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Laura Wontorra über ihre 2. Hochzeit "Wir wollen anderen Paaren den Vortritt lassen"

Laura Wontarra
Laura Wontarra
© Getty Images
Für gewöhnlich betritt Laura Wontorra in dieser Jahreszeit öfter den Rasen verschiedenster Fußballstadien als ihren eigenen Garten in Köln. In Zeiten von Corona ist das anders. Ein Interview über ihren neuen Alltag in Krisenzeiten.
Normalerweise richtet sich der Alltag von Laura Wontorra, 31, nach dem Fußball: Die Moderatorin steht bei fast allen Fußball-Länderspielen für RTL am Spielfeldrand oder unterstützt ihren Ehemann Simon Zoller, 28, Profi-Fußballer beim VFL Bochum, bei Bundesligaspielen.

Laura Wontorra + Simon Zoller: Von Lagerkoller keine Spur

In Zeiten von Corona sieht das anders aus, die Welt scheint still zu stehen und auch der Fußball muss eine Pause einlegen. Ob es in diesem Jahr noch einmal Spiele mit Zuschauern geben wird? Ungewiss. Geisterspiele sind eine Option, ob der Plan funktioniert, wird sich zeigen. Laura Wontorra blickt trotzdem positiv in die Zukunft, wie sie GALA am Telefon erzählt. Ihr Motto: "Immer nur nörgeln bringt niemanden voran." Zusammen mit ihrem Liebsten genießt die Moderatorin die Zeit zuhause, von Lagerkoller bisher keine Spur. Wie sie mit der aktuellen Situation umgeht und warum sie und Simon Zoller auf ihre ursprünglich geplante zweite Hochzeit im Sommer 2021 verzichten wollen, verrät Laura Wontorra im Interview mit GALA.
GALA: Was vermissen Sie in Zeiten von Corona am meisten?
Laura Wontorra: Ich vermisse es total, mich mit meinen Freunden zu treffen, abends was Leckeres essen zu gehen und ein Glas Wein zu trinken. Das fehlt mir schon sehr, vor allem, weil das Wetter so schön ist. Und am zweitmeisten fehlt mir natürlich das prall gefüllte Fußballstadion mit Fans, obwohl ich leider befürchte, dass wir Fußballspiele mit Publikum nicht vor 2021 erleben werden. Trotzdem bringt diese Krise auch viel Positives mit sich.
Zum Beispiel?
Die Nahbarkeit der Menschen und die gegenseitige Solidarität ist extrem groß. Wir können diese Krise nur gemeinsam bewältigen, und das haben die meisten verstanden.
In dieser Krise zeigt sich viel Menschlichkeit.
Besuchen Sie Ihre Eltern momentan?
Meine Mutter lebt mit ihrem 97-jährigen Schwiegervater in einem Haushalt, deswegen kann ich sie leider aktuell nicht besuchen – die Gesundheit geht vor. Meinen Vater habe ich in den letzten Wochen auch nicht gesehen, aber es könnte sein, dass wir in der nächsten Woche mal zusammen drehen. Aber mein Vater hat sich erstaunlicherweise in den letzten vier Wochen strikt darangehalten, zuhause zu bleiben. Er zählt schließlich auch zur Risikogruppe: Über 70 und jahrelang geraucht.
Laura und Jörg Wontorra
Laura und Jörg Wontorra
© Getty Images
Haben Ihre Eltern den Ernst der Lage und die Maßnahmen sofort verstanden?
Nein, das war anfangs ein kleiner Konflikt. Mein Vater (Anm. d. Red.: Jörg Wontorra, 71) hat einen Zweitwohnsitz in Spanien und verbringt dort viel Zeit, deswegen wollte er am Anfang der Krise auch gar nicht zurück nach Deutschland. Aber zum Glück konnten wir ihn dann doch recht schnell vom Gegenteil überzeugen.

Laura Wontorra: Zweite Hochzeit 2021?

Sie haben schon in der Talkshow "Kölner Treff" erzählt, dass Sie und Ihr Mann Simon Zoller sich trotz der ungewohnten Umstände zuhause immer noch sehr gut verstehen. Gab es denn wirklich keine Momente des Lagerkollers?
Nein, wirklich nicht. (lacht) Das kann aber auch daran liegen, dass mein Mann schon seit zwei Wochen jeden Tag zum Kleingruppentraining nach Bochum fahren muss. Und ich habe in den letzten Wochen auch ein paar Mal gearbeitet – natürlich unter den strengsten Sicherheitsvorkehrungen.
Also hatten Sie zwischendurch auch mal ein bisschen "Pause" voneinander.
Ab und zu, das stimmt. Aber auch als wir wirklich nur zuhause waren, sind wir echt gut miteinander klargekommen. Wir haben zum Glück einen Garten und wohnen in einer sehr grünen Gegend, so fühlen wir uns nicht eingesperrt.
Dass es uns in dieser Krise so gut geht, wissen wir sehr zu schätzen.
Könnten Sie sich an so einen ruhigen Alltag gewöhnen?
Gewöhnen definitiv, aber ich liebe meinen Job und den Fußball einfach viel zu sehr. Ich freue mich einfach, wenn mein normales Leben wieder losgeht. Und bis dahin bin ich auch zuhause sehr glücklich.
Sie haben in einem GALA-Interview erzählt, dass Sie für nächstes Jahr eine zweite Hochzeit in Spanien planen. Laufen die Vorbereitungen aktuell auf Hochtouren?
Nein. Unsere Idee war ursprünglich, den 30. Geburtstag meines Mannes und eine zweite Hochzeit zusammenzulegen. Aber weil in diesem Jahr so viele Paare ihre Hochzeit verschieben oder absagen müssen, wollen wir ihnen im nächsten Jahr den Vortritt lassen. Wenn sich dann spontan ein Zeitfenster ergibt, sind wir offen für alles, aber es gibt definitiv wichtigere Dinge im Augenblick.

Laura Wontorra: Tipps gegen Lagerkoller?

Haben Sie Tipps für andere Paare, um diese Zeit genauso entspannt zu überstehen wie Sie und ihr Mann?
Ich glaube, es ist besonders wichtig, nicht zu den Nörglern, sondern zu den Machern zu gehören – und das gilt nicht nur für Paare, sondern für alle. Wir müssen diese Situation einfach akzeptieren und positiv bleiben.
Immer nur nörgeln bringt niemanden voran.
Auf Instagram sieht man gefühlt jeden Zweiten puzzeln oder Bananenbrot backen. Haben Sie auch neue Hobbys für sich entdeckt?
Ehrlich gesagt: Nein! (lacht) Allerdings habe ich mir am Anfang der Krise ein kleines Studio in unserem Fitnessraum für mein neues Instagram-Format "Kölner Keller" eingerichtet. Und ansonsten mache ich viel Sport und koche definitiv mehr als sonst.
Laura Wontorra bei "Grill den Henssler"
Laura Wontorra bei "Grill den Henssler"
© TVNOW / Frank W. Hempel
Kochen? Ich habe gelesen, dass Sie nicht kochen können …
Das ist tatsächlich auch so, aber die Krise zwingt mich eben dazu. (lacht) Und ich habe anscheinend auch schon ein paar Tricks von Steffen Henssler gelernt, meine Kochkünste sind laut meinem Mann schon viel besser als vor zwei, drei Jahren. (Anm. d. Red.: Laura Wontorra moderiert in diesem Jahr zum ersten Mal die Koch-Show "Grill den Henssler. Die ersten drei Folgen von "Grill den Henssler" sehen Sie ab dem 10. Mai immer sonntags um 20:15 Uhr bei VOX.)
Ihr Mann ernährt sich vegan, Ihr Lieblingsessen ist Wiener Schnitzel. Ein Streitpunkt?
Nein. Mein Mann ernährt sich seit anderthalb Jahren vegan und ich versuche – vor allem, wenn ich unterwegs bin – so gut es geht auf Fleisch zu verzichten. Trotzdem verbiete ich mir nichts. Zuhause kochen wir aber fast ausschließlich vegan.
Verwendete Quellen: eigenes Interview
Gala

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