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Mariella Ahrens "Ich wurde oft enttäuscht"

Mariella Ahrens 
© Getty Images
Mariella Ahrens hat kein Glück in der Liebe. Weshalb es auch dieses Mal nicht geklappt hat und warum sie trotzdem positiv in die Zukunft blickt.

Kurz vor dem Corona-Lockdown kam das Liebes-Aus. Die Romanze zu IT-Manager Michael Raumann hielt nur zehn Monate. Und so bleibt das Beziehungsleben von Mariella Ahrens, 51, vorerst weiter unbeständig. Doch deswegen Trübsal blasen ist keine Option für die Schauspielerin, die mit ihren Töchtern Lucia, 13, und Isabella, 21, in Berlin-Charlottenburg lebt. 

Mariella Ahrens im GALA-Interview

GALA: Was genau war der Grund für die Trennung? 

Mariella Ahrens: Michael kommt aus dem Rheinland, aber er ist beruflich hauptsächlich im Ausland unterwegs, da blieb wenig Zeit für Zweisamkeit. Wie haben uns lange unterhalten, wie unsere Zukunft aussehen könnte und sind zu dem Schluss gekommen, dass es so nicht klappt. Das war eine erwachsene Entscheidung. Wir sind auch nicht böse miteinander und haben auch noch Kontakt. Ich bin einfach jetzt in einem Alter, wo ich mir sage 'Ich will ankommen', also beziehungstechnisch. In meiner letzten Beziehung war es das Kinderthema, was zur Trennung führte, jetzt ist es der Wohnort. Ich wurde oft enttäuscht. (lacht). Aber ich bin mit mir selber so sehr im Reinen, dass ich ehrlich zu mir bin und auch nicht mehr zu viele Kompromisse machen möchte. 

Vermissen Sie gerade jetzt einen Partner an Ihrer Seite?

Ja, das fehlt schon, Quarantäne-Zeit zu zweit ist natürlich viel schöner. Aber zum Glück kuschelt meine kleine Tochter Lucia auch noch gerne mit mir.

Wie haben Sie sich mit dem Lockdown arrangiert?

Mein Alltag hat sich komplett verändert. Ich bin ein total geselliger und lebendiger Mensch, treffe gerne Freunde, gehe gerne Essen und das geht alles jetzt nicht mehr. Von dem einen auf den anderen Tag. Lucia, meine Tochter, hatte gerade Geburtstag und sie konnte nicht mit ihren Freundinnen feiern, das ist für ein 13-jähriges Kind natürlich traurig. Auch meine Eltern kann ich im Moment nicht sehen. 

Wie geht es für Sie beruflich weiter? 

Ich habe im März noch Theater gespielt und dann wurde alles abgesagt. Im Mai hätte ich wieder in Düsseldorf auf der Bühne gestanden, aber das klappt nun auch nicht. Jetzt bin ich langsam ratlos. Wir Schauspieler können im Moment einfach gar nichts machen. Das ist wirklich ein schweres Los gerade, für alle Künstler. Man bekommt zwar Zuschüsse vom Staat, aber das sind 5000 Euro - einmalig. Wie soll das gehen? Ich habe Kinder, eine Wohnung und ich habe eben auch keinen Mann, der etwas mitbezahlt.

"Ich würde mich gerne wieder verlieben" 

Möchten Sie sich wieder verlieben?

Ja. Aber ich habe jetzt nicht den Drang danach. Ich hatte auch noch nie das Gefühl, alleine zu sein. Ich habe meine Familie, meine Freunde und führe wirklich ein buntes und erfülltes Leben. Ein Partner zu haben, der in der Nähe wohnt, das wäre allerdings wunderbar. Ich bin nicht der Typ, der jetzt Hals über Kopf zusammenziehen würde. Aber in einem Land und nicht ganz so weit weg, das wäre toll. 

Mit Ihrem Ex-Mann, Patrick Graf Faber-Castell, verbindet Sie auch nach Ihrer Scheidung eine Freundschaft.

Ja, richtig, das haben wir sehr gut hinbekommen und wir unterstützen uns gegenseitig. Er wohnt auch nur fünf Minuten von uns. Wir beide würden uns jetzt nicht jede Einzelheit aus unserem Leben erzählen, aber wir verstehen uns wirklich sehr gut.

Ihre gemeinsame Tochter Lucia, sieht man jetzt auch öfter in Ihren Instagram-Videos ...

Lucia will schon ganz lange ins Rampenlicht (lacht). Sie fragt schon lange, ob sie mich mal auf einen roten Teppich begleiten oder zu einem Shooting mitkommen darf. Ihre große Schwester darf das ja schon viel länger, aber klar, sie ist ja auch älter. Zu Weihnachten hatte sich Lucia ein Casting bei einer Casting-Agentur gewünscht, das darf sie demnächst auch machen, wenn das wieder möglich ist. 

Wofür nehmen Sie sich gerade mehr Zeit?

Ich schreibe gerade an einem Konzept für eine Art Liederabend im Stil von Marlene Dietrich und ich werde Gesangsunterricht nehmen, das war immer schon ein großer Traum von mir. Und ich habe jetzt noch mehr Zeit für meinen Verein "Lebensherbst", den ich vor 15 Jahren gegründet habe. Wir unterstützen bundesweit Alten- und Pflegeheime. Gerade haben wir Tablets für unsere Senioren organisiert, damit sie ihre Familien anrufen und dabei sehen können, das ist jetzt zu Muttertag besonders schön.

Gala

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