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Lena Gercke "Er fragte mich, wie weit ich bereit sei zu gehen"

Lena Gercke
Lena Gercke
© Getty Images
Seit über zehn Jahren ist Lena Gercke als Model erfolgreich. Dabei hat sie auch die Schattenseiten der Branche kennengelernt

Ein junges Model, ein etablierter Fotograf - eine Situation, die mancher missbraucht. Lena Gercke, 29, berichtet in einem Beitrag für das Lifestyle-Magazin "Iconist" von ihren Erfahrungen in der Modewelt - und diese schockieren.

Was geht zu weit?

"Viele Fotografen nutzen es aus, dass junge Mädchen noch so naiv sind", stellt die 29-Jährige fest. Sie selbst erlebte das bei einem Testshooting in Paris. Das Shooting habe damals in der Wohnung des Fotografen stattgefunden. Er habe vorgeschlagen, die Bilder in seinem Wohnzimmer auf der Couch zu machen, berichtet das Model, das damals 18 Jahre alt war. "Nach einigen Motiven fragte er mich, ob ich mein T-Shirt ausziehen würde, damit wir noch ein paar Bilder in Unterwäsche machen können. Auch das ist eigentlich normal, die Agenturen brauchen für Castings auch Bodyshots", erklärt sie in dem "Iconist"-Beitrag. 

Lena Gercke: "Er schmierte Pizza in mein Dekolleté"

Während des Shootings habe der Fotograf Essen bestellt und sie gefragt, ob sie denn auch "Hunger hätte". Als sie abgelehnt habe, habe er angefangen sie "mit Pizza zu füttern" und sie währenddessen zu fotografieren. "Er fing dann sogar an, die Pizza in mein Dekolleté zu schmieren, was mich anekelte und spätestens da hab’ ich mir gedacht, dass hier irgendwas absolut nicht stimmt und ich so schnell wie möglich wegmuss" erzählt sie weiter. "Er fragte mich ein paar Mal, wie weit ich bereit sei zu gehen, aber ich verstand nicht so wirklich, was er damit meinte."

Modelagenturen tragen Verantwortung

Sie sei daraufhin einfach gegangen, doch habe sich "schlecht, benutzt und angeekelt" gefühlt. Den Mut sich gegen einen solchen Übergriff zu wehren, bringen nicht alle jungen und unerfahrenen Models auf. "Ihnen werden tolle Bilder versprochen, aber dass bei einigen Shoots noch mehr Leistungen erbracht werden sollen, darüber spricht keiner", kritisiert Gercke in dem Beitrag. Die Modelagenturen trügen in diesem Fall die Verantwortung. 

Gala

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