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Melania Trump Beleidigend? Werbung mit First Lady sorgt für Wirbel

Melania Trump ist neues Werbegesicht einer Sprachschule. Das allerdings unabsichtlich
Melania Trump ist neues Werbegesicht einer Sprachschule. Das allerdings unabsichtlich
© Getty Images
Ein Unternehmen in Osteuropa wirbt unerlaubt mit dem Konterfeit der US-First-Lady und das mit einem Slogan, den einige Beobachter als reichlich uncharmant empfinden. Dafür könnte es Ärger geben

Das Gesicht von Melania Trump, 47, ziert Titelblätter unzähliger Zeitungen, Magazine und Internetseiten - und jetzt auch mehrere Werbeplakate. Die Freude darüber dürfte sich bei der Ehefrau von Donald Trump, 71, allerdings in Grenzen halten.

Melania Trump soll Lust auf Sprachkurse machen

In der kroatischen Hauptstadt Zagreb sind fünf Plakate aufgehängt worden, die die First Lady bei einem Auftritt am 18. Juli 2016 in Cleveland, Ohio, zeigen. Damals befand sich ihr Ehemann Donald Trump mitten im Wahlkampf um das Amt des US-Präsidenten und sollte von Melania durch ihre erste öffentlichen Rede als mögliche First Lady unterstützt werden. Ein besonderer Moment, bedenkt man, dass Melania als Kind eines Autohändlers und einer Fabrik-Angestellten in Slowenien zur Welt gekommen ist. Findet offenbar auch das Amerikanische Institut in Zagreb und will sich den phänomenalen Aufstieg des Ex-Models zu nutze machen. 

Fragwürdiger Slogan

"Stellen Sie sich nur mal vor, wie weit Sie kommen könnten mit – einem kleinen bisschen Englisch"

lautet der Werbespruch, der gemeinsam mit dem Foto der First Lady zum Besuch von Sprachkursen animieren soll. Doch ist das wirklich als Kompliment und Ansporn gemeint? Immerhin spricht die 47-Jährige bei mit einem deutlich osteuropäischen Akzent, wie Auftritte zeigen.

Mit diesem Plakat mit einem Bild der First Lady rührt eine Sprachschule die Werbetrommel
Mit diesem Plakat mit einem Bild der First Lady rührt eine Sprachschule die Werbetrommel
© Reuters

Die First Lady ist ein Vorbild 

Kampagnen-Leiterin Ivis Buric dementiert einen möglichen Zynismus: "Melania musste Reden auf Englisch halten und riesige Menschenmengen mit einer fremden Sprache erreichen. Nicht jede kann eine der mächtigsten Frauen der Welt werden.“ Diese Leistung könne man ihr nicht absprechen, egal, was man sonst von ihr halte. 

Droht Ärger?

Auch wenn die Werbung positiv gemeint ist, könnte es unangenehm für die Sprachschule werden: Eine Erlaubnis, mit der First Lady zu werben, hat sie nicht. Um sich gegen solch unlauteres Vorgehen zu wehren, hat Melania Trump laut der "New York Times" Anwälte vor Ort angeheuert, um ihre Rechte zu wahren.

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