Meryl Streep: "Hollywood muss desinfiziert werden"

Oscar-Preisträgerin Meryl Streep wehrt sich kämpferisch gegen Vorwürfe von Rose McGowan, sie sei eine Heuchlerin im Umgang mit dem Sex-Skandal um Harvey Weinstein

Meryl Streep

Am Wochenende hatte Schauspielerin und Weinstein-Opfer Rose McGowan (44, "Charmed") in einem bitterbösen Twitter-Eintrag vor allem Kollegin Meryl Streep, 68, hart attackiert. Gowan bezeichnete Streep als "Heuchlerin" und verurteilte den geplanten stillen Protest zahlreicher Schauspielerinnen, die bei den Golden Globes am 7. Januar Schwarz tragen wollen, um so schweigend gegen Missbrauch zu protestieren. Mit einem sehr ausführlichen Statement feuerte Streep nun zurück - sowohl gegen McGowan als auch gegen die Machenschaften der Männerdomäne in Hollywood.

Meryl Streep kämpferisch

Es tat weh so von Rose McGowan attackiert zu werden", schrieb Streep. Und weiter: "Ich möchte sie wissen lassen, dass ich nichts von Weinsteins kriminellen Taten wusste". Streep, seit vielen Jahren eine der lautesten Kämpferinnen für Gleichberechtigung, wehrt sich entschieden gegen die Anschuldigungen, sie habe zu lange geschwiegen. Sie erklärte zudem, sie habe mit Weinstein nie mehr als beruflichen Kontakt gehabt. "Ich wusste nicht wo er wohnt und er war auch nie in meinem Zuhause. Ich wurde nie zu ihm in ein Hotelzimmer eingeladen. Er war für mich lediglich ein Filmproduzent, mit dem ich gelegentlich gearbeitet habe", so Streep weiter. 

"Wir sitzen im gleichen Boot"

Meryl Streep suchte nach den Internet-Attacken gegen sie sofort Kontakt zu Rose McGowan. "Durch Freunde von mir habe ich Rose meine private Telefonnummer zukommen lassen. Sie hat unbegründete Anschuldigungen erhoben und ich hatte gehofft, ihr meinen Respekt und meine Sicht der Dinge erklären zu können. Aber sie rief nicht an", so Streep. Meryl, die für ihre Rolle in "Die Verlegerin" als beste Hauptdarstellerin für einen Golden Globe nominiert ist, sieht sich mit McGowan im gleichen Boot sitzend: "Wir kämpfen gemeinsam mit allen anderen Frauen in unserem Geschäft gegen jene an, die gerne schnell wieder zurückkehren möchten zu den schlechten alten Tagen. Zu jenen alten Tagen, in denen Frauen missbraucht wurden und in denen ihnen der Zugang zur Führungsetage verweigert wurde." Die verkrusteten Strukturen aufzubrechen, dafür möchte sich auch Streep in Zukunft weiter stark machen: "Es muss erstmal alles desinfiziert und Integration eingeführt werden bevor sich etwas ändern kann", schrieb Streep.  

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