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Megan Fox Endlich angekommen


Für Megan Fox ist die Schwangerschaft eine Befreiung: Nun kann sie ihr Luder-Image ablegen

Eine Szene purer Innigkeit.

Er sitzt vor seiner Frau, streichelt und küsst ihren Bauch, umfasst sie sanft. Sie schaut liebe voll mal auf ihn, dann wieder auf ihren Bauch. Die zarte Rundung über dem Maxirock steht eindeutig im Mittelpunkt: Megan Fox, 26, und Brian Austin Green, 38, erwarten Nachwuchs. Auf der hawaiianischen Insel Koni beging das Paar seinen zweiten Hochzeitstag und ließ sich bei der Zweisamkeit zu dritt fotografieren.

Doch so inszeniert die Bilder auch sein mögen - das Glück ist echt. Für die Schauspielerin geht der sehnlichste Wunsch in Erfüllung. "Niemand glaubt mir, wenn ich das sage, aber ich bin wirklich der mütterliche Typ", sagte Megan Fox dem Magazin "W" bereits vor zwei Jahren. "Manchmal sorge ich mich sogar, dass es ausgerechnet bei mir nicht klappen wird, weil ich mir so sehr ein Kind wünsche!" Vielen fiel es zunächst wirklich schwer, der Sex-Sirene aus den "Transformers"-Blockbustern diesen Herzenswunsch abzunehmen. Der Frau, die sich von Terry Richardson - bekannt für seinen pornografischen Blick - fotografieren ließ. Die in Interviews wahlweise über Bisexualität oder Masturbation plauderte. Oder scheinbar abgeklärt urteilte: "Wir Frauen werden auf den Massenmarkt zugeschnitten. Du wirst verkauft, und das ist okay, wenn du weißt, wie du das nutzen kannst." Dass sie vom "Zuschneiden" sprach, war doppeldeutig. Denn diverse Schönheits-OPs haben über die Jahre aus dem Mädchen aus Tennessee den Vamp gemacht. Es klang selbstbewusst, wenn Megan Fox in ihren guten, actionreichen Hollywood-Jahren von sich selbst und ihrer Rolle im Business sprach. Sie vermittelte die Botschaft: Ich habe einen tollen Körper und setze ihn erfolgreich ein. Im "Gala"-Interview 2010 sah das so aus: Genüsslich nahm sie ein Bonbon aus ihrem Mund und fuhr sich damit über die Lippen ...

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Irgendwann wirkte Megan Fox aber seltsam widersprüchlich. "Ich hatte schon immer eine große Klappe!", beteuerte sei einerseits - und erzählte dann wieder, sie sei doch eigentlich schüchtern und male zu Hause Ölbilder. Außerdem leistete sie sich jetzt Ausraster. So verglich sie bei einem Streit "Transformers"-Regisseur Michael Bay mit Adolf Hitler. Prompt ersetzte Produzent Steven Spielberg sie 2010 im dritten Teil durch Rosie Huntington-Whiteley. Frisches Augenfutter ist in Hollywood stets verfügbar. Es ging es nur noch bergab. Seit 2008 hatte Megan Fox drei Jahre lang in Folge die "FHM"- Liste der "Sexiest Women In The World" angeführt, seitdem reichte es gerade mal für zwei Nominierungen zur Goldenen Himbeere, den Preis für besonders schlechte Filme. Sie wollte den Image-Wandel vom Pin-up- Girl zur seriösen Schauspielerin. Bis jetzt ist er ihr noch nicht gelungen. Dabei ist sie in Hollywoodkreisen durchaus beliebt. "Megan ist eine sehr kluge Frau", sagt Holly McKay, bei Fox News Reporterin für Populärkultur. "Sie ist offen, authentisch und sagt immer, was sie denkt. Vielleicht sagt sie manchmal zu viel, aber sie ist ein erfrischender Kontrast zur Hollywood-Maschinerie." Nach zwei Jahren abseits des großen Blitzlichtgewitters scheint Megan Fox jetzt bei sich angekommen zu sein. Auch die inzwischen sechsfache Mutter Angelina Jolie hat es ja geschafft, sich von ihrem Lara- Croft-Image zu lösen, wird als Schauspielerin, Regisseurin und Wohltäterin überall anerkannt. Und mit Angelina wurde Megan schon sehr oft verglichen ...

Bettina Klee Mitarbeit: Ariane Sommer

gala.de

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