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Kylie Minogue Sinkender Stern

Die Karriere von Kylie Minogue steckt in einer Krise. Ist der Konzert-Flop nur ein Zwischentief - oder der Anfang vom Ende?

Blonde Locken, roter Kussmund, ein weltberühmter Knackpo und dazu eine unvergleichliche Stimme: Auf dieses sexy Gesamtkunstwerk müssen die deutschen Fans in diesem Jahr leider verzichten. Völlig überraschend hat Kylie Minogue, 46, kurz vor dem Start ihrer "Kiss Me Once"-Tour in Köln alle vier Deutschlandkonzerte abgesagt, wie vorher bereits den Auftritt in Wien.

Grund seien "finanzielle Schwierigkeiten" des Veranstalters "ct Creative Talent GmbH", so die Australierin. Doch eben dieser Veranstalter ist über die kurzfristige Absage genauso verwundert wie ihre Fans. Trotz eines Insolvenzverfahrens habe man bis zuletzt gemeinsam mit dem Management der Sängerin versucht, eine Lösung zu finden und Alternativen angeboten. Warum also die Absage? Tatsache ist, dass Kylies mittlerweile 14. Tournee ein Flop zu werden droht. Konzerte beim Tourstart in England waren nur mittelmäßig besucht. In Deutschland sah es noch schlechter aus. "Für 68 000 Tickets haben sich rund 12 000 Käufer gefunden", so Alexander Schmidt, Sprecher des Insolvenzverwalters des Konzertveranstalters, gegenüber GALA. Auch das Album "Kiss Me Once", im März veröffentlicht, bleibt mit nur 15 000 verkauften Exemplaren weit hinter den Erwartungen zurück.

Einst wurde Kylie Minogue als globales Erfolgsphänomen gefeiert. Eine Frau, die dem Brustkrebs die Stirn geboten und seitdem stets lächelnd an Charity-Veranstaltungen teilgenommen hat. Eine, die beim "Diamond Jubilee"-Konzert für die Queen ebenso begeisterte wie als Jurymitglied der britischen und australischen Ausgabe von "The Voice". 2012, kurz nach ihrem 25-jährigen Bühnenjubiläum, wagte Kylie einen Neustart. Es folgte die Trennung von ihrem langjährigen Manager Terry Blamey, "um unbekümmert nach vorne schauen zu können". Wie sich jetzt zeigt, ohne Erfolg.

Kim Mutmann Gala


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