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Ohne die deutsche Nationalmannschaft? Mesut Özil wird am Länderspiel-Wochenende heiraten

Amine Gülse und Mesut Özil
Amine Gülse und Mesut Özil
© instagram.com/m10_official
Weltmeister Mesut Özil wird seiner Freundin Amine Gülse das Ja-Wort geben. Ob es wohl Zufall ist, dass die Hochzeit des Weltmeisters ausgerechnet auf ein Wochenende fällt, an dem die deutsche Mannschaft ein entscheidendes Fußballspiel zu meistern hat? 

Die Aufregung um Mesut Özil, 30, will einfach nicht abnehmen. Privat distanziert sich der gebürtige Gelsenkirchener immer mehr von Deutschland und wendet sich dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, 65, zu. Während der Politiker angeblich sogar Özils Trauzeuge sein soll, werden seine ehemaligen Mannschaftskollegen wohl kaum auf der Hochzeit erscheinen. 

Mesut Özils Hochzeitsdatum steht fest

Am 7. Juni will der Weltmeister mit seiner Freundin Amine Gülse vor dem Altar treten. Am Tag danach wird Deutschland in der EM-Qualifikation gegen Weißrussland spielen. Die Mannschaft wird vor so einem wichtigen Spiel wohl kaum mit Mesut Özil auf seiner Hochzeitsfete das Tanzbein schwingen. Ob sie überhaupt eine Einladung zum Liebesfest erhalten haben, ist nicht bekannt. Es soll jedoch mittlerweile feststehen, dass Erdogan als Ehrengast auf der Hochzeit des Fußballers erscheinen wird. Das berichtet zumindest die Zeitung "Hürriyet". Laut dem Bericht, soll das Paar den Präsidenten am Flughafen in Istanbul getroffen haben und ihn zu der Hochzeit eingeladen haben. Angeblich soll Erdogan auch Özils Trauzeuge sein. Özil hat weder das noch die Einladung des Präsidenten offiziell bestätigt. 

Das Nationalmannschafts-Aus von Mesut Özil

Für Kritiker befeuern die Gerüchte allerdings die Diskussion um den ehemaligen Nationalspieler. Im Mai 2014 hatten Özil und sein Nationalmannschaftskollege, Ilkay Gündogan, dem türkischen Präsidenten ein Trikot überreicht. Das gemeinsame Foto sorgte im Sommer 2018 für einen landesweiten Skandal. Schließlich galt der Deutsche mit türkischen Wurzeln immer als Vorbild gelungener Integration. Kritiker nahmen das Foto allerdings zum Anlass, genau das in Frage zu stellen. Während Özil sich lange nicht äußern wollte, übte DFB-Präsident Reinhard Grindel Druck aus und forderte eine Stellungnahme des Spielers. Dieser fühlte sich unfair behandelt und warf dem DFB Rassismus vor. Sein Statement lautete: "Mit schwerem Herzen und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr für Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre." Um Politik sei es ihm bei dem Treffen mit Erdogan nie gegangen. Viel mehr ginge es um Respekt vor dem höchsten Amt "des Landes meiner Familie". Die Message ist klar: Heimat gibt es auch im Plural, doch diese Erkenntnis hat der deutsche Fußball leider verpasst. 

reb Gala

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