Männermodel Mario Galla Wie er jetzt das Fernsehen verändern will

Mario Galla
Mario Galla
© Jarre Technologies
Mario Galla sieht nicht nur gut aus, er ist auch hinter der Kamera extrem kreativ. Seine genauen Ideen verrät er im Interview mit Gala

Durch seinen Auftritt im Jahr 2010 auf der Berliner Fashion Week wurde er auf einen Schlag bekannt: Mario Galler. Das Männermodel kam mit einem verkürzten Oberschenkel zur Welt und trägt deshalb eine Beinprothese, welche damals auch in der Show von Michael Michalsky zu sehen war und für großes Aufsehen sorgte. Heute ist Mario nicht nur längst ein anerkanntes Model in der Branche, er setzt seine Kreativität auch gerne hinter der Kamera ein. Wie diese genau aussieht, erzählte der 30-Jährige im Interview mit Gala.

Mario Galla
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Handycap als Erfolgsgarant

Seit neuestem ist Mario Markenbotschafter für Jarre Technologies, einem Hersteller für Soundsysteme. Dafür war er jedoch nicht nur als Model tätig, sondern auch als Creative Director. Wie kam es denn dazu? "Als ich das Produkt gesehen habe, hatte ich sofort Motive im Kopf und deswegen habe ich angeboten, nicht nur als Model zu fungieren, sondern eben auch als Creative Director. Ich bin jetzt seit acht Jahren in dem Business unterwegs und habe auch schon die ein oder andere Kampagne mitgemacht, deswegen dachte ich mir, versuch ich doch einfach mal, meine Ideen umzusetzen und das hat ja auch ganz gut geklappt", so Mario. Oh ja, die Bilder der Kampagne können sich wirklich sehen lassen, auch seine Prothese wird darauf nicht versteckt. "Die Prothese hat gut zum schwarz-glänzenden Jarre-Look gepasst und bringt auch noch einen technischen Aspekt mit rein", so die Begründung von Mario für diese Entscheidung. Fest steht, die meisten Leute identifizieren Mario wohl einfach mit der Prothese und wollen ihn damit auch sehen. Trotz seines Erfolges - in der Branche immer wieder als Paradebeispiel für Models mit Handicap herangezogen zu werden, ist da nicht immer leicht. "Ich bin da echt ein bisschen zwiegespalten. Einerseits finde ich es cool, weil ich ja irgendwo auch ein Vorbild für Menschen in ähnlichen Situationen bin. Es kann aber auch ärgerlich sein, wenn man nur darauf reduziert wird. Die Hälfte der Zeit, die ich jetzt schon als Model arbeite, hat mein Handicap niemanden interessiert. Als ich damals angefangen habe, wurde ich noch als klassisches Model inszeniert und meine Prothese wurde kaschiert. Erst seit der Show von Michael Michalsky, bei der ich in kurzen Hosen aufgetreten bin, wurde das so ein riesen Ding."

Mario Galla
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© Jarre Technologies

Neue Ideen fürs Fernsehen

Wenn man Mario so sieht, fragt man sich, warum es neben Castingshows wie "Germany’s next Topmodel" nicht auch schon längst eine Sendung mit Männermodels gibt. "Keine Ahnung, das frage ich mich auch. Ich habe sogar schon mehrere Konzepte geschrieben, die aber noch bei mir in der Schublade rumliegen. Ich denke auch, dass der Markt dafür bereit ist, das Bild vom Männermodel hat sich sehr gewandelt und für den Zuschauer könnte so eine Sendung sehr interessant sein", glaubt Mario. Vielleicht sieht man den blonden Womanizer also schon bald als Jury-Chef seiner ganz eigenen Show, ähnlich wie Heidi Klum bei GNTM. Zu wünschen wäre es Mario und mit ihm in der Sendung würde die Männer-Castingshow doch bestimmt ein großer Erfolg werden.

jno Gala

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