Malala Yousafzai: "Natürlich hatte ich Angst"

Vor drei Jahren wurde Malala Yousafzai Opfer eines Attentats. Mit GALA sprach sie über ihr Leben und ihre Wünsche

Es ist eine ungeheuerliche Zahl: 66 Millionen Mädchen auf der Welt wird die Schulbildung verweigert. Dagegen kämpft Malala Yousafzai. Schon als Kind setzte sie sich für das Recht auf Bildung ein, im vergangenen Jahr wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. "Für mich ist das die Mission meines Lebens", sagt die heute 18-jährige Pakistanerin. Ihre Geschichte ging um die Welt, nachdem sie 2012 auf dem Schulweg von Taliban angeschossen wurde und nur um Haaresbreite überlebte. Der bewegende Dokumentarfilm "Malala – Ihr Recht auf Bildung" erzählt von ihrem Mut und ihrem lebensgefährlichen Engagement.

Leben gefährdet

Schon mit elf Jahren berichtete die Schülerin aus dem Swat-Tal in einem Blog-Tagebuch über die Grausamkeiten der Taliban, die Mädchen alle Freiheiten verboten und ihre Schulen zerstörten. "Natürlich hatte ich Angst", erzählt sie im GALA-Interview, das unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in London stattfand. "Ich musste immer fürchten, dass mir jemand Säure ins Gesicht kippt oder die Terroristen mich auspeitschen würden." Nachdem Malalas Pseudonym aufgedeckt wurde, stürmten Taliban den Schulbus, in dem sie sich befand, und schossen ihr in den Kopf. "Aber ich konnte nicht still danebensitzen, während Terroristen die Schulen bombardierten."

Influencerin Ina Aogo

Warum sie sich nicht gegen ihr "Spielerfrau"-Image wehrt

Ina Aogo und Dennis Aogo
Ina Aogo ist mit Ex-Nationalspieler Dennis Aogo verheiratet und bekennende Spielerfrau. Dabei verdient die 30-Jährige als erfolgreiche Influencerin sogar ihr eigenes Geld.
©RTL / Gala

Schon als Kind setzte sie sich für das Recht auf Bildung ein, im vergangenen Jahr wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

"Mein Weg begann im Swat-Tal und er wird mich auch dorthin zurückbringen"

Seit drei Jahren lebt die mutige junge Frau mit ihren Eltern und den beiden jüngeren Brüdern in Birmingham, wo sie gerade ihren Schulabschluss mit lauter Einsen bestanden hat. An der Heimat hängt sie nach wie vor: "Ich vermisse mein Land unglaublich. Wir sind nicht freiwillig dort weggegangen, und ich habe keinen größeren Wunsch, als in Pakistan zu arbeiten. Meinem Land zu helfen und jedem Kind dort Bildung zukommen zu lassen – das ist mein Traum, solange ich denken kann. Mein Weg begann im Swat-Tal, wo den Mädchen ihre Rechte verweigert werden, und er wird mich auch dorthin zurückbringen."

Trotz alldem humorvoll

Ihren Humor hat Malala trotz allem behalten. Auf die Frage, was sie am Film ärgert, sagt sie lachend: "Dass meine Brüder so frech waren und nicht nur nett über mich gesprochen haben, war weniger erfreulich. Sollten wir irgendwann einen zweiten Teil drehen, werde ich dafür sorgen, dass meine Brüder auch von mir ihr Fett wegbekommen."

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