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Marissa Mayer Ein Sohn für Mrs. Manager

Yahoo-Chefin Marissa Mayer brachte am Sonntag einen Sohn zur Welt. Die Managerin war Mittelpunkt einer Debatte um Frauen und Karriere geworden, als sie hochschwanger an die Spitze des Internetkonzerns berufen wurde

Seit Juli ist Marissa Mayer die neue Chefin des Internetriesen "Yahoo". Nun brachte die Karrierefrau am Sonntag einen Jungen zur Welt, wie ihr Mann Zachary Bogue glücklich via Twitter verkündete: "Mutter und Baby geht es großartig, wir könnten nicht begeisterter sein."

Die 37-jährige Mayer plant laut "businessinsider.com" jedoch keinen längeren Mutterschaftsurlaub ein. Sie wird zunächst von zu Hause aus arbeiten und in ein bis zwei Wochen in ihr Büro zurückkehren. So hatte sie es bereits im Juli während eines Interviews mit dem US-Magazin "Fortune" angekündigt.

Diese Aussagen brachten ihr allerdings Kritik ein: Es sei ein großer Fehler, den Beruf so vor die Familie zu stellen, äußerten insbesondere Frauen ihre Skepsis an Mayers ehrgeizigem Plan. Auch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sagte in einem Interview mit "Spiegel Online" Bedenken hinsichtlich des Bildes, das durch solche "Supermütter" entstehen könnte: "Ich sehe es mit großer Sorge, wenn prominente Frauen öffentlich den Eindruck erwecken, der Mutterschutz sei etwas, das eigentlich gar nicht notwendig ist."

Doch auf Marissa Mayer wartet neben der Mutterschaft noch eine weitere Herausforderung: Sie soll das seit Jahren kränkelnde Internet-Unternehmen "Yahoo" reformieren. Der Konzern gilt als Pionier des Internets, hat jedoch den Anschluss an die Konkurrenten "Google" und "Facebook" verloren. Noch in der vergangenen Woche hatte die hochschwangere Mayer ihre Mitarbeiter um sich versammelt, um ihren Sanierungsplan vorzustellen. Die ehemalige "Google"-Vizepräsidentin ist bereits die achte Vorstandsvorsitzende des Unternehmens.

sbu

gala.de

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