Leonardo DiCaprio: Und wieder kein Oscar

Leonardo DiCaprio war zum vierten Mal für einen Oscar nominiert - und schon wieder ging der Frauenschwarm leer aus

Leonardo DiCaprio bei der Oscar-Verleihung 2007, bei der er für die Hauptrolle im Film "Blood Diamond" nominiert war.

"Und der Oscar geht an... Matthew McConaughey!" - Leonardo DiCaprio wurde in der Nacht zu Montag (3. März) mal wieder nicht mit einem Oscar bedacht. Und das, obwohl der 39-Jährige schon vier Mal nominiert war. Fair, wie er ist, umarmte er seinen Kollegen bei dessen Weg auf die Bühne direkt und drückte ihm noch dazu einen Gratulationsschmatzer auf die Wange. Doch so recht freuen konnte Leonardo DiCaprio sich nicht, seine Gesichtszüge wirkten etwas zu angestrengt optimistisch.

Fairer Verlierer: Leonardo DiCaprio gratuliert seinem Kollegen Matthew McConaughey zu dessen Oscar-Triumph in der Kategorie "bester Hauptdarsteller".

Nominiert war er 2014 für seine Darstellung des "Jordan Belfort" in "The Wolf of Wall Street" von Martin Scorsese. Im Januar kassierte er für seine Leistung auch schon den Golden Globe als bester Hauptdarsteller - eigentlich ein eindeutiges Zeichen für einen sehr wahrscheinlich Oscar-Triumph. Allerdings werden bei den Kritikerpreisen zwei Hauptdarsteller ausgezeichnet, einer in der Kategorie Komödie oder Musical und einer als bester Drama-Darsteller.

Die Trophäe sicherte sich übrigens Matthew McConaughey, der dann auch beim Rennen um den Oscar die Nase vorn hatte. Und eine deutlich bessere Oscar-Bilanz vorweisen kann: McConaughey wurde in diesem Jahr zu ersten Mal für den "Academy Award" nominiert - er verwandelt also zu 100 Prozent seine Nominierungen in einen Gewinn.

Diese Bilanz fällt bei Leonardo DiCaprio deutlich schlechter aus - falls sein Traum vom Oscar überhaupt einmal wahr werden sollte. Und dabei ist es ja nicht so, als würde er keine guten Leistungen abliefern. Das erste Mal war Leonardo DiCaprio 1994 mit seiner Rolle in "Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" für einen Oscar nominiert, der Preis als bester Nebendarsteller ging allerdings an Tommy Lee Jones.

Oscars 2014

Und der Oscar geht an ...

Cate Blanchett
Lupita Nyong'o posiert stolz mit ihrem Oscar.
Die Oscargewinner stellen sich für ein Gruppenfoto zusammen.
Matthew McCoanughey bestaunt den Goldjungen.

89

2005 griff Leo erneut an: Für seine Darstellung des "Howard" Hughes in "The Aviator" war er das erste Mal für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Kritiker sind der Meinung, dass der Film - den er mit Regisseur Martin Scorsese drehte - die beste Leistung des Charakterdarstellers war.

Scheinbar war das der "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" noch nicht gut genug. Der Preis ging an Jamie Foxx ("Ray"). Leonardo hielt es damals wie heute: Fair gratulierte er seinem Kollegen. Und zog dann auf der Aftershow-Party ein umso verkniffeneres Gesicht.

Ähnlich schwer fiel ihm das Lächeln im Jahr 2007: Leonardo DiCaprio ging mit "Blood Diamond" an den Start und musste sich Forest Whitaker ("The Last King of Scotland") geschlagen geben. Besonders bitter: In dem Jahr ging Leo mit zwei Filmen in die Award-Saison. "Departed - Unter Feinden" (wieder von Regisseur Martin Scorsese) konnte zwar zwei Trophäen abstauben - die Leistung von Leonardo DiCaprio fiel aber gänzlich hintüber, er wurde bei den Nominierungen übergangen. Und so sah man ihn wieder seinem Kollegen applaudieren, an seiner Miene lässt sich aber keinesfalls Begeisterung ablesen.

Leonardo DiCaprio bei der Oscar-Verleihung 2007, bei der er für die Hauptrolle im Film "Blood Diamond" nominiert war.

Für seine Fans steht jedenfalls fest: Leo hat längst einen Oscar verdient, bei Twitter erfanden sie dafür extra das Hashtag "#LeoDidntLoseAnOscarAnOscarLostHIm" (zu Deutsch etwa: "Nicht Leo muss ohne Oscar auskommen, der Oscar muss ohne ihn auskommen").

Für andere liefert Leos Oscarpech mittlerweile auch Stoff für Witze. Eine Autovermietung warb jetzt beispielsweise auf Facebook mit den Worten: "Leonardo Di... Wir finden: Auch ohne macht er eine gute Figur." und stellte dazu das Foto eines Cabrios - allerdings ohne Leo darin.

Wie lange Leonardo DiCaprio wohl noch den lächelnden Verlierer geben muss? Vielleicht sollte er sich ein Beispiel an Brad Pitt nehmen. Der 50-Jährige wurde immerhin dreimal für den Oscar nominiert und genauso oft übergangen. In diesem Jahr allerdings konnte er die Trophäe endlich mit nach Hause nehmen - allerdings für seine Leistung als Produzent des Oscar-Abräumers "12 Years a Slave".

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