Chris Rock: Scharfe Kritik an der Traumfabrik

Schauspieler Chris Rock kritisiert, dass die Herkunft der Darsteller immer noch entscheidend für deren Karriere in Hollywood ist

Harte Worte von Comedy-Darsteller Chris Rock, 49: In einem selbst verfassten Essay für den "Hollywood Reporter" spricht der Schauspieler über seine Anfänge in der Traumfabrik und über den schweren Stand, den afroamerikanische Schauspieler auch heute noch im Filmbusiness haben. "Es ist eine weiße Industrie. Genau wie die NBA eine schwarze Industrie ist. Ich sage nicht mal, dass es etwas Schlechtes ist. Aber es ist einfach so", schreibt Rock in dem Artikel.

Der 49-Jährige wurde besonders durch Komödien "Beverly Hills Cop" oder "Kindsköpfe" bekannt und versucht heute, junge farbige Schauspieler zu unterstützen. "Einem Weißen wird immer jemand helfen. Viele würden das tun. Den Leuten, denen ich bisher geholfen habe, hätte sicher niemand anderes geholfen", so Chris weiter. Ein gutes Beispiel dafür ist Leslie Jones, 47. Rock verhalf der Komikern zu ihrem Einstieg bei der amerikanischen Sketch-Show "Saturday Night Live" – zur großen Überraschung der Öffentlichkeit. Der Komiker kritisiert weiter: "Wo ist die große schwarze PR-Agentur? Wo sind die großen schwarzen Agenten? Wo ist der große schwarze Filmproduzent?"

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Ebenso gebe es zu wenige lateinamerikanische Schauspieler in Hollywood. Was besonders verwunderlich ist, denn in Los Angeles leben sehr viele Mexikaner und Menschen aus anderen südamerikanischen Ländern. "Wenn du in LA bist, musst du eigentlich aufpassen, keinen Mexikaner einzustellen", schreibt Rock. "Es ist die liberalste Stadt der Welt. Aber ein Teil davon hat etwas Rassistisches an sich, es wird einfach akzeptiert, dass es einen Sklavenstand in LA gibt." Schwere Vorwürfe, die der Schauspieler an die Leute seiner eigenen Branche richtet. Reaktionen werden da mit Sicherheit nicht ausbleiben.

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