Madonna: Zicke oder ganz entspannt?

Madonna begeisterte in Berlin ihre Fans - und nervte angeblich zwischen den Shows ein ganzes Hotel. Führt sich die Queen of Pop wirklich auf wie eine Diva? "Gala" forschte nach

Vier Tage lang hielt sie in der Hauptstadt Hof und residierte mit ihrer Familie im exklusiven " Soho House" in der Torstraße.

Doch Berliner Fans, die insgeheim darauf gehofft hatten, Madonna, 53, beim Sightseeing-Trip oder Restaurantbesuch einmal aus der Nähe sehen zu können, waren am Ende enttäuscht. Zwar fegte die Queen Of Pop vergangene Woche am Donnerstag und Samstag abends für jeweils 105 Minuten über die Bühne der 02 World und ließ sich bei ihren Shows sogar zu diversen Hand shakes mit Verehrern hinreißen - danach wurde sie allerdings bis zum Abflug nach Kopenhagen am Montagnachmittag nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Sollte sie das "Soho House" zwischen täglichen Beauty-Treatments und Fitness-Einheiten tatsächlich einmal verlassen haben, dann ist ihr dies gelungen, ohne dass die geduldig vor dem Hotel wartenden Fotografen davon Wind bekamen. Auch ein Kunststück!

Zumindest auf der Bühne tanzt tatsächlich alles nach ihrer Pfeife: Bei ihren Berliner Shows vor mehr als 26 000 Fans sang Madonna auch ihren Hit "Express Yourself".

Tochter Lourdes ließ sich am Freitag immerhin in einem dunklen Van durch die City kutschieren, besichtigte unter anderem das Brandenburger Tor. Eigentlich wollte die 15-Jährige Berlin auf einem Elektrorad erkunden, doch das war den Bodyguards viel zu gefährlich. Madonnas Lover Brahim Zaibat, 25, machte sich derweil zu Fuß auf den Weg zum Gebet in die Khadija-Moschee in Pankow. Und die Adoptivkinder Mercy, 5, und David, 6, wurden von einer Nanny bespaßt, die mit ihnen die Unterwasserwelten im "Sea Life Center" erforschte.

Bereits im Vorfeld ihres Berlin-Besuchs soll Madonna das Management des "Soho House" mit ihren XL-Sonderwünschen auf seine nervliche Belastbarkeit getestet haben: Alle 20 Zimmer der von ihr gemieteten sechsten Etage seien für sie, ihre Familie und ihre engsten Mitarbeiter komplett ausgeräumt worden. Danach hätten vier Lkws eigens Betten, Sessel, Sofas und sogar einen riesigen 3D-Fernseher angeliefert. "Alles Quatsch!", sagte ein Stammgast der Edelherberge zu "Gala": "Die Möbellieferungen hatten gar nichts mit Madonna zu tun, sondern waren einzig für die neu renovierten Apartments des Hauses bestimmt." Auch die von der Berliner Presse forcierten Gerüchte, der Musikerin sei aufgrund ihrer massiven Allüren nahegelegt worden, ihren für zehn Tage geplanten Aufenthalt vorzeitig zu beenden, sind offenbar absolut haltlos. Der Stammgast weiter: "Fakt ist, dass es Madonna im 'Soho House‘ schon bei ihrem Besuch 2011 sehr gut gefallen hat und sie deshalb spontan den Wunsch äußerte, Berlin während ihrer Skandinavien-Konzerte als Stützpunkt zu behalten. Das war wegen der gerade gestarteten Fashion Week und dem dadurch auftretenden Zimmer-Engpass in der Stadt aber leider nicht möglich."

Lover Brahim besuchte eine Moschee.

Madonna, eine Super-Zicke, für die es schon ein Riesendrama ist, wenn die Stiele der Rosen und Lilien im Hotel nicht exakt auf 15 Zentimeter geschnitten sind? Eine These, die eine Hotelbranchen-Insiderin, die den Superstar bereits zweimal in der Hauptstadt hautnah erlebt hat, nicht bestätigen kann: "Ich empfand sie als freundlichen, aufgeschlossenen und entspannten Menschen, der sich für sein Gegenüber interessiert und außer einer speziellen Espressomaschine kaum Sonderwünsche hatte." Über die Jahre seien immer wieder Promis unter den Gästen gewesen, die sich als extrem anstrengend entpuppten.

Doch Madonna zählte definitiv nicht zu den schwarzen Schafen. Außerdem würde jeder Hoteldirektor auch einen Star, und sei er noch so groß, freundlich in seine Schranken weisen, wenn der für ein paar Tage Aufenthalt eine ganze Etage auf den Kopf stellen wolle ... Dass die Sängerin ihre eigenen Fitnessgeräte mitbrachte und einen Teil des zweiten Stocks zum Gym und Tanzstudio umfunktionierte, kann die Insiderin gut verstehen: "Der Trainingsbereich im Haus ist relativ klein, und auf engem Raum möchte eine Queen Of Pop natürlich nicht gemeinsam mit Hans und Franz trainieren." Gegenüber ihren Fans ließ Madonna dann allerdings doch die Diva raushängen: Gleich an beiden Abenden bequemte sie sich nämlich erst um 22.20 Uhr auf die Bühne, was ein Teil des Publikums mit Pfiffen quittierte. Aber spätestens nach Klassikern wie "Vogue" oder "Like A Prayer", das sie gemeinsam mit einem Gospelchor intonierte, waren derartige Mätzchen vergessen - und die Fans restlos glücklich. Am 10. Juli performt Madonna noch einmal in Deutschland, in der Kölner Lanxess Arena. Vielleicht ist sie dann ja privat ein bisschen unternehmungslustiger. Alexander Nebe

Fashion-Looks

Der Style von Madonna

Für diesen heißen Look bräuchte Madonna eigentlich zwanzig Bodyguards. In Lack oder Leder spaziert die Sängerin durch London. Kaum zu glauben, dass sie schon 60 Jahre alt.
Das Highlight des Looks ist definitiv die Augenklappe, obwohl ihre Brüste auf Kinnhöhe schon leicht ablenken. 
Auf dem Red Carpet bleibt Madonna die König – und das zeigt sie auch. Mit opulenter Robe und Krone präsentiert sich die Sängerin auf der MET-Gala den Fotografen. 
Weniger ist mehr? Das gilt nicht für Madonna! Der Weltstar gibt alles und zeigt sich bei den MTV Video Music Awards in einem bunten Ethno-Look. Zahlreiche Armreifen, Ringe, Ketten und eine Krone schmücken die Sängerin und machen sie auf dem Red Carpet unübersehbar. 

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