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Lilli Hollunder über ihr Baby "Ab Sekunde eins war es pure Liebe"

Schauspielerin Lilli Hollunder und Ex-National- Torwart und TV-Fußballexperte René Adler öffnen für GALA exklusiv die Türen zu ihrem Haus in Hamburg. Strahlend stellt das Paar seinen Sohn Casper vor. 
Schauspielerin Lilli Hollunder und Ex-National- Torwart und TV-Fußballexperte René Adler öffnen für GALA exklusiv die Türen zu ihrem Haus in Hamburg. Strahlend stellt Lilli hier Sohn Casper vor. 
© Dennis Orel / Gala
Lilli Hollunder platzt fast vor Glück, wenn sie über ihren kleinen Casper spricht. Doch die Schauspielerin will nicht verschweigen, dass es auch schon Krisen gab.

Sie mussten lange auf ihr erstes Baby warten – doch jetzt macht Casper das Glück von Schauspielerin Lilli Hollunder, 34, und Ex-National-Torwart und TV-Fußballexperte René Adler, 35, perfekt. Strahlend stellen sie in ihrem Haus in Hamburg GALA den Kleinen vor. Sein erstes Shooting am Strand von St. Peter-Ording, später am Tag, verschläft der Kleine allerdings über weite Strecken. So kann Lilli, die neben ihrem Blog Littlehero.de und dem Podcast "Mea culpa" gerade an einem Buch über Schwangerschaft und Muttersein schreibt, in aller Ruhe von ihm erzählen.

GALA: Casper scheint ja einen echt unkomplizierten Charakter zu haben.
Er ist total nett, ein absolutes Anfängerbaby. (lacht) Wenn er weint, dann hat er auch wirklich was. Hunger, müde, Windel voll – das sind die drei Möglichkeiten. Er meint es ziemlich gut mit seinen Eltern.

Wie haben Sie sich als Familie eingespielt?
Der Anfang war härter als gedacht. Da geht es ja eigentlich ums Kuscheln und Kennenlernen, aber ich hatte noch so viele körperliche Probleme, dass ich fast zwei Wochen nur geweint habe. Keine postnatale Depression, aber wohl depressive Verstimmungen.

Wie ist Ihr Mann damit umge­gangen?
Das war für ihn eine echte Herausforderung. Auch er musste sich ja in die neue Situation einfinden. Dazu war ich am Anfang körperlich so ausgeknockt, dass René alles übernehmen musste. Vor allem, dass das Stillen nicht funktioniert hat und ich abpumpen muss, hat mich extrem frustriert. Der Wendepunkt kam nach sieben, acht Wochen. Da hat der Kleine auf einmal super geschlafen. Jetzt macht es mit ihm mehr Spaß als ich je gedacht hätte.

Wie teilen Sie sich mit René heute die Arbeit?
Wir nehmen uns gemeinsam Zeit und sind uns sehr bewusst, wie wertvoll sie ist. Auch durch Corona sind die Umstände natürlich besonders. Wir sind sehr viel zu Hause – René ganz sicher mehr, als er es unter normalen Umständen gewesen wäre, er ist ein Arbeitstier. Auch wenn er ab und zu mal einen Rappel kriegt und wieder raus will in die Welt, weiß er, wie wichtig die gemeinsame Zeit ist.

Arbeiten Sie denn schon wieder?
Ich habe nach sechs Wochen angefangen zu schreiben, weil ich das Manuskript für mein Buch abgeben muss. Das ist schon stressig. Im September kann ich hoffentlich durchatmen und mich mehr aufs Baby konzentrieren. Und vielleicht auf ein paar kleinere Projekte. Außerdem mache ich schon wieder erste Castings. Auch Renés Mutter unterstützt uns da.

Ihr Buchprojekt scheint Ihnen sehr wichtig zu sein.
Ich habe in meinem Leben bestimmt noch viel mehr darüber nachgedacht, wie es sich anfühlen wird, mein erstes Buch in den Händen zu halten als mein erstes Kind. Das war immer mein absoluter Traum.

Und was fühlen Sie nun als Mutter?
Das ist schon verrückt. Ich wusste, dass ich große Liebe empfinden kann, ich liebe auch meine Hunde abgöttisch. Allerdings wollte ich mir immer Zeit nehmen, dachte, dass man am Anfang ja auch fremdeln kann mit dem Baby. Aber es war ab Sekunde eins pure Liebe. Jetzt, wo wir uns immer näher kennenlernen, wächst dieses Gefühl noch mehr. Die Ausmaße sind wirklich verrückt.

Welches sind die schönsten Momente?
Casper fängt an, Quatsch zu machen. Er lacht, nimmt Dinge bewusster wahr, das ist großartig. Es ist super schön, wenn er einen neuen Entwicklungs­ schritt macht. Er greift jetzt seit zwei Wochen. Es macht Spaß, mit ihm zu spielen. Und dann ist da natürlich dieser Augenblick, den alle Mütter lieben: Wenn er auf dem Arm einschläft: Das ist bezaubernd, Vertrauen pur.

Wie macht René sich denn als Vater?
Es ist faszinierend, mit was für einem Selbstverständnis er alles macht, obwohl er keine Erfahrung hat. Ich habe meine kleine Schwester mit großgezogen, und ich habe auch noch kleine Neffen. Er aber macht das von einer Sekunde auf die andere so super, als hätte er nie etwas anderes getan. Schon cool, zu beobachten, wie er eine ganz neue Seite an sich entdeckt. Er entwickelt einen großen Respekt vor dem, was Frauen leisten. Für uns als Paar ist es Herausforderung und Bereicherung zugleich.

Wie hat sich Ihre Beziehung in den vergangenen Monaten verändert?
Es geht jetzt natürlich erst mal ums Kind. Uns selbst stellen wir hinten an. Trotzdem muss man immer darauf achten, dass man sich als Paar im Auge behält. Wir haben jetzt bald Jahrestag, da wollen wir dann zu zweit schön essen gehen und mal wieder Lilli und René, das Paar sein – und nicht Mama und Papa.

Wo liegen die Probleme im Alltag?
Es gibt mehr Zickereien, wenn man müde und gestresst ist. Wir konkur­rieren manchmal um die Zeit, weil wir uns beide auch um unsere Projekte kümmern müssen. Aber ich finde, wir machen das gut. Streitereien legen wir schneller ad acta als früher. Schließ­ lich müssen wir unsere Energie effizient einsetzen.

Treiben Sie wieder Sport?
Nur Rückbildung.

Fällt Ihnen das schwer?
Ja, sehr. Aber ich bewege mich viel, gehe mit Casper spazieren. Sport ist eine große Bestätigung in meinem Leben. Ich bin sportsüchtig, liebe das Gefühl, den Körper an seine Grenzen zu bringen.

Ihre Figur ist auf jeden Fall schon wieder top.
Ja, ich habe noch bisschen Bauch, bin aber dünner als vorher, weil ich meine Muskeln verloren habe. Nur meine großen Brüste stehen mir nicht, die Proportionen stimmen einfach nicht. Sie haben in den Sozialen Medien auch von Ihren Stillproblemen und den Folgen eines Dammrisses erzählt.

Brechen Sie damit ein Tabu? Eigentlich ist mit einem Baby doch alles rosarot.
Dieser Schein langweilt mich, die fehlende Authentizität nervt. Es ist eine Wahnsinnsreise, wenn man ein Kind kriegt. Ich hätte damit nicht gerechnet. Und wenn ich davon nicht ehrlich erzähle, könnte ich nicht in den Spiegel schauen. Die Reaktionen sind sehr positiv, denn die Frauen realisie­ren, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. Perfekt gibt es nicht. Ich bin lieber brutal ehrlich.

Wie sind Ihre nächsten Pläne mit dem Kleinen – vielleicht der erste Urlaub zu dritt?
Für September haben wir eine Reise gebucht, aber das werden wir kurz vorher entscheiden. Ich würde gern zum Babyschwimmen gehen, mit dem Kleinen über einen schönen Markt­platz in Südfrankreich flanieren. Aber das sehe ich alles noch nicht. So be­sinnen wir uns auf das Wichtigste und die kleinen Dinge, warten, dass das Baby sich mal dreht, beobachten es stundenlang – das liebe ich. Ich freue mich darauf, abends mal wieder ein Buch zu lesen oder eine Serie zu gucken. Aktuell aber gibt es nur drei Dinge in meinem Leben: Baby, Buch und Beckenboden.

Wie wurde Casper in Ihrer Familie aufgenommen?
Alle sind verliebt in ihn! Er ist ein kleiner Charmeur, wenn er lacht. Er ist wirklich ein echtes Geschenk.

Das hört sich nach einem zweiten Baby an.
Ich war früher immer skeptisch. Aber jetzt kann ich mir ein zweites Kind vorstellen. Weil Casper so unfassbar süß ist und ein Geschwisterchen ver­dient hat.

Gala


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