Reese Witherspoon: Als 16-Jährige sexuell belästigt

Oscar-Gewinnerin Reese Witherspoon reiht sich ein in den Reigen der weiblichen Hollywood-Größen, die nach dem Skandal um Harvey Weinstein von eigenen sexuellen Übergriffen berichten

Beim Empfang "Elle's Women in Film" in Beverly Hills sprach die 41-jährige Schauspielerin ("Big Little Lies") mutig über ihre Anfangszeit in Hollywood zu Beginn der 1990er-Jahre, als sie im zarten Alter von 16 Jahren von einem Regisseur sexuell belästigt wurde. "Es war leider nicht das einzige Mal", sagte Witherspoon.

Reese Witherspoon: "Eine schwierige Woche für Frauen in Hollywood"

Witherspoon berichtete mit schwerer Stimme von ihren Erfahrungen als "Freiwild" von erwachsenen Männern, die sie als Teenager sexuell ausnutzen wollten. "Ich ekel mich vor diesem Regisseur, der mich belästigt hat, als ich erst 16 Jahre alt war. Und ich bin wütend auf die Agenten und Produzenten, die mich zum Schweigen gezwungen haben", sagte Reese. Sie gab zudem deutliche Hinweise darauf, dass der Zwischenfall nicht der einzige war, den sie durchleben musste: "Ich wünschte ich könnte sagen es war ein Einzelfall in meiner Karriere, aber leider war es das nicht. Ich hatte mehrfache Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen".

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©Gala

Schuldgefühle, weil sie so lange geschwiegen hat

Die dreifache Mutter reflektierte in ihrer Rede zudem die Geschehnisse der vergangenen Tag, nachdem sich zahlreiche Schauspielerinnen wie Angelina Jolie und Gwyneth Paltrow zu Wort meldeten, die ebenfalls sexuell belästigt wurden. "Es war eine harte Woche für Frauen in Hollywood und für Frauen auf der ganzen Welt. Das alles brachte meine eigenen Erinnerungen zurück. Ich hatte Schlaf- und Konzentrationsprobleme. Ich tat mir schwer darüber zu sprechen. Und mich überkamen Schuldgefühle, weil ich nicht früher darüber gesprochen und etwas dagegen unternommen habe", sagte Witherspoon weiter.

Hoffnung, dass sexuelle Übergriffe bald nicht mehr die Norm sind

Die in New Orleans geborene Schauspielerin und Produzentin erklärte, sie habe sich inspiriert gefühlt von den vielen mutigen Frauen, die in den vergangenen Tagen ihre Gefühle und Erfahrungen öffentlich gemacht haben. "Ich habe mich endlich nicht mehr allein gefühlt. Die Wunden können nur heilen, wenn man die Wahrheit ausspricht". Neben Witherspoon sprachen sich auch Jennifer Lawrence, (27, "Die Tribute von Panem") und die Produzentin Kathleen Kennedy, (64, "Star Wars") für die Einrichtung einer Kommission aus, die künftig darüber wacht, dass sexuelle Übergriffe nicht mehr die Norm sind in Hollywood. 

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