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Nazan Eckes Let's Dance: Sie hat das Fieber gepackt

Nazan Eckes
© Getty Images
Nazan Eckes tanzt zur Zeit bei "Let's Dance". Zwischen Mama-Alltag, Job und Ehefrau meistert sie täglich jeweils acht Stunden Training. Mit GALA spricht sie über ihr momentan etwas anderes Leben

Nazan Eckes, 42, ist Moderatorin, Mutter von zwei Kindern und zur Zeit Kandidatin bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance". Wie sie das alles schafft? GALA hat mit ihr gesprochen - über Schlaf, Verletzungen und den Abwasch, der momentan einfach warten muss. 

Sie geben alles auf dem Parkett, um so gut zu sein. Wie lange am Tag und wie oft trainieren Sie?

Nazan Eckes: Ich trainiere fünf bis sechs Mal die Woche und das acht Stunden am Tag. Die letzten zwei Stunden ähneln nur noch einem Durchschleppen, weil ich kaum noch mein Energielevel oben halten kann. (lacht)

Wie steht es um Verletzungen?

Ich habe mir beim Training erstmal eine dicke Beule an der Stirn zugezogen. Der "Let’s Dance"-Arzt hat mich gleich behandelt und mir einen Stirnverband verpasst, damit sich die Flüssigkeit verteilt und die Beule verschwindet. Jetzt kam eine Verletzung an der Rippe hinzu. Aber man gewöhnt sich daran, hier und da Schmerzen zu haben. Mit Bädern, Salben und Tapes halte ich mich über Wasser. (lacht)

Das geht bestimmt auch an die Nerven?

Die mentale Belastung und der Druck ist viel größer als die körperliche Belastung. Die vielen Bewegungsabläufe, die man sich innerhalb von kürzester Zeit einprägen muss. Und dann muss es noch irgendwie schön und leicht wirken. Das ist eine Herausforderung, die völlig neu für mich ist und die mich ermüdet. Aber der Spaß und die Freude überwiegt am Ende.   

Bemerken Sie schon körperliche Veränderungen?

Der Körper verändert sich durch das Tanzen. Ich habe schon in der ersten Woche zwei bis drei Kilo verloren. Jetzt esse ich gegen das Tanzen an, weil ich nicht weiter abnehmen und bei Kräften bleiben will. Der ganze Körper ist ein einziger Muskelkater. Nach einer warmen Dusche oder einer warmen Badewanne, geht es schon wieder etwas besser. Aber wenn ich am nächsten Morgen aufstehe, habe ich das Gefühl, ich kann mich überhaupt nicht mehr bewegen. (lacht)   

Fällt Ihnen etwas schwer?

Ich hatte beim Cha-Cha-Cha wirklich Schwierigkeiten, mir die Choreografie zu merken und habe diese Angst leider ein bisschen mit in die Show geschleppt. Das war gar nicht mal so der Druck, dass direkt alles perfekt sein muss, wie mir immer unterstellt wird, sondern es war einfach die Panik, dass ich komplett alles vergesse und nicht mehr weiter weiß. Solche Ängste führen dazu, dass man sich nicht in den Tanz fallen lassen kann. Was ich einfach wirklich nicht gut kann, sind Drehungen. Dieses schnell Drehen und Bam auf dem Punkt stehen bleiben, da bin ich wie Wackelpudding.   

Sie sind Mama von zwei kleinen Kindern. Wie bekommen Sie ihren Alltag neben dem Training noch geregelt? 

Die größte Herausforderung neben "Let’s Dance" ist das Familienleben zu strukturieren. Es soll niemand zu kurz kommen. Wenn ich meine Sendung "Explosiv" moderiere oder ein anderes TV-Format, achte ich immer darauf, dass ich mehrere Tage am Stück Zuhause bin und auch unter der Woche viel Zeit mit den Kindern verbringe. Das kommt nun zu kurz. Am Samstag bin ich nach der Show sehr müde, unser Familien-Sonntag fällt wegen des Trainings aus. Aber ich raffe mich für meine Kinder auf. Und mein Mann Julian unterstützt mich vollkommen. Da er demnächst ein großes Projekt in Venedig hat, müssen wir uns gut absprechen und perfekt organisieren. Wir teilen uns beim Einkaufen und Kochen auf. In unserem Haus sieht es meist ziemlich chaotisch aus, weil ich nicht groß zum Aufräumen komme und das Geschirr auch mal über Nacht stehen bleibt. Wir leben im Moment so ein bisschen wie in einem sehr individuell geführten Boutique Hotel. (lacht)  

Wenn Sie heute tanzfrei hätten, was würden Sie tun?

Schlafen, schlafen, schlafen und nochmals schlafen. (lacht) Ich muss gar nicht tief schlafen, es würde mir reichen, nur in der Waagerechten zu liegen, nix tun zu müssen und mit meinen Kindern kuscheln, ihnen etwas vorlesen.    

Woher nehmen Sie die Kraft?

Ich glaube fest daran, dass alle Dinge, die man gerne macht, einfach glücklich machen und notwendige Kraft dafür verleihen. Bevor das Training losging, habe ich mich auch gefragt: Wie soll das funktionieren, wie soll ich das überhaupt schaffen? Jetzt, wo ich mittendrin stecke, bin ich zwar chronisch müde, aber mich hat das Fieber gepackt weiterzukommen, weil es unendlich viel Spaß macht. 

Gala

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