MeToo-Bewegung : Rose McGowan verklagt Harvey Weinstein

Rose McGowan verklagt Harvey Weinstein, weil er Helfer engagiert haben soll, die sie zum Schweigen bringen. Die Schauspielerin ist die Vorreiterin der MeeToo-Bewegung. Sie warf dem ehemaligen Produzenten als eine der ersten sexuelle Übergriffe vor.

Rose McGowan

US-Schauspielerin Rose McGowan, 46, zieht gegen den ehemaligen Filmmogul Harvey Weinstein (67) vor Gericht. Das berichtet unter anderem die amerikanische Filmzeitschrift "The Hollywood Reporter". In der Klage wirft sie ihm vor, er habe "teuflische" Maßnahmen ergriffen, um sie zum Schweigen zu bringen. Als der Filmproduzent erfahren habe, dass sie in ihrer Autobiografie behaupten werde, dass Weinstein sie 1997 vergewaltigt haben soll, habe er ein Team aus Helfern und Anwälten angeheuert, um sie einzuschüchtern, so der Vorwurf.

Rose McGowan verklagt Harvey Weinstein

"In diesem Fall geht es um einen teuflischen und illegalen Versuch eines der mächtigsten Männer Amerikas und seiner Vertreter, Opfer von sexuellen Übergriffen zum Schweigen zu bringen. Und es geht um die mutigen Frauen und Journalisten, die darauf bestanden, die Wahrheit zu enthüllen", heißt es in der Klage, die am Mittwoch vor einem kalifornischen Bundesgericht eingereicht wurde. McGowans Anwälte sprachen von einer "Hetzkampagne" gegen die Schauspielerin. Es gehe in der Klage unter anderem um Betrug, Verletzung der Privatsphäre und emotionale Bedrängnis.

Damals und heute

So sehen die "Charmed"-Stars heute aus

Als "Charmed - Zauberhafte Hexen" 1998 erstmals ausgestrahlt wird, kämpfen Holly Marie Combs, Shannen Doherty und Alyssa Milano gemeinsam gegen die Quelle des Bösen. In der dritten Staffel müssen sich Piper und Phoebe jedoch von Prue trennen - sie fällt einem Dämon zum Opfer. Shannen steigt 2001 aus der Serie aus.
Da die Halliwell-Schwestern nur als "die mächtigen Drei" gegen die Unterwelt bestehen können, muss für Shannen Doherty Ersatz gefunden werden. Ab der vierten Staffel nimmt daher Rose McGowan ihren Platz ein. Als Paige, die bis dato unbekannte Halbschwester, kämpft sie bis zum Serienende an der Seite von Piper und Phoebe.
Shannen Doherty - Prudence "Prue" Halliwell  Der Serientod in "Charmed" bedeutet für Shannen Doherty keinesfalls das Ende ihrer Karriere. Trotzdem leidet ihr Schauspielerfolg anschließend sehr darunter. Die Amerikanerin kann zwar einige Rollen in Film und Fernsehen ergattern, von großen Serienhits ist sie seit 2001 dennoch weit entfernt. Einziger Lichtblick: Ihre Gastauftritte in "90210".  Privat musste sie ebenfalls einen großen Rückschlag einstecken: 2015 wird bei ihr Brustkrebs diagnostiziert.
Alyssa Milano - Phoebe Halliwell  Nachdem sich Alyssa Milano 2006 von "Charmed" verabschiedet, bleibt ihr Leben genauso ereignisreich wie das ihrer quirligen Serienfigur Phoebe. Dem Showbiz bleibt sie zwar treu, doch der Trubel spielt sich von dort an bei ihr besonders zu Hause ab. 2011 bringt sie ihren Sohn Milo Thomas zur Welt.

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Weinsteins Anwälte äußern sich

Weinsteins Anwältin Phyllis Kupferstein erklärte in einem Statement, aus dem der "Hollywood Reporter" zitiert, dass die Vorwürfe unbegründet seien. "Ein für alle Mal wird Rose McGowan klargemacht werden, was sie ist: eine Person, die nach Aufmerksamkeit und Geld sucht", so Kupferstein. "Wir werden zeigen, dass dieser Fall keine rechtliche Grundlage hat."

MeToo-Bewegung: McGowan als Vorreiterin

Harvey Weinstein

Bereits seit Herbst 2017 werden Weinstein zahlreiche sexuelle Vergehen vorgeworfen. Die "Charmed"-Schauspielerin war eine der ersten Frauen, die Vorwürfe über sexuelle Übergriffe von Weinstein publik gemacht. Viele Schauspielerinnen wie Ashley Judd, 51, Angelina Jolie, 44, und Gwyneth Paltrow, 47, folgten ihr. Berichte, die in der "New York Times" und dem "New Yorker" veröffentlicht wurden und sein angebliches Verhalten detailliert beschrieben, trugen dazu bei, die #MeToo-Bewegung auszulösen. Weinstein bestreitet alle Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Geschlechtsverkehr. In New York wird es im kommenden Jahr einen Strafprozess gegen ihn geben.

Verwendete Quellen: "The Hollywood Reporter"

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