Lindsay Lohan: Lindsay kunstvoll inszeniert

Lindsay Lohan betritt ungewohntes Terrain: Anlässlich der Kunstausstellung "Biennale" in Venedig wird ein Kurzfilm mit der Schauspielerin gezeigt, der von dem Künstler Richard Phillips gedreht wurde

Lindsay Lohan und Kunst - zwei Dinge, die auf den ersten Blick so gar nicht zusammenpassen wollen. Anders sieht das offenbar der amerikanische Künstler Richard Phillips, der für die "Biennale" in Venedig ein Porträt in Form eines Kurzfilms der skandalträchtigen Schauspielerin gedreht hat. Dieser wird im Rahmen der Gruppenausstellung "Commercial Break" vom 1. bis zum 5. Juni anlässlich der Eröffnung der Kunstausstellung gezeigt und kann nun auch im Internet angeschaut werden.

Es gab einmal eine Zeit, da war Lindsay Lohan aufgrund ihrer schauspielerischen Qualitäten in den Medien präsent. Nach all den Drogeneskapaden, Gerichtsprozessen und Fußfesselbestrafungen scheinen diese Tage mittlerweile aber fast vergessen. Für den Künstler Richard Phillips war sie dennoch die richtige Wahl für sein Kunstporträt und viel schauspielern musste die 24-Jährige beim Dreh ohnehin nicht: Mit ein paar Schwimmeinlagen im türkisfarbenen Wasser und scheuen Blicken in die Kamera war ihr Teil des Jobs bereits getan.

Dem "New York Times Style Magazine" erklärte Richard, dass das Porträt von Filmklassikern der 60er Jahre inspiriert sei, da ihn Lindsay an Filmikonen jener Zeit erinnern würde. "Was mich an Lindsay fasziniert, sind nicht ihre Probleme, sondern die Art, wie sie eine Relevanz verkörpert auf gleicher Ebene mit einer Bardot oder Ullmann", schwärmt der Künstler." Sie hat eine unglaubliche emotionale und physische Präsenz auf der Leinwand. Darin liegt eine existenzielle Verletzbarkeit."

Der Künstler scheint von der Arbeit mit Lindsay offensichtlich begeistert gewesen zu sein. Immerhin zeigte sich die tendenziell eher wenig pflichtbewusste Schauspielerin bei den Dreharbeiten fleißig und engagiert. "Sie kam pünktlich, arbeitete den ganzen Tag und war jeden Cent ihrer Gage wert", so Richard Phillips im Interview.

Ob man Lindsay Lohan nun auf einer Kunstausstellung sehen möchte oder nicht - für Gesprächsstoff sorgt der Kurzfilm allemal. Vielleicht ist es der erste kleine Schritt in eine weniger skandalreiche Zukunft der Schauspielerin. Große Schritte kann sie Dank ihrer elektronischen Fußfessel momentan sowieso nicht machen: Denn während sie in Venedig auf den Leinwänden zu sehen ist, muss die echte Lindsay ihre aufgebrummte Freiheitsstrafe absitzen - immerhin zu Hause.

Wer sich selbst ein Bild von dem Kurzfilm "Lindsay Lohan" von Richard Phillips machen möchte, kann dies mithilfe des folgenden Videos tun.

kse

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