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Lara Joy Körner "Ich gehe aufs Ganze!"

Lara Joy Körner
© Getty Images
Lara Joy Körner gehört zu den bekanntesten TV-Gesichtern Deutschlands. Jetzt ist sie frisch verliebt - mit GALA sprach sie über ihre Gefühle und Pläne.

Sie sprudelt fast über, wenn sie von ihrem Leben erzählt. Kein Wunder! Mit 41 Jahren ist Lara Joy Körner vierfache Mutter (von Söhnen zwischen neun und 22), steht seit bereits 28 Jahren vor der Kamera – und hat Schmetterlinge im Bauch. Nachdem 2013 ihre Ehe mit Unternehmer Heiner Pollert, dem Vater der drei Jüngeren, scheiterte, ist sie nun wieder verliebt.

Mit Markus Kinkel, einem Kaufmann aus Stuttgart, plant sie ihre Zukunft. Auch die Karriere darf gern noch mehr an Fahrt gewinnen. Zart und zerbrechlich wie zum Beispiel in Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen will die Tochter von Schauspielerin Diana Körner dabei nicht mehr unbedingt sein.

Lara Joy Körner ist frisch verliebt

GALA: Fühlen Sie sich mit Ihren bisherigen Rollen zu festgelegt?
Lara Joy Körner: Ich war immer die Tochter aus gutem Hause. Jetzt habe ich Lust auf selbstbestimmte, rebellische, wilde Frauen, auf Powerfrauen, die Schwäche zeigen und dadurch stark sind.

So wie Sie selbst?
Das ist mein Leben - sonst hätte ich ein anderes. Ich koche lieber für zehn als für zwei. Ich mag es, wenn das Haus voll ist, ich habe mir das so ausgesucht. Auch im Beruf. Diese Lebendigkeit und Leidenschaft.

Mussten Sie Ihre Karriere den Kindern unterordnen?
Ach, müssen! Familie ist für mich das Wichtigste. Natürlich habe ich mich zugunsten der Kinder auch mal gegen einen Job entschieden oder bin nicht auf eine Veranstaltung gegangen. Mein Bauchgefühl sagt mir ziemlich deutlich, was für mich am besten funktioniert. Dem kann ich Vertrauen schenken.

Jetzt sind die Kinder größer. Genießen Sie es, wieder mehr Zeit für sich zu haben?
Ich brauche Zeit für mich. Einmal am Tag, einmal die Woche, einmal im Jahr.

Tut es auch mal weh, von den Kindern immer weniger gebraucht zu werden?
Das ist ein wackeliges Gefühl. Ich justiere immer neu, wo ich Grenzen setze und wo ich ihnen Autonomie lasse. Das ist manchmal wie Liebeskummer. Aber vom ganz großen Liebeskummer bin ich noch weit weg. Der kommt, wenn alle aus dem Haus sind.

Welche Rolle spielt der Vater im Leben der Kinder?
Eine große. Die wird er auch immer spielen, er ist sehr präsent im Leben der Jungs.

Und in Ihrem Leben gibt es nun einen neuen Mann. Wie haben Sie sich kennengelernt?
Markus wurde mir auf dem Gartenfest seines Bruders vorgestellt. Ich war sehr beeindruckt und dachte: Wo kommt denn der plötzlich her? Ein gemeinsamer Freund meinte dann: „Markus ist einer der unterschätztesten von allen. Der ist intelligent, romantisch und gut mit dem Wort.“ Das hatte ich auch gerade festgestellt.

Wie schnell wurden Sie ein Paar?
Das hat sich länger entwickelt, wir haben einander viel geschrieben. Als wir uns dann wiedergesehen haben, war es nicht mehr aufzuhalten.

Waren Sie trotzdem vorsichtig, wieder einen Mann in Ihr Leben zu lassen?
Ja, das hat sich mit zunehmendem Alter geändert. Früher habe ich einfach gemacht - heute stelle ich ein paar Fragen, mache mir die Situation bewusst. Aber dann bin ich jemand, der sich ganz hingibt, das erfüllt mich. Ich schaue und spüre erst genau und gehe dann aufs Ganze.

Spielte es eine Rolle, dass Sie gerade 40 wurden, als Sie Ihren neuen Partner kennenlernten?
War dieser Tag ein Meilenstein für Sie?Ich war aufgeregt und hatte Respekt. Das Datum kam wie eine Gewitterwolke auf mich zu, von der man nicht weiß, was sie bringt. Dann haben wir alle - Kinder, Familie, Freunde - eine Woche auf Sizilien ge feiert, und ich war glücklich.

Haben Sie da auch Zwischen bilanz gezogen?
Ich habe vor allem einen gewissen Stolz empfunden, als ich auf den Frühstücks tisch geschaut habe, an dem wir alle wie an einer großen italienischen Tafel versammelt saßen. Wie schön!, habe ich da gedacht.

Leben Sie heute entspannter als früher?
Viel entspannter!

Sind Sie irgendwann auch mal an den Rand Ihrer Kräfte gekommen?
Ich musste lernen, um Hilfe zu bitten und zu sehen, dass meine Schwäche durch andere kompensiert werden kann und umgekehrt. Ich habe ein tolles Netzwerk von Freunden und anderen Müttern. Das ist ein wunderbares Gefühl, wenn jemand einspringt. Umgekehrt weiß ich, wie gerne ich Dinge, die mir leichter fallen, für andere tue. Früher war mir gar nicht bewusst, dass ich ganz schön streng mit mir war. Ich bin heute sehr viel freundlicher mit mir.

Wie lange hat dieser Lernprozess gedauert?
Dauert immer noch. (lacht) Aber ich bin ganz beseelt, wie gut das inzwischen funktioniert. Mit 25 konnte ich das noch nicht.

Weil Sie gefallen wollten?
Es war eher das Gefühl, für alles verantwortlich zu sein. Dazu kam ein gewisser Hochmut: Ohne mich läuft hier gar nichts.

Verspürten Sie damals auch Druck, weil Sie als Tochter einer prominenten Mutter in der Öffentlichkeit standen?
Nein, da sehe ich keinen Zusammenhang. Jeder ist sich selbst der ärgste Richter, möchte alles so gut machen und so viel aus dem Leben rausholen wie möglich. Das hat den positiven Effekt, dass man Antrieb hat und neugierig ist. Auf der anderen Seite erzeugt es Druck.

Was lieben Sie an Ihrem neuen Partner am meisten?
Er kann sich unglaublich gut freuen. Er ist sehr herzlich, und er ist lustig. Er lebt in Stuttgart, Sie in München.

Wollen Sie zusammenziehen?
Ich wünsche mir einen Garten mit Weitblick und Markus. (lacht)

Können Sie sich vorstellen, noch mal zu heiraten?
Er ist der Romantiker. Ich bin jemand, der sagt: Wozu brauchen wir das?

Aber es ist auch nicht ausgeschlossen?
Nicht ausgeschlossen, aber auch nichts, worüber wir sprechen. Wir haben uns viel anderes zu erzählen.

Hat er Kinder?
Nein.

Ist das noch ein Thema für Sie beide?
Seitdem ich Neo, meinen Jüngsten, habe, sind wir vollständig. Das Gefühl hatte ich vorher nicht. Für Markus ist das auch in Ordnung.

Gala


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