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Lilli Hollunder "Dann gibt es halt die Flasche"

Lilli Hollunder mit Söhnchen Casper
Lilli Hollunder mit Söhnchen Casper. Das Foto seiner wachsenden Familie schoss ihr Mann, Fußballprofi René Adler, selbst.
© René Adler
Lilli Hollunder freut sich auf ihr zweites Baby. Warum die Nachricht erst ein Schock war und was sie diesmal anders machen will, verrät sie im GALA-Interview.

Beim ersten Baby hat es zweieinhalb Jahre gedauert, bis Lilli Hollunder, 36, schwanger wurde. Jetzt erwartet die Schauspielerin, Autorin und Bloggerin Kind Nummer zwei. Geplant war das nicht, und doch ist die Freude bei ihr und Ehemann René Adler, 37, riesengroß. Der ehemalige Profi-Fußballer, der heute TV-Sportkommentator und Unternehmer ist, spaziert mit Sohn Casper, 2, durch einen Park in Hamburg. Währenddessen erzählt Lilli, die jetzt im vierten Monat ist, wie sie ihren Mann mit der Baby-News überrascht hat.

Lilli Hollunder sagt: "Wir waren geschockt – positiv geschockt"

GALA: Wie hat René es erfahren?

Lilli Hollunder: Ich habe ihn schon ein bisschen überfahren. Als ich den Test gemacht habe, war ich bei meiner Mutter und er in Amsterdam im Fußballstadion. Ich habe ihm ein Foto vom Test geschickt und "Gutes Spiel" dazu geschrieben. Da musste er sich erst mal eine ruhige Ecke zum Telefonieren suchen. Wir hatten beide nicht die Ambition, erneut Eltern zu werden, waren geschockt – positiv geschockt. Wir haben das Baby sofort willkommen geheißen.

Das Leben hat für uns entschieden.

Warum waren Sie anfangs noch unentschlossen?

Wir haben zwar mehrere Kinder für uns gesehen. Aber in letzter Zeit habe ich viel gearbeitet und dachte: "Ach, ein Kind ist auch fein." Und dann hoppla. (lacht) Aber das ist auch der genau richtige Weg für uns. Die Zeit, als ich damals nicht schwanger geworden bin, war furchtbar. Das Warten hat uns sehr belastet. Und auch nach der Geburt ging es mir lange nicht gut. Also hatte ich großen Respekt vor dem ganzen Thema.

Planen Sie trotzdem wieder eine natürliche Geburt?

Meine erste Reaktion war auf jeden Fall: geplanter Kaiserschnitt.  Ich will das nicht alles noch mal durchmachen. Ich hatte neun Monate nach der Geburt noch Schmerzen. Sex war lange nicht möglich. Aber es kann diesmal ganz anders werden, ich habe das für mich noch nicht entschieden. Manchmal erwische ich mich schon dabei, dass ich die Herausforderung doch annehmen möchte ...

Was machen Sie diesmal ganz anders?

Ich werde nicht mehr unter Tränen versuchen zu stillen. Dann gibt es halt die Flasche.

Ich will alles stressfreier gestal­ten, nicht mehr so unter Druck stehen, auch die Anfangszeit genießen.

Wie bereiten Sie Casper auf das Geschwisterkind vor?

Er freut sich total. Gestern kam er zu mir, schob mein T­-Shirt hoch und meinte "Hallo Baby". Er ist so ein Sonnenschein, ein cooler, kleiner Junge. Und ich hätte es schon auch bitter gefunden, wenn er als Einzel­kind aufgewachsen wäre. Ich habe drei Schwestern, und sie waren und sind sehr stabilisierend in meinem Leben.

Welche Seiten haben Sie als Mutter neu an sich entdeckt?

Tatsächlich gar nicht so viele. Ich war immer sehr reflektiert, kenne mich gut. Aber ich habe jetzt andere Sorgen, andere Ängste. Das eigene Glück ist so sehr mit diesen kleinen Menschen verbunden. Ich habe Casper von Se­kunde eins an geliebt. Er ist alles für mich. Aber ich komme jetzt erst richtig in der Mutterrolle an, hadere nicht mehr damit, dass ich früher vielleicht mehr Freiheiten hatte oder flexibler war.

Hat sich Ihre Ehe verändert?

Der schwierige Beginn nach Caspers Geburt hat viel Stress und Unruhe in die Beziehung gebracht. Dann haben wir uns gut wieder gefangen und vor ein paar Monaten wieder Date Nights eingeführt. Wir versuchen, Freiräume zu schaffen, fahren nächste Woche nach Paris.

Wie ist René als Vater?

Er ist der Typ Mann, der sich sehr ins Familienleben einbringt und Inseln schafft, wenn er zu Hause ist. Aber beruflich ist er gerade sehr viel unter­wegs. Casper denkt, sein Papa sei Pilot, weil er so oft fliegen muss. Aber wenn René dann ins Haus kommt, ist Casper total aufgeregt, dann muss Papa alles machen. Und ich darf nur dabei sein.

Wissen Sie schon, ob es diesmal ein Junge oder ein Mädchen wird?

Beim letzten Mal hatte ich ein ganz krasses Jungengefühl. Diesmal kann ich es nicht einschätzen. René geht davon aus, dass er eine Tochter bekommt. Dann müssten wir alles neu kaufen, anderes Geschlecht, die Geburt zu einer anderen Jahreszeit ...

Aber nicht alles in Rosa, oder?

Auf keinen Fall. Wenn ein Mädchen – dann so eine kleine Nerdie, die überm Mikroskop hängt. (lacht)

Gala


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