Lilly Krug: "Den Kampfgeist habe ich von Mama"

Lilly Krug ist die Tochter von Kinostar Veronica Ferres - und hat gerade ohne jeden Luxus den Kilimandscharo bestiegen. Im GALA-Talk spricht sie über ihre nächsten großen Ziele.

Lilly Krug und Veronica Ferres

Das Lachen erinnert an ihre Mama. Aber nicht nur das. Auch das Credo "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg" scheint Lilly Krug, 19, Tochter von Unternehmer Martin Krug, 62, und Schauspielerin Veronica Ferres, 55, die seit 2014 mit Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer, 61, verheiratet ist, mit der Muttermilch aufgesogen zu haben. Ihr eigener Weg führte zuletzt auf den höchsten Berg Afrikas. Damit ging für die Studentin, die auch international erfolgreich modelt und schauspielert, ein Traum in Erfüllung.

Lilly Krug im GALA-Talk

GALA: Warum ausgerechnet der Kilimandscharo?
Lilly Krug: Nach dem ganzen Schulstress wollte ich meinen Kopf freibekommen. Außerdem habe ich vier Filmprojekte in sechs Monaten abgedreht, da wollte ich einfach mal wieder raus in die Natur. Ein bisschen runterkommen und zu mir selbst finden.

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©Gala

Waren Sie ganz alleine unterwegs?
Nein, wir sind als Gruppe von fünf Leuten losmarschiert. Wir kannten uns aber vorher alle nicht. Und ich war die Jüngste in der Truppe.

Was haben Sie eingepackt?
Ich hatte nur einen Rucksack und eine Tasche dabei mit Unterhosen, T-Shirts, Regenschutz und warmen Sachen für ganz oben, weil es da ja geschneit hat. Als ich wieder zu Hause war, musste alles sehr heiß gewaschen werden. (lacht)

Gab es Momente, in denen Sie an Ihre Grenzen gestoßen sind?
Die letzte Nacht vor dem Aufstieg sind wir durchgelaufen bis morgens um acht Uhr. Da kommst du an den Punkt, an dem du einfach keine Energie mehr hast. Ich musste mich übergeben und konnte auch nichts trinken oder essen. Doch plötzlich legt sich im Kopf ein Schalter um, und du gehst Schritt für Schritt einfach weiter. Das Adrenalin pusht dich richtig. Und dann ist es ein irres Gefühl, wenn man es bis ganz oben geschafft hat.

"Ich blickte plötzlich von oben über eine Wolkendecke"

Wie war es dort?
Ich habe nichts gesehen. Es war an dem Tag zu nebelig, und es hat auch geschneit. Tja. (lacht)

Waren Sie enttäuscht?
Nein, auf keinen Fall. Rückblickend war der schönste Moment der Reise für mich eh schon am dritten oder vierten Tag: Ich blieb stehen und blickte plötzlich von oben über eine Wolkendecke, und die Sonne glitzerte so wunderschön! Am Abend haben wir alle zusammen gegessen und Karten gespielt und uns einfach nur gefreut.

Wie hatten Sie sich auf den Trip vorbereitet?
Ich hatte im Vorfeld ein richtigen Höhentraining gemacht. Ich mache eh viel Sport, fahre viel Fahrrad, das hat mir natürlich geholfen, um mit einer guten Kondition zu starten.

Von wem haben Sie diese Disziplin und den Ehrgeiz?
Also, wenn ich mir irgendetwas in den Kopf gesetzt habe und weiß, dass ich es schaffen kann, dann mache ich es auch. Das ist irgendwie in mir drin. Den Kampfgeist habe ich von Mama und von Papa, und Carsten ist auch so. Wir ticken da anscheinend alle ähnlich.

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felt like a little time travel!

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"Ich bin kein Fan von Luxus"

Ihre Mutter und Ihr Stiefvater sind beide sehr erfolgreich und stehen in der Öffentlichkeit. Eigentlich könnten Sie sich gemütlich zurücklehnen oder Luxus-Urlaub am Strand machen. Sie klettern aber lieber auf Berge. Warum?
Ich habe die Reise gar nicht als Urlaub gesehen. Urlaub ist für mich, wenn die ganze Familie Zeit miteinander verbringt. So wie zur Corona-Zeit. Da waren wir alle zusammen in München, haben viel geredet und fast jeden Abend gemeinsam gespielt. Das ist selten. Mama und Carsten reisen sonst ja viel, dann pendeln wir zwischen München, London und L. A.. Ach, und eins noch: Ich habe früher oft in einem Zelt in unserem Garten übernachtet. Ich mag das einfach.

Und was bedeutet Luxus ganz allgemein für Sie?
Nach meiner Reise war Duschen großer Luxus für mich. Nach so einem Trip spürt man viel Dankbarkeit und Demut. Aber ich weiß, was Sie meinen, und ich muss ehrlich sagen: Ich bin kein Fan von Luxus.

Das klingt sehr bescheiden.
Im Moment wohne ich wieder zu Hause bei Mama in München und arbeite in einem Frozen-Yogurt-Laden. Bis vor kurzem habe ich auch noch in einem Indoor-Cycling-Studio Klassen gegeben. Ich mag es einfach, mit Menschen zusammen zu sein. Und das Wichtigste für mich ist: Ich will auf eigenen Beinen stehen.

Wie geht es bei Ihnen jetzt beruflich weiter? Ein bisschen sind Sie ja schon in die Fußstapfen Ihrer Mutter getreten und haben geschauspielert.
In vier Wochen fliege ich wieder nach Los Angeles, wo ich Psychologie studiere. Nebenbei besuche ich abends die Schauspielschule. Mir ist es wichtig, dass ich trotz der Schauspielerei mein Studium zu Ende mache.

"Ich liebe meine Mutter sehr"

Nervt es Sie eigentlich, immer mit Ihrer Mutter Veronica Ferres in einem Satz genannt zu werden?
Nein, überhaupt nicht. Ich liebe meine Mutter sehr. Sie ist ein wundervoller, warmherziger und ganz besonderer Mensch. Ich bin sehr stolz, ihre Tochter zu sein.

Sie haben noch zwei Stiefbrüder, Maurice und Marcel. Wie sieht Ihr Familienleben aus?
Wir verstehen uns ganz wunderbar. Wir sind eben eine ganz klassische Patchwork-Familie. Carsten kenne ich seit elf Jahren. Ich bin mit ihm aufgewachsen, und natürlich ist er auch Familie für mich. Alles läuft sehr harmonisch bei uns, wir können zusammen Spaß haben, uns streiten, vertragen und lachen, wie in jeder anderen Familie auch.

Wie sieht das aus, wenn Sie mit Ihrer Mutter im Clinch liegen?
Das ist lustig, wir können richtig streiten! Aber egal, was ist, wir liegen uns später immer wieder in den Armen.

Welches Abenteuer planen Sie als nächstes?
Ich plane gerade einen Road Trip durch Frankreich und Italien mit einer guten Freundin.

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