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Madonna Sie kam, sang und siegte

Drei Jahrzehnte im Pop-Business - und da geht immer noch was: Madonna feiert ihr Bühnenjubiläum mit einem neuen Album, einer Tour und einem Auftritt der Superlative

Tiefstapeln war noch nie ihr Ding:

"Es wird die beste Show in der besten Show der Welt!", so die Ansage der Queen of Pop vor ihrem Auftritt beim Finale der American- Football-Profiliga vergangenen Sonntag. Sprachs - und ließ die zwölfminütige Performance in der Halbzeit des Super Bowl zum Mini-Event innerhalb des größten Sport- Spektakels der Staaten werden.

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Ihre Kolleginnen Nicki Minaj und M.I.A., hippe Verstärkung auf Madonnas neuer Single "Give Me All Your Luvin’", huldigten ihr auf der Bühne des "Lucas Oil Stadium" in Indianapolis wie einer Hohepriesterin. Es war ein denkwürdiger Auftakt fürs Madonna-Jahr. 2012 feiert sie ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum - und setzt sich die Denkmäler dazu gleich selbst: Das neue Album "MDNA", das erste seit fast vier Jahren, erscheint Ende März, die Welttournee folgt Ende Mai, mit ihrem Spielfilm "W.E." (Deutschlandstart im Juli) ist die Teilzeitregisseurin seit Monaten im Gespräch. Keine Frage: Mit 53 Jahren ist Madonna so umtriebig und erfolgshungrig wie immer, ungeachtet ihrer Kritiker, die sich im Netz darüber auslassen, wann sie endlich in Rente geht, und ihre gewagten Outfits mit "Meine Oma zieht sich auch nicht aus" verspotten. Doch Kritik hat sie von jeher angespornt. "Brutal" waren die Vorbereitungen für ihren Super-Bowl-Auftritt, bis zu zwölf Stunden täglich rackerte sie mit ihrem Team, damit jeder Tanzschritt perfekt saß.

Madonna kriegt sie alle: M.I.A. und Nicki Minaj schwärmen von ihr als Ikone - und ihr junger Boyfriend Brahim begleitet die Säng
Madonna kriegt sie alle: M.I.A. und Nicki Minaj schwärmen von ihr als Ikone - und ihr junger Boyfriend Brahim begleitet die Sängerin liebend gern durch die Nächte, hier im New Yorker Club "Boom Boom Room".
© Splashnews.com

"Sie meinte, schlafen könne sie auch nach dem Super Bowl", so ein Studiomitarbeiter zur "Sun". Nicki Minaj stöhnte zwar, die Zusammenarbeit mit der Queen of Pop sei die härteste Erfahrung ihres Lebens gewesen, schwärmte aber von einem "epischen Lerneffekt". Madonna selbst hatte auf der Pressekonferenz zu dem Football-Event erzählt, wem sie ihre Performance widmen würde: "Meinem Vater. Ich glaube, von allen Dingen, die ich je getan habe, wird es das sein, auf das er am meisten stolz ist", sagte sie über den 80-jährigen Silvio Ciccone. Kling fast ein bisschen sentimental. Aber nur kurz. Als sie etwas später auf die hohen Ticketpreise ihrer Konzerte angesprochen wurde, meinte sie kess: "Dann fangt schon mal an zu sparen, Leute! Andere geben 300 Dollar für verrückte Dinge wie Handtaschen aus. Also haltet euer Geld zusammen und kommt zu meiner Show. Ich bin es wert." AS/RR

gala.de

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