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Melania Trump Wie funktioniert die Ehe mit Donald?

Donald und Melania Trump
Donald und Melania Trump
© Reuters
Melania Trump brüskierte ihren Mann vor aller Welt. Wie es um die Ehe des US-Präsidenten steht und wem die First Lady doch die Hand reichte

Sie hatten sicher keinen Sinn für den atemberaubenden Blick aus der Suite des Hotels "The King David". Die Stadtmauern, Minarette und Kuppeln von Jerusalem blieben unbeachtet, als Donald Trump, 70, und Ehefrau Melania, 47, sich am späten Abend in die Räume der legendären Luxusherberge zurückzogen. Stattdessen: Krisengipfel.

Skandal in Israel

Schon am dritten Tag drohte die erste Auslandsreise des US-Präsidenten zu einem riesengroßen Desaster zu werden. Wenige Tage, bevor der mächtigste Mann der Welt mit seinem rüden Auftritt die europäischen Partner brüskierte, musste er selbst eine herbe Niederlage einstecken. Dass Melania bei der Ankunft in Israel auf dem roten Teppich die Hand ihres Gatten lieblos zur Seite geschoben hatte – ein Skandal! Und Wasser auf die Mühlen der Trump-Kritiker. Chrissy Teigen etwa twitterte, "wie sehr Melania ihn hassen muss", und Schauspieler George Takei sah Melanias Reaktion gar stellvertretend für "alle von uns".

Selbstkontrolle ist ihr wichtig

Man kann die Antipathie, die der Präsident zweifellos bei vielen Menschen auslöst, einfach so auch seiner Ehefrau unterstellen? "Melania würde ihren Mann niemals bewusst lächerlich machen", sagt eine enge Vertraute der Slowenin zu GALA. Sie vermutet vielmehr, dass die First Lady es unangemessen fand, öffentlich Zärtlichkeiten zu zeigen. Auch wenn Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und seine Frau Sara wenige Schritte vor den Gästen aus Amerika ebenfalls Händchen hielten. Die Vertraute: "Melania ist peinlichst darauf bedacht, keinen Fehler zu machen. Sie hat sich akribisch auf die Reise vorbereitet und die Etikette studiert." Selbstkontrolle, mit der das Ex-Model seit der Kindheit durchs Leben geht und die sie häufig wie versteinert wirken lässt.

Anderes Auftreten als bei den Obamas

Fast wehmütig denkt man an Trumps Amtsvorgänger Barack Obama und seine Ehefrau Michelle zurück, die sich selbst bei offiziellen Auftritten eng aneinander schmiegten. Ein Dream-Team als Retter der Welt. Echte Gefühle sind bei Mr and Mrs Trump hingegen Fehlanzeige. Und dass Melania bei der Ankunft in Rom ein zweites Mal die Hand ihres Ehemannes abwies und sich wie zufällig durchs Haar strich, macht die Sache nicht besser …

Es klingt absurd, dass derlei Banalitäten die Schlagzeilen beherrschen, während es etwa beim G7-Gipfel auf Sizilien um so bedeutende Themen wie Handelspolitik und Klimaschutz ging. Aber verständlich ist das Interesse am Zustand der Ehe eines Präsidenten schon. Wer mag sich den impulsiven, selbstgefälligen Republikaner vorstellen, wenn er in seiner männlichen Eitelkeit verletzt ist, verlassen und allein?

Donald und Melania Trump
Donald und Melania Trump
© Getty Images

Keine akute Krise

Von einer akuten Krise aber, so erfährt GALA aus dem direkten Umfeld, kann nicht die Rede sein. Große Liebesgesten sind dennoch auch künftig nicht zu erwarten. Hölzern wirken die beiden, auch als sich ihre Finger kurz nach dem zweiten "Hand-Gate" während der Besichtigung der Sixtinischen Kapelle dann doch noch ineinander verschlingen. Meistens aber positioniert Melania sich eher abgeneigt statt zugewandt neben ihrem Gatten, die Miene kühl, der Blick starr. Und Millionen Zuschauer können ihr Verhalten nur allzu gut nachvollziehen.

Eine Trennung ist nicht zu erwarten

Doch sie selbst ist im Reinen mit dieser Ehe. Liebe oder Pragmatismus? Das weiß nur sie. Fakt ist: Seit 20 Jahren sind die beiden liiert, seit zwölf verheiratet. Auch Melanias Eltern und ihre Schwester leben heute in Immobilien des Milliardärs und genießen das Leben ohne finanzielle Sorgen. Verlassen würde Melania Donald schon wegen des gemeinsamen Sohnes Barron nicht, so die Einschätzung von Freunden. Dem Elfjährigen würde sie nie eine Trennung der Eltern zumuten.

Melania wollte nie First Lady sein. Aber sie hat die Herausforderung zu 100 Prozent angenommen und wird das durchziehen

sagt ihre Vertraute.

Selbstsicheres Auftreten

Und tatsächlich präsentierte sie sich vergangene Woche überraschend stark, etwa als sie in Riad offizielle Termine ohne Kopfbedeckung absolvierte und so ein Zeichen für Emanzipation setzte. Und auch Gefühle zeigte Melania. In mehreren Städten besuchte sie kranke Kinder, bastelte und spielte mit ihnen und ließ freimütig Selfies mit sich machen. Die First Lady umarmte dabei die Mädchen und Jungen. Und hielt ihre Hände.

Mitarbeit: Dagmar Gnosa Gala

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