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Lilly Becker So geht Sohn Amadeus mit der Gefängnisstrafe seines Vaters um

Lilly Becker
© Michael Gottschalk / Picture Alliance
Lilly Becker hat ihrem Sohn Amadeus erst nach dem Urteil von der Inhaftierung seines Vaters erzählt. Nun schildert die Noch-Ehefrau von Boris Becker, wie der 12-Jährige mit der schwierigen Situation umgeht.

Boris Becker, 54, wurde am 29. April 2022 wegen Insolvenzverschleppung eine Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung auferlegt. Unmittelbar nach dem Urteil wurde die Tennislegende in ein Londoner Gefängnis gebracht.

Seine Noch-Ehefrau Lilly Becker, 45, habe den Prozess und die damit einhergehenden Schlagzeilen so lange wie möglich von ihrem gemeinsamen Sohn Amadeus, 12, ferngehalten. Doch nach dem Urteil sei dies nicht länger möglich gewesen, sie musste es ihm sagen. Das berichtete das Model bereits Anfang Mai. Jetzt spricht die 45-Jährige erneut über den nach ihren Aussagen "schlimmsten" Moment ihres Lebens.

Lilly Becker: Amadeus war "fassungslos"

Im Gespräch mit "Daily Mail" betont Lilly Becker, dass "niemand" damit gerechnet habe, dass Boris Becker zu einer Haftstrafe verurteilt wird. "Warum sollte ich also wollen, dass mein Kind überhaupt von dem Prozess erfährt?", fragt sie sich. Als schließlich das Unerwartete eintraf, habe Lilly lange überlegt, wie sie ihrem Sohn die Nachricht überbringen soll. "Mein Instinkt sagte mir, dass ich es so sagen sollte, wie es ist: 'Dein Vater ist im Gefängnis. Er hat Mist gebaut.' Aber das kann man einem zwölfjährigen Kind doch nicht sagen", erinnert sie sich.

Daher habe sie es ihrem Sohn gemeinsam mit einer befreundeten Pädagogin mitgeteilt: "Ich werde nie vergessen, wie ich in seine blauen Augen sah – so blau wie die von Boris – und wie sie von links nach rechts und wieder zurückfuhren. Er war fassungslos. Er konnte es einfach nicht verstehen." Einen Tag zuvor habe Amadeus noch Zeit mit seinem Vater verbracht, weshalb der 12-Jährige immer wieder gesagt habe: "Aber ich habe ihn gerade noch gesehen." 

So geht es Amadeus heute

"Unserem Sohn zu sagen, dass sein Vater im Gefängnis ist, ist das Schlimmste, was ich je tun musste", sagt Lilly Becker. Zudem finde sie es "unfair", dass ihr Noch-Ehemann sie in diese Lage gebracht habe, doch vor allem Amadeus gegenüber sei es nicht fair. Inzwischen habe sich der 12-Jährige allerdings von dem Schock erholt: "Amadeus geht es jetzt besser. Er stellt Fragen wie 'Was wird Papa essen?' oder 'Wird er sich Filme ansehen können?'"

Die schwierige Situation habe zudem auch etwas Positives hervorgebracht: Ihr Sohn sei ihr "bester Freund geworden". "Wir helfen uns gegenseitig", führt sie aus. Außerdem verrät Lilly, dass Amadeus bereits eine Freundin habe, die er seit dem Kindergarten kenne. "Mama, ich werde Türen für sie aufhalten. Ich werde sie wie eine Königin behandeln", habe Amadeus zu ihr gesagt. Lilly fügt hinzu, dass Amadeus seinem Vater zwar ähnlich sehe, charakterlich allerdings nicht nach ihm komme: "Amadeus ist die meiste Zeit seines Lebens mit Frauen aufgewachsen, und er wird Frauen respektieren, dafür werde ich sorgen."

Verwendete Quelle: dailymail.co.uk

sti Gala


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