Materia "Homophobie ist dumm"

Materia
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Rapper Materia hat Respekt vor Hip-Hoppern, die sich als schwul outen.

Materia (29) hat kein Problem mit homosexuellen Rappern.

"Im Hip-Hop ist eine Grundregel, dass der Schwächere verteidigt wird. Ich komme aus Rostock, und da kamen die, die von anderen ausgegrenzt wurden, immer zu uns. Jeder Mensch ist gleich - und wenn einer sagt, dass er schwul ist, dann ist das perfekt für mich. Homophobie ist dumm und hinterm Mond", untermauerte der erfolgreiche deutsche Rapper ('Zum König geboren') seine Einstellung im Gespräch mit 'RP-Online'. Er selbst würde sich outen, wenn er auf Männer stehen würde: "Absolut. [US-Sänger] Frank Ocean hat es in Amerika ja gerade gemacht. Jeder Rapper, der sich outet, hat den absoluten Segen von mir."

Warum gerade im Sport die meisten immer noch zu diesem Thema schweigen, konnte Materia nicht erklären. Trotzdem machte er sich seine Gedanken dazu: "In der Musik gab es immer Schwule wie Elton John oder George Michael. Beim Sport ist es eher wie in einem Gladiatorenkäfig. Sie haben vielleicht Angst, den Löwen zum Fraß vorgeworfen zu werden, wenn sie einen Elfmeter verschulden oder ein Eigentor schießen."

In seiner Karriere hat der gebürtige Rostocker schon mit einigen Stars gearbeitet, darunter Jan Delay, Peter Fox und Casper. Campino, Frontmann der 'Toten Hosen', ließ sich beim Verfassen der Texte zum aktuellen Album 'Ballast der Republik' von Materia unterstützen. Seine Inspiration aber holt der Vater eines Sohnes woanders: "Björk ist meine Lieblingskünstlerin, wegen der bin ich inspiriert worden, Musik zu machen. Ich würde jeden Cent, den ich habe, dafür geben, wenn ich mit ihr 'nen Song machen könnte", schwärmte Materia.

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