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Meghan Trainor Kein Sex während der Schwangerschaft? Ein Frauenarzt klärt auf

Meghan Trainor
© Getty Images
Meghan Trainor ist überglücklich. Lange hat sie sich ein Kind gewünscht, nun ist die Sängerin schwanger. An Sex sei für sie seither nicht zu denken. Über die Vorteile von Geschlechtsverkehr in dieser Zeit und wann Paare doch verzichten sollten, klärt Frauenarzt Dr. Christian Albring auf.

Meghan Trainor, 26, und ihr Mann Daryl Sabara erwarten Anfang 2021 ihr erstes Kind. Ein kleiner Junge wächst im Bauch der Sängerin heran, die stolzer nicht sein könnte. Doch der Gedanke an ihr ungeborenes Baby lösen in der "All About That Bass"-Interpretin auch mentale Blockaden aus. Mit ihrem Mann könne sie nicht mehr intim werden.

Meghan Trainor: "Geistig kann ich keinen Sex haben"

"Vielleicht ist das seltsam, aber geistig kann ich keinen Sex haben, während unser Sohn zwischen uns steht", erklärt Trainor im Interview mit "Today Parents". Zwar habe sie gehört, dass sich der Akt besonders in dieser Zeit gut anfühle, doch alles woran sie denken kann, ist, "dass da ein kleiner Junge in meinem Bauch ist." 

GALA sprach mit Frauenarzt Dr. Christian Albring, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, über die Sorgen von Paaren und die Fragen, die während dieser besonderen Zeit am häufigsten auftauchen. 

GALA: Dr. Albring, verlieren Schwangere und ihre Partner häufig die Lust an Sex während der Schwangerschaft?

Dr. Albring: Nein, tatsächlich tritt dies eher weniger auf. Oftmals haben schwangere Frauen sogar vermehrt Lust auf Sex während der Schwangerschaft. Das liegt zum einen an den Hormonen, zum anderen daran, dass die Klitoris und Scheide stärker durchblutet und somit sensibler sind - der Geschlechtsverkehr wird dann oftmals intensiver und als besser wahrgenommen. Auch ist die Frau in den Augen des Mannes in dieser Phase sehr attraktiv: sie wird kurviger, bekommt größere Brüste und der Partner sieht sie in einem ganz anderen Licht.

Wenn Paare Sorgen äußern, mit welchen Fragen kommen sie dann gezielt auf Sie zu?

Frauen, die vielleicht vorher eine Fehlgeburt erlitten haben, sind oft vorsichtiger und natürlich möchte auch der Partner dem Kind nicht schaden und hält sich zurück. Die Frage "Dürfen wir Sex haben?" ist wohl die gängigste. Wichtig ist, mit Fragen zu einer Fachfrau oder einem Fachmann zu gehen. Sorgen werden meist durch Erzählungen oder Gelesenes aus dem Internet geschürt. Der Gynäkologe kann aufklären und Rat geben. 

Gibt es denn etwas, auf das Schwangere und ihre Partner achten müssen?

Wichtig ist, auf die Hygiene zu achten, um Keime und Infektionen zu vermeiden. Der Mann sollte seinen Penis immer mit Seife waschen, während bei der Frau durch die Schleimhaut klares Wasser ausreicht. Sollte es dennoch zu einer Infektion kommen, unbedingt einen Facharzt aufsuchen. Wenn Paare sich unsicher fühlen oder Angst haben, dass es zu einer Kontaktblutung kommt (hierbei können leichte Blutungen beim Sex durch das Einreißen kleiner Blutgefäße am Muttermund entstehen), dann sollten sie eine andere Stellung ausprobieren, bei der der Mann nicht allzu tief in die Scheide eindringt.

Wann raten Gynäkologen von Sex innerhalb der Schwangerschaft ab?

Das ist ganz individuell. Wenn sich gegen Ende der Schwangerschaft der Gebärmutterhals bereits verkürzt, wird unter Umständen von Sex abgeraten. Aber grundsätzlich kann der Geschlechtsverkehr innerhalb der Schwangerschaft problemlos ausgeführt werden. Kommt es zu einer Kontaktblutung nach dem Sex, ist es wichtig, diese beim Frauenarzt abklären zu lassen.

Oftmals scheint es eher psychischer Natur zu sein, weshalb Paare auf Sex verzichten wollen. Was sagen Sie dazu?

Dieser Gedanke an die dritte Person, die "zwischen dem Paar" ist, ist ein reines Gefühl der Frau oder des Mannes, das ist halt so. Dabei nehmen sich die beiden dadurch selbst leider viel Zweisamkeit. Sex sorgt für ein Wohlgefühl. Natürlich kommt es immer auf den Zeitpunkt an. Zu Beginn einer Schwangerschaft fühlen sich manche Frauen nicht wohl, leiden unter Übelkeit und die Brüste schmerzen. Sex ist aber auch durchaus ratsam. Zum Ende der Schwangerschaft kann das Prostaglandine, das im Sperma des Mannes enthalten ist, die Geburt sogar fördern.

Verwendete Quellen: eigene Recherche, Today Parents, Cosmopolitan

Gala

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