Libuse Safrankova: "Aschenbrödel" hat Krebs

Die Schauspielerin Libuše Šafránková, der Star aus "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", hat Krebs und musste sich einen Teil der Lunge entfernen lassen. Öffentliche Auftritte kann sie nicht mehr wahrnehmen

Libuše Šafránková in "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"

Weihnachten naht und was wäre die Adventszeit ohne das wunderbare Wintermärchen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", das auf fast jedem Fernsehsender läuft? Doch dem Star dieses und mehrerer weiterer Märchenfilme geht es schlecht: Die Schauspielerin Libuše Šafránková leidet an Lungenkrebs, schreibt die tschechische Illustrierte "Blesk". Die Diagnose soll bereits ein Jahr alt sein und die 62-Jährige musste sich zwischenzeitlich offenbar einen Teil der Lunge operativ entfernen lassen.

Sie fehlte bei der Preisverleihung

Eine Ehrung durch den tschechischen Präsidenten Milos Zeman am 28. Oktober konnte die erkrankte Libuse Safrankova nicht selbst entgegennehmen - ihre Schwester Miroslava kam an ihrer Stelle.

Zum Thema wurde die Erkrankung, weil Šafránková eigentlich am 28. Oktober zu einer Ehrung durch den tschechischen Staatspräsidenten Milos Zeman erwartet wurde. Sie sollte den "Weißen Löwen", eine Verdienstmedaille für ihr künstlerisches Schaffen, erhalten - doch sie kam nicht zu der Veranstaltung.

Statt ihrer nahm ihre jüngere Schwester Miroslava die Ehrung entgegen und verriet "Ich bin sehr stolz auf meine Schwester.". Zeman, der ein Fan des Films von 1973 sein soll, hatte extra für diese Preisverleihung auch drei Haselnüsse vorbereitet. Šafránková soll die Ehrung nach "Blesk"-Angaben im TV verfolgt haben.

Angaben zum aktuellen Gesundheitszustand von Libuse Šafránková machen weder sie selbst noch ihr Ehemann, der Schauspieler Josef Abrhám. Beide leben gemeinsam in Prag, und auch Šafránkovás Schwester, die die Kranke nach eigenen Angaben im täglichen Leben unterstützt, lebt nur wenige Straßen entfernt.

Auch im Oscar-Film "Kolja" spielte sie mit

Frühere Kinderstars

Was wurde aus ...?

Paula Schramm spielte die freche Emely in der KIKA-Serie "Schloss Einstein". Sie war damals die bestgekleidete Person im gesamten Internat und ihre gehäkelten Mützen und die extremen Hüfthosen sind dem Zuschauer wohl besonders in Erinnerung geblieben. Später war sie auch Gangmitglied der "Wilden Hühner" und schaffte es damit sogar auf die Kinoleinwand.
Paula Schramm hat über die Jahre ihr freches Grinsen nicht verloren. "Die Hebamme" brachte der Schauspielerin einen weiteren großen Erfolg ein. Seit 2015 ist sie außerdem in der TV-Serie "In aller Freundschaft" zu sehen.
Josefine Preuß ist vor der Kamera groß geworden. Sie gewann in der KIKA-Serie "Schloss Einstein" unsere Herzen. Später sah man sie auch in "Schüleraustausch – Die Französinnen kommen" und neben Schauspielkollege Elyas M’Barek in "Türkisch für Anfänger". Was macht sie heute?
Sie ist dem Film-Business auch Jahre später treu geblieben. Ihre Haare trägt sie noch immer in einem rostigen Rotton - ihr Markenzeichen. Mit ihrer Rolle in "Smaragdgrün" lockte Josefine Preuß 2016 die Zuschauer in die deutschen Kinos.

70

Der letzte große Filmerfolg von Safrankova war der Oscar-gekrönte Film "Kolja" aus dem Jahr 1996. Doch vor allem Märchenfilme wie "Der Prinz und der Abendstern", "Die kleine Meerjungfrau" und der heiß geliebte "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" machten die Tschechin, die zuvor am Theater spielte, bekannt.

In einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau" zu Weihnachten 2009 erzählte die Schauspielerin, ihr größter Weihnachtswunsch sei, dass jedes ihrer Familienmitglieder an Weihnachten einen Walnuss mit einem guten Kern knacke - das verspreche einem Aberglauben nach Gesundheit für das folgende Jahr. Hoffentlich haben die Walnüsse in diesem Jahr auch eine gute Botschaft für das erkrankte "Aschenbrödel".

Drei Nüsse für Aschenbrödel

Der Titelsong von "Aschenbrödel"

©Gala
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