Mesut Özil: Seine Kampagne kämpft dagegen, wofür Trauzeuge Erdogan steht

Mesut Özil hat ein neues Ziel: Neben seinem sportlichen Erfolg will er sich fortan gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung einsetzen. Ein Vorhaben, das in Hinblick auf die Wahl seines Trauzeugen Fragen aufwirft  

Überraschende Neuigkeiten von Mesut Özil, 30: Mit seiner Kampagne #YourStoryYourVoice will sich der Fußballer gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung einsetzen. Eine Neuigkeit, die aufhorchen lässt. 

Mesut Özil: Auf Instagram teilt er den Inhalt seiner Kampagne 

Auf Instagram veröffentlicht Mesut Özil sein Vorhaben in einem mehrseitigem Post. Er beginnt, seine Kindheit in Gelsenkirchen sowie seine ersten Schritte als Profi-Fußballer zu beschreiben. Doch neben all dem Erfolg sei es ihm nun wichtig, die Werte wie Respekt, Ehrlichkeit und Integrität weiter zu verbreiten. Außerdem spiele das Thema Gleichberechtigung für ihn eine entscheidende Rolle, schließlich wisse er persönlich wie es sich anfühlt, in der Opferrolle zu sein. Es sei ihm weiter auch wichtig, seine ingesamt 80 Millionen Fans auf all seinen Social-Media-Kanälen zu Wort kommen lassen. 

Der Arsenal-Star will sich außerdem für Umweltschutz und die Fürsorge für Menschen mit psychischen Erkrankungen engagieren. Um die Aufmerksamkeit auf diese Themen zu lenken fordert er seine Follower auf, ihm Videos mit entsprechendem Material zu schicken. Diese will der 30-Jährige dann auf seinen sozialen Kanälen teilen. "Zusammen können wir einen Unterschied machen", lautet Özils Appell. 

Ein scheinheiliges Vorhaben?

Der Gedanke von Mesut Özil ist nobel, doch ist er auch glaubwürdig? Erst vor Kurzem heiratete der Fußballer seine Verlobte Amine Gülşe, 26, als Trauzeuge stand ihm Recep Tayyip Erdoğan, 65, zur Seite. Der türkische Präsident Erdoğan gilt als umstrittener Autokrat dem vorgeworfen wird, Minderheiten zu verfolgen, Journalisten einzusperren und Menschenrechte zu missachten, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Wie passt es da zusammen, dass Mesut Özil in seinem Statement dazu auffordert, "(...) das nächste Mal, wenn Ihr Missbrauch und Diskriminierung seht oder hört, für das Richtige aufzustehen"? Meint der ehemalige DFB-Spieler damit auch das Aufstehen für die politischen Häftlinge, die wegen zweifelhafter Vorwürfe in der Türkei inhaftiert sind?

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Jahrelang war Mesut Özils Vater Mustafa der Manager seines Sohns. Nach Meinungsverschiedenheiten gehen die beiden beruflich allerdings jetzt getrennte Wege und auch privat haben Vater und Sohn kein gutes Verhältnis. Sogar dem Ja-Wort seines Sohnes durfte Mustafa nicht beiwohnen. Mehr dazu sehen Sie im Video.
©Gala

Verwendete Quellen: Instagram 

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