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Marlene Lufen Vergewaltigungs-Doku soll Mut machen

Marlene Lufen
© Picture Alliance
Marlene Lufen will anderen Vergewaltigungsopfern mit der Dokumentation "Vergewaltigt – warum so viele Frauen schweigen" Mut machen

Vor knapp vier Monaten schockierte Marlene Lufen mit der Aussage auf Facebook, als junge Frau von einem Fotografen vergewaltigt worden zu sein. Anlass zu dem Post gab ihr der Prozess um Gina-Lisa Lohfink. Nun will Marlene auch anderen Opfern Mut machen, eine Tat nicht zu verheimlichen und Anzeige zu erstatten. Heute Abend um 22.30 Uhr auf Sat.1 will sie genau das mit der Dokumentation "Vergewaltigt – warum so viele Frauen schweigen" erreichen.

Marlene Lufen will Mut machen

"Brecht Euer Schweigen. Erzählt Eure Geschichten. Ihr seid nicht allein! Meine Geschichte ist nur der Auslöser für die Recherche und diesen Film. Ich hatte mich bei den Drehs auf intensive Gefühle eingestellt und auch darauf, dass es hart wird, sich solche Geschichten anzuhören. Was ich allerdings von einigen erzählt bekam, übersteigt alles, was ich mir bis dahin vorstellen konnte", so Marlene. In der Dokomentation werden Opfer vorgestellt und ihre Geschichten erzählt. Doch die Sat.1-Frühstückfernsehen-Moderatorin spricht nicht nur mit Frauen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie sie, sie begibt sich auch selbst noch mal in die Situation des Opfers.

Die Moderatorin im Selbsterfahrungstest

In einem Selbsterfahrungstest stellt sie sich den unangenehmen Fragen in einem Polizeiverhör: "Ich war überrascht, dass ich oft immer wieder die gleichen Fragen beantworten musste. Aber ich habe mich wohlgefühlt dabei, auch wenn es an die Substanz geht." Bleibt zu hoffen, dass Marlene Lufen genau das durch die Dukumentation schafft, was sie sich als Ziel gesetzt hat: Anderen Betroffenen helfen, ihr Schweigen zu brechen. Damit die Täter endlich für das, was sie den Opfern angetan haben, die Konsequenzen erfahren.

jno Gala


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