Mark Forster: So lief das Benefiz-Konzert in Halle

15.000 Menschen setzten am Samstag in Halle ein Zeichen für Toleranz. Bei einem Konzert von Mark Forster gab es kleine Schwierigkeiten.

Mark Forster am Samstag in Halle

"Keine Gewalt!" Diese Worte waren am Samstag gut sichtbar am Roten Turm in Halle zu lesen. Auf dem Marktplatz der Stadt an der Saale hatten sich etwa 15.000 Menschen versammelt. Unter dem Motto #HalleZusammen haben sie zehn Tage nach dem Anschlag eines Rechtsextremisten auf ein jüdisches Gotteshaus mit zwei Toten ein Zeichen gesetzt: für Toleranz, ein friedliches Miteinander und gegen Hass und Ausgrenzung.

Das Motto erinnert an den Wahlspruch des Drittligisten Hallescher FC "Nur zusammen" - ein Fan des Vereins ist eines der beiden Todesopfer des Rechtsterroristen. Mehrere prominente Künstler begleiteten die Veranstaltung, darunter Alice Merton (26), Max Giesinger (31), Liedermacher Joris (29) und Mark Forster (35). Letzterer hatte bei seinem Auftritt mit technischen Problemen zu kämpfen.

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©RTL / Gala

"Die schönsten Szenen des Tages"

Gegen 16.30 Uhr, da hat Forster gerade eine halbe Stunde gespielt, ging plötzlich gar nichts mehr - Stromausfall beim vorletzten Song. Die Videoleinwände wurden dunkel, der Ton war weg. Nach kurzer Verwunderung im Publikum folgen Szenen, von denen ein MDR-Journalist später schreibt, sie gehörten "vielleicht zu den schönsten des Tages": Jubel bricht auf dem Marktplatz aus, viele Fans singen den Refrain des Liedes einfach weiter.

Dann kommen Joris und Giesinger auf die Bühne, stehen ihrem Kollegen bei und singen, auch wenn es keiner mehr im Publikum verstehen kann. Fünf Minuten später ist der Strom wieder da - #Hallezusammen kann wie geplant weitergehen.

Die Toten Hosen, Sebastian Krumbiegel (53) von den Prinzen und Clueso (39) melden sich per Videobotschaft, auch Rea Garvey (46) Stefanie Heinzmann (30), Max Raabe (56) und Peter Maffay (70) haben ihre Beiträge nach Halle geschickt. Sie alle sprechen vom Kampf gegen den Rechtsextremismus.

Der Intendant des Neuen Theaters in Halle, Matthias Brenner (62), richtet am Abend ein unmissverständliches Statement an die Menge: "Wer die Höckes wählt, der wählt den Krieg, der wählt die Spaltung, der wählt Ausgrenzung, der wählt Vertreibung, der wählt den Tod unserer Gesellschaft", ruft er den Menschen auf dem Marktplatz zu. Die beiden Menschen, die der Angreifer anscheinend wahllos erschossen hatte, sie dürften "nicht um sonst auf der Straße liegen geblieben sein".

Gegen halb neun Uhr abends dann betritt Max Giesinger für sein Abschlusskonzert die Bühne. Die Menge vor dem Roten Turm singt nochmal gegen den Hass an, bis sich um kurz nach 22 Uhr der Marktplatz langsam leert.

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