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Marlene Lufen So reagieren ihre Fans

Marlene Lufen
© Picture Alliance
Marlene Lufen macht aufgrund des Urteils über Gina-Lisa Lohfink ein heftiges Geständnis auf Facebook

Update: 25. August, 15 Uhr

Vor zwei Tagen schockte Marlene Lufen, 45, mit der Enthüllung, als junge Frau um ein Haar das Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein. Anlass für Lufens Enthüllung war das Urteil im Sex-Prozess um Gina-Lisa Lohfink. Das Reality-Sternchen wurde zu 20.000 Euro wegen Falschverdächtigung verurteilt, weil sie zwei Männern der Vergewaltigung bezichtigt hatte.

So reagieren Marlene Lufens Fans auf ihre Fast-Vergewaltigung

Mit ihrem mutigen Facebook-Post stößt die Moderatorin auf riesige Resonanz: Mehr als 545 Mal wurde der Beitrag geteilt, fast 1000 Mal kommentiert.

"Liebe Marlene, ich finde es sehr gut und mutig, auch nach dieser langen Zeit, Dein persönliches Erlebnis öffentlich zu machen" und "Danke, Marlene Lufen, dass Du über Dich das schreibst. Ich weis auch wie das ist!!!" sind nur zwei der verständnisvollen Kommentare. Während User und Frauen, die selbst sexuelle Gewakt erlebt haben, Lufens mutigen Schritt in die Öffentlichkeit honorieren, ist die Meinung über Gina-Lisa Lohfink überwiegend negativ.

Das sagen die Kritiker

"Das, was du schreibst, Marlene, ist echt sehr ehrlich von dir. Mein Respekt hast du von ganzem Herzen! Was diese Gina-Lisa Lohfink angeht: Ich glaube es der absolut nicht. Wer so ein Traumatisches Erlebnis erlebt hat,der macht so ein 'PR-Gag'." Ein anderer pflichtet bei: "Wenn Du nicht vergewaltigt worden bist, dann halte besser den Mund. Verleumdung ist nämlich genauso eine Straftat wie das Vorspiegeln einer Straftat.

Einige User denken auch an die Konsequenzen für die Männer, denen die Vergewaltigung von Gina-Lisa vorgeworfen wird. "Was ist mit den Männer, die durch solche Falschaussagen und falsche Beschuldigungen verurteilt werden???.......Genau durch solche Frauen wie GL wird der Rechtstaat auf den Kopf gestellt", gibt ein User zu bedenken.

Der Fall Gina-Lisa Lohfink bewegt Deutschland

Hat Ex-"Germany's Next Topmodel"-Kandidatin Gina-Lisa gelogen und die angebliche Vergewaltigung dramatisiert oder ist sie Opfer der Justiz, das vom zuständigen Gericht von Anfang an falsch beurteilt wurde?

Das Urteil besagt zwar, dass es keine Vergewaltigung war. Trotzdem gehen die Meinungen über das Urteil nach wie vor auseinander, ebenso über die Konsequenzen für andere Frauen und Männer, denen ähnliches passiert ist. Während die Staatsanwältin meint, Gina-Lisa verhöhne mit ihre Aussage, vergewaltigt worden zu sein, die wahren Opfer, sehen andere in dem Urteil ein großes Problem.

So auch Marlene Lufen, die auf Facebook nicht nur Partei für Gina-Lisa ergreift, sondern mit dem Geständnis schockiert, selbst fast einer Vergewaltigung zum Opfer gefallen zu sein.

Marlene Lufen macht ein trauriges Geständnis

"Als Journalistin muss ich das Gerichtsurteil gegen Gina-Lisa Lohfink neutral betrachten, ich schreibe hier also als Privatperson. Millionen Frauen werden dieses Urteil als Warnung verstehen: Wenn Dir so etwas passiert, geh nicht zur Polizei!", findet Marlene und beschreibt dann, was ihr als junge Frau passiert ist.

"Als ich 19 war, hat ein Mann versucht, mich zu vergewaltigen. Er war Fotograf, ich war allein mit ihm im Studio, er hat sich auf mich gestürzt, sich auf meine Schultern gestemmt und auf eine Liege gepresst. Meine Gegenwehr hat ihn angespornt. Alles wie im Film, unwirklich, brutal. Nur weil ich mental und vor allem körperlich stark genug war, konnte ich mich befreien und aus dem Haus fliehen."

Danach verschweigt die Frühstücks-TV-Moderatorin den sexuellen Übergriff. "Bin ich danach zur Polizei gegangen? Nein. Bin ich zum Arzt gegangen, um meine Blessuren zu dokumentieren? Nein. Habe ich ihn angezeigt? Nein. Ich habe meine Eltern und meinen Freund angefleht, nichts zu unternehmen. Ich wollte einfach nur ganz schnell vergessen. Seit 20 Jahren mache ich mir Vorwürfe, dass ich ihn damit habe durchkommen lassen."

Sie macht den Usern Mut

Ein heftiges Statement, das sogar eine Userin dazu anregt, auch ihr Schicksal zu teilen: "Ich kann es nachvollziehen, bei mir gings leider anders aus.. Hab es auch nie zur Anzeige gebracht, aus Scharm geschwiegen", schreibt diese. Marlene dankt der Userin mit den Worten: "Das tut mir sehr sehr leid. Danke, dass Du das teilst." Hoffentlich hat Marlene nicht Recht mit der Annhahme, dass sich Millionen Frauen durch das Urteil bei Gina-Lisa wirklich nicht mehr trauen, einen Missbrauch zur Anzeige zu bringen.

jno Gala


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