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Laura Wontorra "Papa ist mein größter Kritiker - was ich toll finde!"

Laura Wontarra
Laura Wontarra
© Getty Images
Laura Wontarra startet im TV jetzt richtig durch. GALA sprach mit ihr über Bier im Stadion, Champagner auf dem roten Teppich - und eine zweite Hochzeit.

Eine Traumquote am Sonntagabend! Rund 2,63 Millionen Zuschauer sahen das RTL-Duell "Pocher vs. Wendler" - Laura Wontorra, 31, führte souverän durch das dreistündige Spektakel. Es war die erste große Live-Show für die Tochter von TV-Sport-Legende Jörg Wontorra. Ab April moderiert sie dann neben "Ninja Warrior" und Fußball-Länderspielen auch noch die Vox- Kochsendung "Grill den Henssler".

Laura Wontarra im GALA-Interview

Werden Sie jetzt die neue Allzweckwaffe von RTL?
Ich finde es großartig, die Möglichkeit zu bekommen, mich in verschiedenen Bereichen auszuprobieren. Dass die "Pocher vs. Wendler"-Show nun so ein Erfolg war, hat sicherlich am wenigsten mit mir zu tun. Aber das verraten wir einfach keinem. (lacht)

Wie lautete das Urteil Ihres Vaters?
Papa ist mein größter Kritiker, was ich toll finde! Eine ehrlichere Kritik kann man kaum bekommen als die vom eigenen Vater mit 40 Jahren TV-Erfahrung. Hätte er mir eine Note gegeben, wäre es wohl eine Zwei minus geworden. Er soll mir ruhig sagen, was ich noch besser machen kann. Ich will und muss ja noch lernen.

"Fußball ist weiter die klare Nummer eins"

Was reizt sie an einer Kochshow wie "Grill den Henssler"?
Ich war selber ein paarmal zu Gast und weiß daher, dass die Chemie zwischen Steffen und mir passt. Ich bin die erste Moderatorin in der Geschichte der Show, die nicht kochen kann! (lacht) Bisher kannten sich die Moderatorinnen extrem gut aus, waren Foodies. Das bin ich halt nicht. So kann ich aber besser nachfragen. Wie filetiert man Fisch? Wie schneide ich eine Mango richtig? Das ist vielleicht auch für den Zuschauer spannend. Mein Mann wird jedenfalls sehr davon profitieren.

Welches Gericht soll Steffen Henssler Ihnen unbedingt bei- bringen?
Wiener Schnitzel mit Gurken- und Kartoffelsalat. Mein Lieblingsessen!

Als wir Sie 2015 das erste Mal getroffen haben, war Ihre Priorität ganz klar der Fußball. Hat sich das verändert?
Fußball ist weiter die klare Nummer eins. Aber wie heißt es so schön: Man wächst mit seinen Aufgaben. Ich bin gespannt, was noch auf mich zukommt, ich hab auf jeden Fall Blut geleckt. Ein Talkformat zum Beispiel würde mich reizen. Ich bin Riesenfan von "Inas Nacht" und klassischen Talkshows.

Meine große Leidenschaft ist aber nach wie vor der Sport.

Mir geht das Herz auf, sobald ich in ein Fußballstadion komme. Wenn ich diesen kalten, nassen Rasen rieche, die Bratwurst und das Dosenbier, dann bin ich glücklich.

"Ich kann High Heels und Gummistiefel"

Champagner trinken Sie aber auch ganz gern, oder?
Absolut. Ich kann High Heels und Gummistiefel. Ich trage genauso gern ein Glitzerkleid auf dem roten Teppich wie bei anderen Gelegenheiten Hoodie und Sneakers.

Ich stelle mich auch immer noch gern privat ins Stadion, gucke mir mit Freunden ein Spiel an und trinke dazu ein Bierchen.

Sie wirken trotz Ihrer Erfolge sehr geerdet.
Na ja, eine Fernsehkamera war für mich schon mit sechs Jahren nichts Außergewöhnliches. Durch meinen Vater habe ich das alles schon früh mitgemacht. Übrigens auch die Schattenseiten dieses Jobs. Obwohl sich meine Eltern im Guten getrennt haben, wurde ihre Scheidung plötzlich öffentlich. In der Zeitung stand: "Jörg Wontorra trennt sich von Ehefrau und zieht nach Spanien!“ Da musst du als Zwölfjährige trotzdem in die Schule gehen.

Gibt es noch viele Freunde von früher?
Ich habe nach wie vor meinen Freundeskreis aus Bremer Schulzeiten. Die kennen mich also aus der Zeit, als ich den Job noch nicht gemacht habe. Das hilft mir sehr.

Laura und Jörg Wontorra
Laura und Jörg Wontorra
© Getty Images

"Wir haben für uns einen sehr guten Weg gefunden"

Ihr Mann Simon Zoller ist Zweitliga-Profi, spielt beim VfL Bochum. Mit 29 Jahren steht er eher am Ende seiner Karriere, während Sie jetzt richtig Gas geben. Unterstützt er Sie bedingungslos?
Er vertraut mir total. Aber wir diskutieren alle Projekte, die anstehen. Seine und meine. Seine Meinung ist mir extrem wichtig. Außerdem versuchen wir uns gegenseitig zu unterstützen.

Selbst wenn ich einen vollen Terminkalender habe, sehe ich zu, auch mal an einem Samstag oder Sonntag in Bochum mit im Stadion zu sitzen und meinem Mann beim Fußballspielen zuzugucken. Weil es mich stolz macht, was er geleistet hat in seiner Karriere.

Es ist nicht immer einfach, wenn zwei junge Menschen in der Öffentlichkeit stehen, aber wir haben für uns einen sehr guten Weg gefunden.

"Es wäre keine Hochzeit mehr, sondern ein Fest der Liebe"

Wie sieht es denn mit der Familienplanung aus?
Da machen wir uns überhaupt keinen Druck. Ich finde es großartig, wie modern unsere Gesellschaft heute diesbezüglich ist. Ich sehe es an meiner Mutter, die Sportmoderatorin bei Sat.1 war: Als sie mit mir schwanger war, musste sie eine Pause machen. Mit dickem Bauch zu moderieren war unvorstellbar. In 30 Jahren hat sich viel getan, ich merke das ja bei RTL. Man moderiert bis zum achten Monat, alles ist möglich. Frauen gehen in die Babypause und kommen nach kurzer Zeit zurück.

2016 haben Sie in kleinem Kreis geheiratet. Wollten Sie nicht die kirchliche Hochzeit noch nachholen?
Das ist unser großes Thema! Als wir im Winter auf Mauritius waren und ein Pärchen gesehen haben, das am Strand geheiratet hat, haben wir uns gefragt, ob wir unsere Hochzeit vielleicht im Sommer in Spanien nachholen sollten. Da sind wir nun aber schon zu spät dran. Jetzt gibt es tatsächlich eine Idee: Simon wird nächstes Jahr 30, vielleicht kombinieren wir das. Dann wären wir fast fünf Jahre verheiratet. Es wäre keine Hochzeit mehr, sondern ein Fest der Liebe.

Gala

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