Leonardo DiCaprio: Der entzauberte Traummann

Leonardo DiCaprio war einmal ein richtig toller Typ. Bis er aufhörte, sich zu ändern: Mittlerweile wirken seine Partys, Flirts und als einzige Konstante die eigene Mutter zu haben wie das Leben einer Karikatur. Das wird ihm auf Dauer schaden

Am vergangenen Freitag (11. November) ist Leonardo DiCaprio 37 Jahre alt geworden. Drei Jahre noch, dann hat auch er die magische Grenze von 40 Jahren erreicht. Doch kein Grund für Leo, deshalb in Nachdenklichkeit zu verfallen.

In New York schmiss er eine wilde Party, feierte "umgeben von 'Victoria's Secret'-Models" eine "exklusive Party" mit anderen Stars wie Robert De Niro, Naomi Campbell, Bradley Cooper, Edward Norton und Benicio Del Toro, wie verschiedene Medien berichten. Natürlich dabei: Mutter Irmelin. Und natürlich fehlte demnach auch jede Spur von einer konstanten Frau an seiner Seite.

Immerhin: Er ließ seine prominenten Freunde tief in ihre Taschen greifen und 1,3 Millionen Dollar für seine "Wildlife"-Organisation spenden. Umweltschutz ist ein Thema für ihn - nach wie vor wohl das einzig ernste in seinem Leben.

Made in Germany

Hollywood-Stars mit deutschen Wurzeln

Taylor Swift, einer der erfolgreichsten amerikanischen Sängerinnen, hat bayerische Vorfahren. Julius Mayer, Swifts Ur-Ur-Urgroßvater, wanderte 1865 von Bayern nach New York aus. Auch Swifts Großmutter Marjorie Finlay (geborene Moehlenkamp) hat deutsche Wurzeln.
Angelina Jolie
Die kanadische Schauspielerin Sarah Chalke, die uns allen aus "Roseanne" und natürlich "Scrubs" bekannt ist, besucht relgelmäßig ihre deutschen Verwandten in Rostock. Ihre Mutter emigirierte 1952 aus Deutschland nach Kanada.
Jawohl, auch Stil-Ikone Victoria Beckham ist irgendwie eine von uns.

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Aus Australien eingeflogen feierte Leo in New York wild und lang, jettete dann wieder zurück nach Down Under, denn eigentlich steht er dort für die Verfilmung von "The Great Gatsby" vor der Kamera. Mit zwei Freunden machte er noch kurz eine Erkundungstour durch die australische Wildnis, ließ sich auf Hängebrücken und an Wasserfällen ablichten. Dann ging es zurück ans Set.

Es ist das Bild vom derzeitigen Dasein Leonardo DiCaprios: Von ungemeiner Leichtigkeit, das Abenteuer suchend, von Models umgeben, und mit einer Karriere, die derzeit wieder einmal einem Hoch entgegen zu jagen scheint. Ungebunden, erfolgreich, wild - aber mittlerweile auch ein wenig zu oberflächlich wirkt Leonardo DiCaprio, der einst das Zeug dazu hatte, zu einer Ikone zu werden.

Vor 15 Jahren war das irgendwie cool. Es passte zum Image des blonden Schönlings, der wie ein Komet durch Hollywood schoss und das Bett mit wechselnden Supermodels teilte. Hatte er eine feste Freundin, wurde stets gemunkelt, dass diese ihn bloß nicht festnageln, geschweige denn sesshaft machen solle - schon war er wieder weg.

Doch nun, nach mehr als zwei Jahrzehnten im Geschäft, ist dieser Lebenswandel geradezu albern. Ohne Frage gibt es auch andere Frauenhelden in Hollywood. Man nehme etwa George Clooney. Aber auch er ist mit der Zeit reifer und gesitteter geworden - und hat sich damit seine Beliebtheit bewahrt. Leonardo DiCaprio scheint immer noch wie jener kleine Junge, der in "Jim Carroll" immer den nächsten Kick sucht.

Beruflich ist Leo mittlerweile auf dem richtigen Weg, wird immer reifer: Für seine Darstellung des ehemaligen CIA-Chefs J. Edgar Hoover im kommenden Clint-Eastwood-Film erntete der "Titanic"-Star bereits jetzt großes Lob. Der Streifen kommt 2012 in die Kinos.

Doch privat ist er davon noch weit entfernt. Seine Eskapaden - etwa nun mit einer abgelegten Ex von Schnulzen-Sänger Eros Ramazotti anzubandeln - rufen nicht mehr Bewunderung oder Entrüstung hervor. Beides sind für einen Star wohl förderliche Reaktionen. Sie lösen eher Schmunzeln hevor. Der Herzensbrecher von "The Beach" ist zur Lachnummer geworden.

smb

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