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Marianna Podgurskaya Die ukrainische Influencerin bringt ihr Baby im Kriegsgebiet zur Welt

Marianna Podgurskaya
Marianna Podgurskaya
© instagram.com/gixie_beauty
Influencerin Marianna Podgurskaya befand sich hochschwanger in einer Geburtsklinik in der Ukraine, als diese unter Beschuss stand. Sie soll unverletzt geblieben sein und ihr Kind inzwischen entbunden haben.

Es sind schreckliche Bilder, die seit Russlands militärischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 um die Welt gehen. Aufnahmen, die den Beschuss einer Geburtsklinik in Mariupol zeigen, sorgten am 9. März weltweit für Entsetzen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich auch die hochschwangere Marianna Podgurskaya in der Klinik. Einen Tag nach dem verheerenden Bombenangriff soll die ukrainische Influencerin ihr Kind zur Welt gebracht haben, wie Journalistin Olga Tokariuk via Twitter mitteilt.

Marianna Podgurskaya: Entbindung im Kriegsgebiet

Eigentlich begeistert Marianna Podgurskaya ihre rund 70.000 Instagram-Follower:innen mit privaten Schnappschüssen, Beauty-Tutorials oder jüngst mit Schwangerschaftsupdates. Doch der Alltag der Influencerin und allen anderen Menschen in der Ukraine sollte sich schlagartig ändern, als Russlands Präsident Wladimir Putin, 69, den Befehl für den Angriff gab. In den vergangenen Tagen traf es Mariupol besonders schwer: Die Hafenstadt sei eingekesselt, der Beschuss reiße nicht ab und treffe auch Wohnhäuser sowie die Geburtsklinik, wie "Tagesschau" berichtet. Laut "Spiegel" sei auch die Strom- und Wasserversorgung unterbunden.

Marianna Podgurskaya musste aus der zertrümmerten Klinik fliehen. Bilder, wie die schwangere Frau eine Treppe hinuntergeht, um zu entkommen, schockierten das Netz. Journalistin Olga Tokariuk offenbart nun unter Berufung auf Mariannas Angehörige, dass die Influencerin ihr Baby am 10. März bekommen habe. "Ich habe ein Update von einem Verwandten Mariannas bekommen. [...] Sie konnten sie am Telefon erreichen. Letzte Nacht um 22 Uhr hat Marianna ein Mädchen zur Welt gebracht", schreibt sie auf Twitter. Der jungen Mutter soll es den Umständen entsprechend gut gehen, "aber es ist sehr kalt in Mariupol und die Bombardierung hört nicht auf," so Tokariuk.

Russland streitet den Angriff ab

Augenzeugenberichte von den Angriffen in Mariupol häufen sich, Fotos und Videos von zerstörten Gebäuden sind allgegenwärtig. Moskau stritt das Bombardement der Geburtsklinik zunächst ab. Nun kündigte der Kreml allerdings eine Untersuchung an. "Wir werden unser Militär fragen, weil wir keine genauen Informationen darüber haben, was dort passiert ist", sagte Sprecher Dmitri Peskow laut "Tagesschau".

Verwendete Quellen: tagesschau.de, spiegel.de, twitter.com

sti Gala

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