. Auch Autofahrten sind für Michael J. Fox mittlerweile zur Qual geworden – er kann kaum ein- und aussteigen.

Michael J. Fox mit Ehefrau Tracy

Er will ein Vorbild sein

Seine Ehefrau Tracy Pollan, 56, die er drei Jahre vor seiner Diagnose heiratete, sowie die Kinder Sam, 27, Schuyler, 21, Aquinnah, 21, und Esmé, 15, stehen ihm immer zur Seite. Doch aus seinem Freundeskreis heißt es: "Michael weiß selbst, dass sich sein mutiger Kampf so langsam dem Ende nähert. Die Krankheit besiegt ihn Stück für Stück. Aber er will ein Vorbild bleiben und öffentlich keine Schwäche zeigen." Auch sein Management sagte zu GALA: "Michaels Wille ist gnadenlos stark. Es ist ein kleines Wunder, dass er überhaupt noch so lange aktiv sein konnte."

Pragmatische Einstellung

Und so gibt sich der 1,63 Meter große Hollywood-Star pragmatisch: "Was passiert, passiert. Ich hoffe, es wird alles gut werden." Wie er denn so abgeklärt sein kann? Viel Schlaf und Meditation helfen, so Fox: "Dann fährt mein Gehirn so weit runter, dass ich nicht mehr zittere."

Michael J. Fox

Er spricht offen über seine Parkinson-Erkrankung

Michael J. Fox: Er spricht offen über seine Parkinson-Erkrankung
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©Gala

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