VG-Wort Pixel

Melania Trump 1:0 für Melania

Melania Trump
© Getty Images
Kann sie First Lady sein? Diese Frage stellte GALA vor einem Jahr beim Amtsantritt in Washington. Zwischenbilanz heute: Melania Trump ist auf jeden Fall lernfähiger als ihr Gatte, der Präsident

Diese Abende liebt sie. Wenn sie mit Freundinnen auf den riesigen Sofas zusammensitzt und trotzdem einfach mal vergisst, dass man sich im Weißen Haus aufhält. In dieser Runde spielt es keine Rolle, dass Melania Trump, 47, die First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika ist, Ehefrau von Donald Trump, 71. Für die Besucherinnen aus New York ist sie eine von ihnen: Man plaudert über Mode, tauscht Erziehungstipps aus. "Melania hat sich nicht verändert, sie ist sich treu geblieben", sagt eine Vertraute, die wie die anderen Freundinnen auch inzwischen immer beruhigt aus Washington D. C. abreist. "Wir sind alle stolz, wie gut sie sich in ihre Rolle eingelebt hat."

Erfolgreiche First Lady

Tatsächlich schneidet die Gattin nach einem Jahr besser ab als der Präsident. Klar gab es Pleiten, Pech und Pannen. Und ja, etwas unfair ist der Vergleich schon, trägt das Staatsoberhaupt doch die ganze Verantwortung. Doch während ihr Mann von seinen politischen Versprechen bislang kaum etwas einlösen konnte und sich von einem Skandal zum nächsten poltert, hat Melania, das Ex-Model aus Slowenien, auf ihrer persönlichen To-do-Liste schon zwei wichtige Punkte abgehakt.

Sohn Baron lebt unbehelligt

Die Löwenmutter schaffte es zum einen, ihren Sohn Barron, 11, komplett aus der Öffentlichkeit rauszuhalten. Sie ließ ihn bis zum Sommer ganz entspannt das Schuljahr in New York beenden. Anfang September hatte er dann ohne jede Aufmerksamkeit seinen ersten Schultag an der St. Andrews Episcopal School, einer Privatschule in Maryland.

Erfolg Nummer 2

Wer redet eigentlich noch von Ivanka, 36, Donald Trumps Tochter aus erster Ehe? War die First Daughter zunächst die repräsentative Frau an seiner Seite, so hat Melania ihre Stieftochter mittlerweile in die Schranken verwiesen. Auch wenn Ivanka wie ihr Ehemann Jared Kushner, 36, zum Beraterstab des Vaters gehört und ihn auf Reisen begleitet – die Aufmerksamkeit hat: Melania. "Es gibt nur eine First Lady, und für die ist es eine Ehre, diesen Titel zu tragen", ließ Melania kürzlich in Richtung von Ivankas Mutter Ivana, 68, verlauten, als die bei einer Buch-Promotion süffisant meinte, sie sei nun mal die erste Ehefrau gewesen, also die wahre "First Lady." Melania konterte, sie als First Lady werde ihre Position nutzen, um Kindern zu helfen und nicht, um Bücher zu verkaufen.

Klare Haltung

Rumms, das saß! So viel Power hatte man der Frau, die bei Auftritten extrem zurückhaltend wirkt und sich oft hinter einer XXL-Sonnenbrille versteckt, nicht zugetraut. Doch Melania sieht sich selbst offenbar eher in einer Reihe mit starken Frauen wie Angela Merkel und Theresa May. Wie die Regierungschefinnen verzichtete auch sie bei einem Besuch in Saudi-Arabien auf eine Kopfbedeckung. In dem streng islamischen Staat ein mutiges Statement für Gleichberechtigung. Auch daheim, so erzählen Freunde, zeigt Melania klare Kante. Präsentiert der Ehemann sich nach außen als Macho, stellt sie in der Beziehung die Regeln auf. Die Ehe – ein Deal? Fakt ist: Donald braucht Melania mehr als sie ihn. Eine heile First-Family-Welt ist die Basis für sein konservatives Image.

In der Gegenwart von Kindern wird sie locker: Die First Lady im Kalligrafie-Kurs einer Tokioter Grundschule
In der Gegenwart von Kindern wird sie locker: Die First Lady im Kalligrafie-Kurs einer Tokioter Grundschule
© Reuters

Hier wirkt sie lockerer

Wirklich herzlich wirkt das Paar nie. Man hat sogar den Eindruck, Melania vermeide den Körperkontakt. Kerzengerade und starr steht sie an seiner Seite, vorige Woche etwa auf den Stationen der Asien-Reise. Locker wird sie dagegen, wenn sie bei einem ihrer vielen Termine mit Kindern in Kontakt kommt. Dann lacht sie herzlich, umarmt die Kleinen. Hier liegt ihre Chance, das Profil als Charity-Lady weiter zu schärfen, so der Tipp von Imageberatern.

Melania Trump als Stil-Ikone

Stil-Ikone ist sie ohnehin schon. Versuchte sie anfangs noch, ihrer legendären Vorgängerin Jackie Kennedy nachzueifern, hat sie mit Hilfe des Stylisten und Designers Hervé Pierre ihre eigene modische Linie gefunden. Sie setzt auf Luxus und gilt als "Queen der Anlassmode". Heißt: Geht es nach China, müssen Ming-Prints her, in Japan ist es der Origami-Look, und wenn sie Soldaten besucht, richtig, eine Military-Jacke. Die hilft sicher auch beim Kampf gegen Vorurteile.

Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken