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Lena Meyer-Landrut Die Sängerin spricht über fehlende Erfahrungen in ihrer Jugend

Lena Meyer-Landrut
© Gerald Matzka / Getty Images
Lena Meyer-Landrut zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen in Deutschland – jetzt enthüllt sie in einem Interview die Schattenseiten ihrer frühen Karriere.

"Nur zum Spaß" meldete sich Lena Meyer-Landrut, 30, im Jahr 2009 bei Stefan Raabs Castingshow "Unser Star für Oslo" an, die nach jahrelangen Flops endlich wieder einen würdigen Teilnehmer für den "Eurovision Song Contest" suchte. Die Schülerin überzeugte sofort. 2010 wurde aus einer Abiturientin über Nacht ein Star: Die damals 19-jährige Lena Meyer-Landrut gewann mit dem Titel "Satellite" den "Eurovision Song Contest" und startete eine Blitzkarriere. Sie führte ein Leben im Rampenlicht. Dafür hat sie allerdings auch viel aufgegeben, wie sie jetzt in einem Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) verrät.

Zum 7. Mal Jurorin bei "The Voice Kids"

Die Sängerin gibt mittlerweile nur selten Interviews, jetzt machte sie eine Ausnahme. Der Grund dafür ist ihre Teilnahme als Jurorin in der neuen Staffel der Castingshow "The Voice Kids". Zum siebten Mal ist die Synchronsprecherin mit von der Partie. Bereits mit 21 Jahren bewertete die ESC-Gewinnerin die Nachwuchstalente in der Gesangsshow. Doch heute, im Alter von 30 Jahren, sieht sie ihre Aufgabe in der Jury mit anderen Augen. Während sie sich damals "einfach gefreut hat, Coach sein zu dürfen" und unbedingt "mit den Kids gewinnen wollte", tritt Lena heute ruhiger und überlegter auf. Ihr Verständnis von ihrem Job hat sich verändert. "Es ist ein bisschen entzaubernd – aber das macht es für die Kinder gleichzeitig ein bisschen zauberhafter", betont sie im Interview.

Lena Meyer-Landrut kennt das Gefühl, etwas zu verpassen

Die Sängerin blickt nicht nur auf ihre Anfänge als Jurorin zurück, sondern erinnert sich auch an ihre jugendliche Vergangenheit, die wohl ganz anders ablief, als es sich die heute 30-Jährige für sich gewünscht hätte. "Ich kann von mir sagen, dass meine Zwanzigerjahre sich ähnlich anfühlten wie eine sehr lange Corona-Phase – was Erfahrungen, Partys und das eigene Erproben von Grenzen angeht", resümiert sie. Aus Angst vor Paparazzi, die an jeder Ecke lauerten und nur darauf warteten, Lena in einer unangenehmen Situation zu erwischen, hielt sie sich zurück, "erlaubte sich viele Dinge" erst gar nicht, die "sie andernfalls wahrscheinlich ausprobiert hätte". "Deshalb kann ich das Gefühl, etwas zu verpassen, sehr gut nachvollziehen", gesteht sie im Interview.

Lena Meyer-Landrut

WG-Partys, Clubnächte, Cocktailabende – um in den Medien nicht negativ aufzufallen, hat Lena Meyer-Landrut auf viele Dinge, die in jungen Jahren Spaß machen, verzichtet. Vor allem aus Selbstschutz. Die Musikerin spricht über eine Zeit, in der sie "darüber sehr traurig war".

Die Sängerin nutzt die sozialen Medien inzwischen anders

Das Leben von Lena Meyer-Landrut hat sich verändert. Heute trifft die 30-Jährige Entscheidungen bewusst, erlaubt sich auch mal etwas, ohne es zu bereuen. Die Sängerin weiß, was sie will. Sie setzt sich bewusst Grenzen, trifft in der Öffentlichkeit ruhiger auf und findet auch nicht mehr ständig in den sozialen Medien statt, wie sie einst im Interview mit dem "Stern" offenbarte: "Ich nutze Instagram heute anders als früher. Ich möchte Geschichten erzählen, die gerade in meinem Leben passieren, aber auch nur, wenn ich mich danach fühle. Wie beispielsweise zu neuen Projekten oder neuen Alben. Dann möchte ich meine Community an meinen Gedanken teilhaben lassen." 

Die ESC-Gewinnerin wählt ihre Posts bewusster aus und macht sich frei davon, ständig in den sozialen Medien präsent zu sein. "Ich habe nicht mehr den Posting-Druck, den ich früher einmal hatte. Mein letzter Post ist inzwischen schon wieder drei Wochen her, aber da ist nicht mehr so sehr mein Fokus drauf − ich bin damit viel entspannter geworden", so Lena. Und auch in eine Schublade lässt sich die Künstlerin nicht mehr stecken. "Heute ist mir egal, was jemand über mich gehört hat. Ich begegne Menschen nicht mehr so wie früher. Mein Bedürfnis, Erwartungen gerecht zu werden, lässt immer mehr nach. Mit dieser Haltung geht es mir viel besser."

Verwendete Quellen: rnd.de, stern.de

cba Gala


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