Manuela Schwesig: "Die Diagnose Brustkrebs hat mich schwer getroffen"

Was für eine Schock-Nachricht! Manuela Schwesig legt am heutigen Dienstag ihr kommissarisches Amt als SPD-Vorsitzende nieder. Die Ministerpräsidentin ist an Brustkrebs erkrankt.

Manuela Schwesig
Letztes Video wiederholen
In einer Video-Botschaft auf Instagram äußert sich Manuela Schwesig nun persönlich zu ihrer Brustkrebs-Erkrankung.

Manuela Schwesig, 45, wirkt gefasst in ihrem persönlichen Statement zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand, zu sehen in unserem Video. Ihr Worte jedoch bewegen zutiefst: "Die Diagnose hat mich schwer getroffen. Auch meine Familie", offenbart die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern auf ihrem Twitter-Kanal. Am Dienstag (10. September) geht die kommissarische SPD-Vorsitzende an die Öffentlichkeit. Sie muss es tun. Die Diagnose Brustkrebs zwingt die Mutter eines Sohnes und einer Tochter dazu, kürzer zu treten. "Ich habe mich (...) entschieden, mein Amt als Ministerpräsidentin fortzuführen, aber weitere Aufgaben, wie die Parteiämter auf Bundesebene niederzulegen. Damit ich jetzt Kraft habe für Mecklenburg-Vorpommern, meine Gesundheit und meine Familie", erklärt sie in ihrer Botschaft.

Manuela Schwesig legt den SPD-Bundesvorsitz nieder

Schwesig ist eine von drei kommissarischen SPD-Bundesvorsitzenden. Gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsident Malu Dreyer, 58, und dem hessischen SPD-Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel, 49, sollte die 45-Jährige bis Dezember eine vorübergehende Parteispitze der Volkspartei bilden. Ende des Jahres wollen die Sozialdemokraten ein neues Führungsduo wählen. Dreyer zeigt sich in einer ersten Reaktion betroffen über die Diagnose ihrer Parteigenossin: "Sie können sich vorstellen, dass uns das sehr erschüttert hat", erklärt die 58-Jährige. Für die letzten drei Monate des Jahres muss die an Multiple Sklerose erkrankte Rheinland-Pfälzerin die Aufgabe im SPD-Bundesvorsitz nun alleine bewältigen. Schäfer-Gümbel wird zum 1. Oktober seinen Posten als Arbeitsdirektor bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit antreten.

Angela Merkel ruft persönlich an

Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt über Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilen: "Die Nachricht von Manuela Schwesigs Krebserkrankung macht mich betroffen. Ich habe mit ihr telefoniert und ihr von Herzen gewünscht, dass sie wieder ganz gesund wird, dazu Kraft und Zuversicht in dieser schwierigen Zeit." 

Manuela Schwesig hat am Morgen bei einer Kabinettssitzung in Schwerin über ihre Diagnose und die Niederlegung der Bundesämter erstmals öffentlich gesprochen. Dabei gibt sie sich zuversichtlich: "Die gute Nachricht ist: Dieser Krebs ist heilbar. Allerdings ist dafür eine medizinische Behandlung notwendig.“ Gleichzeitig spricht sie über die vielen Frauen in Deutschland, die jedes Jahr diese schockierende Diagnose bekommen würden. Viele von ihnen zeigten, dass ein couragierter Umgang mit dieser Krankheit, Therapie und Berufstätigkeit vereinbar seien, erklärt Schwesig und zeigt sich kämpferisch: "Ich habe schon einige Kämpfe in meinem Leben geführt und ich werde auch diesen Kampf führen.“ 

Erschütterung über alle Parteigrenzen hinweg

Für die große Herausforderung wünschen ihr viele Parteifreunde, aber auch Weggefährten anderer Parteien über die sozialen Kanäle viel Kraft. "Von Herzen alles Gute", schreibt der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, 59. "Liebe Manuela, viel Kraft! Alles Gute", kommentiert die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Renate Künast, 63. "Liebe Manu Schwesig, du bist einer der stärksten Frauen, die ich kenne", erklärt die SPD-Euopa-Abgeordnete Katarina Barley, 50, in einem eigenen Posting und weiter: "Du wirst diesen Kampf gewinne. Was wir tun können, um dich zu unterstützen, das werden wir tun." So viel ehrliche Anteilnahme wird Manuela Schwesig in dieser schweren Zeit sicher gut tun. Wertvolle Kraft von außen, die sie auch brauchen wird bei ihrem Kampf gegen den Brustkrebs.

Verwendete Quellen: Twitter, Welt

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