Maggie Gyllenhaal: "Beim Sex gibt es gute und schlechte Momente"

Maggie Gyllenhaal hat ein Händchen für frivole Rollen. In ihren Filmen erforscht sie die weibliche Sexualität. Warum sollte sie also im Interview ein Blatt vor den Mund nehmen?

Gäbe es sie nicht, Hollywood wäre sehr viel öder.

Denn Maggie Gyllenhaal erkundet in ihren Rollen die abgründigen Seiten des menschlichen Miteinanders: Sadomasochismus, Drogensucht, sexuelle Hörigkeit. Sie stürzt sich geradezu auf Drehbücher, die die meisten Schauspiel-Kolleginnen nicht mal mit der Kneifzange anfassen würden. Längst hat sich die 34Jährige aus dem Schatten ihres kleinen Superstar-Bruders Jake, 31, herausgespielt. Auch in der romantisch angehauchten Komödie "In guten Händen" (jetzt im Kino) über die Erfindung des Vibrators setzt Maggie sich mit dem Thema weibliche Sexualität auseinander. Mit dem größten Vergnügen - auch für die Zuschauer ...

Viele Schauspieler sagen, Sexszenen zu drehen sei nicht aufregend, sondern furchtbar. Finden Sie das auch?

Es gibt zwei Arten von Sexszenen. Auf der einen Seite die Softcore-Version: Man trägt den perfekten BH, das Licht ist haargenau eingestellt, und man hat im Voraus verhandelt, welche Seite seiner Brust man zeigt. Diese Präzision ist nichts für mich.

Michelle Hunziker

"Ich kann es kaum abwarten, Aurora mit Babybauch zu sehen"

Michelle Hunziker und Aurora Ramazotti
©Gala

Was bevorzugen Sie?

Die Art von Sexszene, in der man einfach die Körpersprache beider Darsteller wirken lässt. Solche Szenen habe ich schon oft gespielt, und in ihnen konnte ich meine eigenen Erfahrungen als Frau mit einfließen lassen. Sie gefallen mir auch in anderen Filmen besser.

Fällt Ihnen ein Beispiel ein?

"Blue Valentine" mit Ryan Gosling und Michelle Williams. Man kann nachempfinden: Das sind zwei Menschen beim Sex. Manchmal ist er gut, und manchmal eben nicht. Meistens gibt es ja gute und schlechte Momente gleichzeitig. ( lacht)

Rollen, die sich mit der Sexualität befassen, interessieren Sie …

Ich bin an Sexualität interessiert, so wie jeder andere Mensch auch. Viele meiner Filme drehen sich darum. Ich mag es, die verschiedenen Facetten der weiblichen Sexualität zu entdecken und die Denkweise einer Frau zu durchforsten.

Der junge Arzt Mortimer (Hugh Dancy) behandelt "hysterische" Frauen, indem er ihren Intimbereich massiert. Bald stehen die Damen Schlange bei ihm - die rebellische Charlotte (Maggie Gyllenhaal) allerdings hat anderes im Sinn ... "In guten Händen" ist eine amüsante Lehrstunde über Wissenschaftsglauben, viktorianischen Mief und Emanzipation.

Privat gehört Maggie Gyllenhaals Herz dem Schauspieler Peter Sarsgaard und Töchterchen Ramona, 5. Im Sommer 2012 kommt Baby Nummer zwei.

Was ist an "In guten Händen" aufregend? Der Film spielt im viktorianischen Zeitalter, und so exotisch sind Vibratoren heute nicht mehr …

Aber damals wie heute redet man generell nicht offen über Vibratoren oder Orgasmen. Diese Themen bringen uns in Verlegenheit. Wir sind zwar alle daran interessiert, müssen aber beschämt darüber kichern. Der Film spricht Tabus an und bringt eine gewisse Unartigkeit ans Tageslicht. Es war sehr schwer für uns am Set, über die "Behandlung", die der Arzt im Film durchführt, zu sprechen. Niemand ist es gewohnt, so offen über weiblichen Sex zu reden. Ich habe einmal den ganzen Tag überlegt, wie ich den Satz "Ich denke, er fingert sie gerade" am natürlichsten ausspreche.

Darf Ihre Tochter Ihre Filme ansehen?

Natürlich zeige ich ihr manche erst, wenn sie alt genug ist. Sie ist ja gerade erst fünf. Aber klar werde ich meine Arbeit mit ihr teilen. Ich bin sehr stolz auf meine Filme.

Ihr Ehemann Peter Sarsgaard ist auch Schauspieler. Sprechen Sie ihre Projekte miteinander ab?

Ja, das machen wir. Wir haben bisher zweimal zusammengearbeitet. Beim letzten Theaterstück standen wir Abend für Abend nebeneinander auf der Bühne - und haben uns wieder daran erinnert, wie sehr wir uns auch als Darsteller respektieren. Seine Meinung ist wichtig für mich und anders herum genauso. Ich erzähle ihm immer von meinem Tag, ob er schlecht oder gut war. Klar kann man verheiratet sein und nicht über seine Arbeit sprechen. Aber bei uns ist es anders.

Was meint er zu "In guten Händen"?

Er ist kein Ehemann, der sagt: "Zieh dich bloß nicht aus!" oder: "Mach ja keinen Film über Vibratoren!" - dann hätte er mich niemals geheiratet. Sven Schumann/colorStorm

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